Hauptsache...



...Allofs hält sich an die Vereinbarung und holt keinen Ersatz für Diego.

Arbeit für den Rekorder - 2. bis 8. Feb 2008

Samstag 2. Februar

22:20 Uhr Critters - Sie sind da! (Tele 5)
Das 80er Jahre Genrekino zusammengefaßt in knapp 100 Minuten. Durchweg sympathisch, flott inszeniert und eine ordentliche Prise Parodie enthaltend.

00:55 Uhr Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum (Pro 7)
Relativ unbekannter B-Movie Börsencoup. Trotz Ben Affleck und Vin Diesel goutierbar und auch alles andere als unspannend.

Sonntag 3. Februar

20:15 Uhr Der Schrecken der Medusa (Tele 5)
Eigentlich möchte ich nur Filme empfehlen, die ich selbst schon gesehen habe. Bei einem Film mit solch interessanten Titel, in dem Lino Ventura mit Richard Burton zusammen auftritt und der auch noch von Probek empfohlen wurde. Da mache ich gerne mal eine Ausnahme.

20:45 Uhr Der Flug der Phoenix (Arte)
Die Neuverfilmung von 2004 war zwar ordentlich jedoch auch überflüssig wie ein Kropf. So ein Film gehört doch mit James Steward, Hardy Krüger, Richard Attenborough und ordentlich angestaubt.

Nein, Spielbergs Phillip K. Dick Verfilmung Minority Report um 20:15 Uhr auf Pro 7 empfehle ich nicht. Spielberg kann nur Abenteuer, für Philosophie ist er einfach noch nicht erwachsen genug.

Montag 4. Februar

23:45 Uhr
Der Partyschreck (HR)
Blake Edwards, Peter Sellers, Henry Mancini. Mehr ist hierzu wirklich nicht zu schreiben.

Dienstag 5. Februar

Heute bleibt die Kiste mal aus. Ist eh Kinotag.

Mittwoch 6. Februar

20:15 Uhr Atemlos vor Angst (Das 4.)
Reine Männersache. Roy Scheider fährt mit Nitroglyzerin auf der Ladefläche durch den Dschungel und sorgt in William Friedkins Neuverfilmung des Klassikers Lohn der Angst für erhöhte Adrenalinspiegel. Aber auch nur weil heute Mittwoch ist und eh nichts anderes kommt.

02:35 Uhr Mimic - Angriff der Killerinsekten (Vox)
50er Jahre B-Kino aus den 90ern. Nicht zuletzt wegen seiner vernünftigen Dosis unfreiwilligen Humors und Mira Sorvino gut anzuschauen. Regie führte übrigens Guillermo del Toro.

Donnerstag 7. Februar

22:25 Uhr Der Biß der Schlangenfrau (Tele 5)
Vampirfreunde können sich auf einen schrägen Beißer von Ken Russel freuen. Wie schon in seinem Höllentrip und seinem gothischen Opiumtrip gibt es auch hier wieder psychedelische Traumsequenzen zu bestaunen. Die Damen gucken eh jeden Film mit Hugh Grant, die Herren müssen sich mit Catherine Oxenberg zufrieden geben.

22:50 Uhr Denn sie kennen kein Erbarmen (Arte)
Eine Doku zur Geburt des Italowesterns ist natürlich Pflichtprogramm. Keine Diskussion.

00:20 Uhr Hellraiser - Das Tor zur Hölle (Tele 5)
Clive Barker schrieb das Drehbuch und führte selbst Regie bei seiner Geschichte über Liebe, Verrat, Leid und Hörigkeit. Dabei entstand ein kleines Meisterwerk, das unzählige Fortsetzungen nach sich zog. Keine davon konnte auch nur ansatzweise die Qualität des ersten Teiles erzielen. Horror für Erwachsene, ob er auf Tele 5 genießbar ist, bleibt fraglich.

Freitag 8. Februar

20:15 Uhr Die Fliege (Das 4.)
Nein, leider nicht Cronenbergs Fliege. Dafür jedoch echtes 50er Jahre B-Kino. Der verwandelte Professor läuft tatsächlich mit einem Fliegenkopf durch die Gegend. Dahinter verbirgt sich natürlich eine Geschichte über die Moral der Wissenschaft und ihrer nicht nur in den 50ern empfundenen Entmenschlichung. Edeltrash mit Vincent Price. Muß man mindestens einmal im Leben gesehen haben.

22:40 Uhr Der diskrete Charme der Bourgeoisie (3Sat)
Kenne ich, diese Träume in denen ich zu einem wichtigen Termin erscheinen muß aber irgendwie nie ankomme. Irgend etwas kommt mir immer dazwischen. Wenn so etwas von einem wie Bunuel inszeniert wird um letztendlich das Großbürgertum vorzuführen, das ganze eher surreal daher kommt, vor schwarzem Humor nur so ächzend. Dann schaltet man gerne ein. Herausragend!

Wem mein letzter Tipp zu kopflastig erscheint, dem empfehle ich trotzdem nicht um 20:15 Der Schakal auf RTL II. Viel zu beliebig geriet die Neuverfilmung des Fred Zinnemann Klassikers durch Michael Caton-Jones. Es gibt aber auch nicht einen einzigen wirklich guten Film mit Richard Gere in der Hauptrolle.

Promotion:
Noch mehr Tipps, nein eher die Perlen unter den Tipps und auch noch tagesaktuell, gibt es beim Probek!

Die ewige Prophezeiung

Jedesmal wenn sich irgendwo die Medienwelt mit der Fußballwelt trifft und über TV Rechte, Fußballberichterstattung der Zukunft und Verdienstmöglichkeiten verhandelt, diskutiert oder auch nur lamentiert, wird von irgend einen Teilnehmer die Apokalypse für den zahlungsunwilligen Fußballinteressierten gepredigt. Das Ende der bewegten Fußballbilder im Free TV, die Zerstückelung des Spieltages und noch mehr Ungemach für den Fußballtraditionalisten.

Gewaltige Veränderungen werden prophezeit, der Pay TV Decoder Pflicht, will man auch in Zukunft noch die Bundesliga im Pantoffelkino erleben. Unermüdlich die Forderung der Pay TV Sender den Free TV Fußball in die späten Abendstunden zu verdrängen. Dann würde man auch mehr zahlen können. Unermüdlich die Drohung der Vertreter der Decoder freien Sender erst gar nicht mehr mit zu feilschen, sollte man nicht vor 20:00 Uhr senden dürfen.

Momentan generiert die Bundesliga oder besser gesagt die DFL Einnahmen von ungefähr 420 Millionen Euro aus dem Verkauf der TV Rechte. Ca. 100 Millionen nehmen die Vereine zusätzlich durch Trickotwerbung ein. Soviel verdient keine andere Liga der Welt allein durch ihre Hauptsponsoren. Ein Rekord der nicht zuletzt durch die hohe Reichweite der Werbemaßnahmen im frei empfangbaren TV begründet liegt. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß eben die Protagonisten, die in den 90ern noch dem Pay TV die Nibelungentreue schworen, heutzutage nicht umher kommen der ARD Sportschau ihre Liebe zu gestehen. Und auch Monica Piels Horrorszenario der Abschaffung der geliebten Sportschau ist nicht mehr als wohl durchdachtes Verhandlungskalkül. Weiß sie doch sehr wohl, daß der Pay TV Markt in Deutschland offensichtlich nicht mehr wirklich viel Luft nach oben hergibt und eigentlich seit Jahren stagniert, egal ob die Bundesliga im Free TV nach oder vor 20:00 Uhr ausgestrahlt wird. Erinnern wir uns doch noch alle an das Jahr 2001, als der Testballon ran - Sat.1 Bundesliga erst ab 20:15 Uhr dafür mehr Abonnenten für Premiere wie eine Seifenblase platzte.

Also, immer locker bleiben Ihr Propheten der Apokalypse...

Unberechenbar?

Endlich ist die Winterpause vorbei. Bevor es am Wochenende mit der Bundesliga weitergeht wird noch das Achtelfinale des DFB Pokals ausgespielt. Ein Wettbewerb, der offensichtlich das Stiefkind der deutschen Fußballgemeinde ist. Man fragt sich schon warum jedes noch so unwichtige Testspiel aus Belek live übertragen wird, der DFB es jedoch nicht fertig bringt diesen schönen traditionellen Wettbewerb, der immerhin noch vom erstem Spiel bis zum Finale im K.O. System ausgespielt wird und damit über das gewisse Etwas verfügt, ordentlich an die TV Welt zu verscherbeln. Ja, ich weiß, für die Zukunft verspricht der DFB Besserung.

Das nutzt mir heute jedoch nichts, muß ich doch wieder einmal auf den Livestream des WDR zurückgreifen. Nicht daß ich nicht gerne Fußballübertragungen im Radio hören würde, eigentlich ist es Samstagnachmittags regelmäßig der Fall. Aber das erste Spiel nach der Winterpause, noch dazu im Pokalwettbewerb, hätte ich mir schon gerne auf der Mattscheibe gegeben. So ganz traditionell mit Bier, Salzstangen, von der Couch aufspringen, Jubeln und Fluchen. Noch lieber natürlich in einer verrauchten, nach Bier, Schweiß und kalten Frikadellen stinkenden Kneipe. Nach Wolfsburg zieht mich eigentlich nichts, dafür sind Gegner und Tunierzeitpunkt dann doch zu unspektakulär. Da halte ich es wie die Italiener, die ja einer alten Fußballweisheit nach erst zum Halbfinale kommen.

Mirko Slomka hält ja laut Vereins PP (Propaganda Page) den Gegner für unberechenbar. Ich weiß nicht recht ob diese Aussage wirklich den Punkt trifft. Ich halte den Gegner für Schalke einfach nur schwer besiegbar. Zumindest in Wolfsburg hat Schalke erst einmal gewonnen. So ziemlich genau vor 5 Jahren, war wie alle Spiele Schalkes gegen Wolfsburg kein schönes Spiel. Auf der anderen Seite verlor Schalke von den 12 Begegnungen in Wolfsburg auch nur 3. Eigentlich müßte man heute also auf ein Unentschieden tippen, sofern man Statistiker mit schlechten Fußballwissen ist. Geht natürlich nicht und so bereite ich mich schon mal auf ein Elfmeterschießen vor. Vor dem Radio, schweißgebadet. Je nach Ausgang schaue ich mir eventuell auch noch die ZDF Zusammenfassung ab 22:15 an.



Hui, ich bin schon wieder im Fieber.

Filmrätselstöckchen # 788

Da bin ich doch glatt im Verkehr stecken geblieben. Dabei wollte ich schon um 15:00 Uhr ein neues Rätsel stellen, da ich gestern bei Probek den wunderbaren und wirklich beeindruckenden Dokumentarfilm "When We were Kings" erkannt habe. Deshalb geht es hier jetzt ohne Umschweife mit etwas völlig anderem weiter. Viel Spaß!



















1985 kam George A. Romeros "Day of the Dead" in die Kinos. Der Film floppte damals ordentlich, obwohl er sein bescheidenes Budget von nur 3,5 Millionen Dollar mittlerweile locker wieder eingespielt haben sollte. Trotz einiger Mängel, wie z.B. der Hang zum Overacting des gesamten Casts, gehört er zusammen mit "Night of the Living Dead" zu Romeros stärksten Werken. Da dem Film von Seiten der deutschen Zensurbehörden Gewaltverherrlichung vorgeworfen wird, ist er in der ungeschnittenen und auch in der FSK 18 Fassung gemäß § 131 StGB verboten und beschlagnahmt. In Anbetracht der Tatsache was uns in den letzten Jahren z.B. die SAW Reihe allein an Gewaltfantasien beschert hat, kann man darüber eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln. Da der Film aber seinen Schwerpunkt eben nicht in der alleinigen Darstellung von Gewaltszenen hat, sondern klar und deutlich in den Konflikten einer sozialen Gemeinschaft in einer außergewöhnlichen Notsituation, kann ich auch die um ca. 6 Minuten geschnittene FSK 16 Fassung empfehlen. Ich weiß, die Gorehounds schreien jetzt alle schmerzhaft auf.

Anju hat ihn letztendlich erraten. Wann und Wo, Ihr wißt es schon, steht in den Kommentaren.

Filmrätselstöckchen # 786

Martin hat bei Thomas High Noon erraten. Da das Stöckchen jetzt schon wieder eine Weile in der Schweiz herumliegt, schnappe ich es mir und lasse Euch hier und jetzt einen neuen Film raten. Moderieren kann ich jedoch erst um 15:00 Uhr. Ist das Rätsel bis dahin noch nicht gelöst, gibt es auch weitere Bilder. Wie immer wünsche ich Viel Spaß!















Probek hat Knallhart gelöst.



Detlev Buck kann auch fremde Drehbücher verfilmen. 2006 regte sich die Gemeinde Neukölln über seinen Film auf. Klischeeüberladen sei er, zeichne ein falsches Bild des Berliner Kiez u.s.w. und so fort. Kurz darauf riefen die Lehrer der Neuköllner Rütli Schule um Hilfe. Probek macht übringens knallhart sofort weiter:)

Maradona vs Messi

Wird einfach Zeit, daß die Winterpause ein Ende hat...

Gefühlsduselei

Neulich im VHS Kurs "Freies Sprechen vor der Kamera"

klick

3 äußerst wichtige Meldungen, die uns noch bis zur EM wöchentlich auf den Kecks gehen werden

Podolski wieder nur auf der Bank! Chelsea ohne Ballack erfolgreich! Lehmann hofft auf Einsatz!

Trauer

Heath Ledger geb. 04. April 1979 gest. 22. Januar 2008


Heath Ledger verstarb gestern im viel zu jungen Alter von 28 Jahren. Er wurde tot in einem New Yorker Appartement aufgefunden, nachdem der Concierge des Hauses ihn an einen Termin erinnern wollte.

Weiteres berichtet unter anderem die Welt.

Filmrätselstöckchen # 782

Bei Thomas war gestern The Last Man on Earth zu erraten. Leider ist mir etwas dazwischen gekommen, deshalb die kleine Verspätung. Aber nun kann es endlich weiter gehen. Viel Spaß mit dem neuem Rätsel!





symbadisch hat ziemlich schnell und sicher Danny Boyles sehr schwarze Komödie Kleine Morde unter Freunden erkannt. Ein Film, der sich mit dem Thema "Bei Geld hört die Freundschaft auf" beschäftigt. Wann und wo, Ihr kennt das ja schon. In den Kommentaren.









Selbstversuch - Franz Josef Wagner spielt mit seinem Leben

"Jetzt sind wir unter der Erde Berlins, die Wände sind mit Spray beschmiert, zwei Typen in Gangster-Rap-Klamotten tauchen auf. Meine Tante würde ohnmächtig werden."

Franz Josef Wagner ist ein ganz harter, mit Justizministerin Brigitte Zypris wagte er sich in den Untergrund. Dabei ist ein Kleindod ungewollter Heiterkeit entstanden. Lesen und sehen Sie doch selbst.

Der nächste Selbstversuch schon einmal vorab hier an dieser Stelle:

Deutschland diskutiert über Gammelfleisch

BILD mit Verbraucherschutzminister in Berlins gefährlichster Dönerbude

„Eine Menge Freunde sind nicht mal gewillt, Döner zu essen“, sage ich, während wir die Tür öffnen zum Anadolu Grill am Halleschen Tor.

Der Minister sagt: „900 Millionen Gäste wurden 2006 in Berliner Dönerbuden satt gemacht. 11 596 Fälle von Überkeit haben die Krankenhäuser registriert. Den größten Teil machen Übersättigung und Alkoholvergiftung aus.“

Jetzt stehen wir an der Futterkrippe Kreuzbergs, die Wände sind mit Bildern Erdogans geschmückt, zwei Typen in Gangster-Rap-Klamotten tauchen auf. Meine Tante würde ohnmächtig werden.

„Ich kann verstehen, dass manche älteren Menschen sich bedroht fühlen“, sagt der Minister. „Auch wenn nicht jeder, der wild aussieht, auch gefährlich ist.“

Es ist 11 Uhr nachts. In meiner Kolumne hatte ich den Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (59, CSU) aufgefordert, mit mir einen Döner essen zu gehen, weil er meiner Meinung nach ein Verharmloser ist. Auge in Auge wollte ich mit ihm die Situation erleben. In der Dönerbude riecht es nach abgestandenem Leben.

„Riechen Sie den Döner?“, frage ich. Wir bestellen, freuen uns auf unser hoffentlich genießbares Fleisch vom Spieß. Drei Betrunkene betreten den Grill, sie haben Bierflaschen in den Händen. Ich habe keinen Augenkontakt mit den Biertrinkern. Herr Seehofer auch nicht. Wir sprechen über die Architektur der Großstädte, die auch Übelkeit auslöst, über Hochhäuser.

Herr Seehofer glaubt, dass Gammelfleisch von der Unmenschlichkeit der Unternehmenssteuern ausgeht.

Wir essen auf. „Was soll ich machen“, frage ich den Minister, „wenn mir plötzlich übel wird?“ Vor mir eine Cola und hinter mir Erdogan an der Wand. Der Minister sagt: „Es gibt mindestens ein Handy in jedem Grill. Wenn Sie Manns genug sind stecken Sie sich einfach den Finger in den Hals. Am Zäpfchen kitzeln.“

Ich stelle mir vor, wie ich mageninhaltsüberströmt zum Ausgang krieche bevor der Inhaber des Grills mich per Fußtritt auf die Straße befördert.

Wir gehen die Straße entlang. Um uns herum die müden starren Gesichter, einsam, verloren. Dönerbudenbesitzer-Gesichter, Gammelfleischhändler. Niemand guckt jemanden an. Niemand interessiert sich für einen.

Wir sehen Bettler mit Hunden, ich gebe 1, 2 Euro. Wir gehen bis zum Kurfürstendamm. Ich sage dem Minister, dass ich lieber im Mövenpick esse – mit Messer und Gabel.

Bei unserer Dönermahlzeit geschah nichts. Uns wurde nicht übel und wir wurden nicht krankenhausreif geschlagen – aber ich war froh, dass wir aus der Dönerbude raus waren und der Himmel funkelte und ich atmen konnte.

Wir rauchten eine Zigarette. Wir verabredeten uns für ein Glas Wein demnächst.

In Berlins Dönerbuden herrscht ein anderes Leben. Es ist nicht mein Leben. Der Minister sagt: „Wann hat jemals Koch härtere Strafen gefordert, wenn das Haltbarkeitsdatum hessischer Schweinchen abgelaufen war?“

Wir verabschieden uns mit Küsschen auf die Wange. Ich mag Herrn Seehofer, ich mag ihn als romantischen Freund sogar sehr.

Herzlichst

Ihr F. J. Wagner

Per Handschlag

Laut BGB bedarf lediglich ein befristeter Mietvertrag oder der Hauskauf einer schriftlichen Form. Kaufmannsehre sei Dank. In der heutigen Zeit werden aber selbst auf dem Pferdemarkt Rösser nur noch per schriftlich fixiertem Vertrag veräußert. Der Mensch der heutigen Zeit ist wohl zu wankelmütig geworden als daß man sich allein auf das gesprochene Wort verlassen könnte.

Da kann es einen schon verwundern, daß ausgerechnet in einer Branche, die stolz die Vorsilbe Profi in ihrem Namen trägt, immer noch Verträge mündlich per Handschlag geschlossen werden. Schließlich geht es im Profifußball ja im Zweifelsfall um viel Kohle, falls der Angestellte doch vorzeitig seinen Arbeitgeber wechseln möchte oder er sich im Nachhinein als invalid zu erkennen gibt. Gerade in letzteren Fall hat der FC Schalke 04 in nicht mehr ganz so jüngster Zeit seine Erfahrung gemacht. Die Reputation eines Vereines kann da schon ganz schön heftig in Mitleidenschaft gezogen werden. Schließlich sind es ja im Bewußtsein der Masse immer die großen Erfolgreichen, die den kleinen Emporkömmling über den Leisten ziehen.

Gelernt hat der Verein aus dieser unrühmlichen Geschichte nichts. So verlängerte er doch nach eigenen Bekunden per Handschlag im September vor dem Spiel in München mit seinem Ausnahmetalent Mesut Özil bis ins Jahr 2011, zu anscheinend stark verbesserten Konditionen. An die Öffentlichkeit kam diese Vertragsverlängerung nicht wirklich. Vielleicht gab es hier und dort eine Meldung, mir ist sie jedoch nicht wirklich in der Erinnerung.

Gegen Ende des letzten Jahres waren dann plötzlich gegenteilige Meldungen zu lesen. Özil würde einer vorzeitigen Verlängerung seines Vertrages nicht zustimmen. Beraten wird Özil von seinem Vater und Reza Fazeli, der laut Liste der Internetseite transfermarkt.de auch Hamit Altintop, Yildiray Bastürk, Nuri Sahin oder Mehdi Mahdavikia vertritt. Dessen Agentur zwar auf der Königsallee in Düsseldorf residiert, was aber nichts heißen muß. Gerade hier ist Schein mehr als Sein. Ich spreche aus eigenen Erfahrungen. Es ist schwer Informationen über Reza Fazeli zu recherchieren. Schließlich stößt man auf ismweb.de, die Seite protzt im Banner mit Bildern von Altintop, Sahin, Karimi und Bastürk. In der Klientenliste tauchen aber lediglich Namen unbekannterer iranischer Spieler auf. Dies hinterläßt nicht unbedingt den Eindruck einer seriösen Beratungsagentur. So wie die ganze Seite eher den Flair einer schnell zusammengeflickten Gefälligkeit eines befreundeten Webdesigners, als eines professionellen Webauftritts hinterläßt.

Die erste Seite aber, die Google ausspuckt, wenn man auf deutschen Seiten nach Reza Fazeli sucht, ist eine mehr als fragwürdige Seite mit dem Namen Iran-Fussball.com. Kein Impressum, kein Kontaktformular und auch die Adresse ist nicht die, die auf dem Browser Tab erscheint. Ein Bericht über das Leben Fazelis. Denkste, nur auf den ersten Blick. In einem PR-Text, der unter anderem von Fazelis Telefonrechnung handelt, dann aber doch lieber über Spieler anderer Berater erzählt (soll hier wirklich der Eindruck entstehen, Fazeli sei der Berater Michael Ballacks?), fällt jedoch ein Satz auf.

"Indiskretionen können das Geschäft gefährden - oder auch fördern."

Upps, können Sie sich noch an diesen Skandal erinnern? Gar nicht so lange her, ich glaube kurz vor Silvester. Da fragte man sich, was das Ganze soll. Wer außer der Springer AG Nutznießer dieser Veröffentlichung sein könne. Einmal ganz davon abgesehen, daß ich persönlich die Authentizität des veröffentlichten Schriftstückes für mehr als fraglich halte. Alleine der Font (es sieht schwer nach Comic San Serife aus), in dem die Zusatzvereinbarung verfaßt wurde, läßt die Vermutung nahe, es handelt sich um einen Text, der auf dem Laptop eines viel telefonierenden Mannes der sich für ausgebufft hält verfaßt oder zumindest ausgedruckt wurde. Ich glaube einfach nicht, daß der FC Schalke Zusatzvereinbarungen mit seinen Spielern verfaßt, die aussehen, als schreibe man lediglich einmal in 10 Jahren eine Kündigung an seine Kfz-Versicherung. Aber dies sind nur Vermutungen, man hat bekanntlich ja schon Pferde..., lassen wir das.

Die Vertragsverlängerung, oder besser gesagt der neue Vertrag sollte dann, trotz allem, mit dem Spieler im Trainingslager in Belek dingfest gemacht werden. Doch Özil war offensichtlich nicht bereit ohne Vater und Berater weitere Gespräche mit Müller und Slomka zu führen. Man verschob das letzte und alles entscheidende Gespräch auf den letzten Donnerstag. Das Ergebnis ist bekannt. Glaubt man z.B. Meldungen wie dieser oder jener ergibt sich ein insgesamt trauriges Bild, doch kann man Müllers Entscheidung nachvollziehen. Vertragsverhandlungen in denen von einer Verhandlungsseite Druck aufgebaut wird entbehren jeder Seriosität und Vernunft.

Natürlich ist die Frage, warum Schalke unbedingt jetzt schon mit Özil verlängern wollte erlaubt. Das Bedürfnis des Managers zu Wissen mit wem er in Zukunft planen könne ist aber auch nicht wirklich schwer zu akzeptieren. Und auch die Aussicht auf eine höhere Ablösesumme, falls Özil wirklich ein Angebot aus der Premiere League bekommen sollte, nicht unbedingt etwas verwerfliches. Schließlich hat ihn der Verein ausgebildet, hält den Spieler für ein großes Talent und hat Özil nicht erst, wie sonst üblich, 2 Jahre in der Regionalliga Mannschaft kicken lassen, sondern ihn direkt aus der Jugend in den Profikader berufen. Sehr viel Vertrauensvorschuß in meinen Augen. Dem Özil, bis auf wenige Ausnahmen, bisher nicht annähernd gerecht wurde. Er ist halt ein Talent. Soll heißen ein paar gute Pässe und Dribblings, vor dem Tor jedoch so effektiv wie einst Hami Mandirali. O.K., der Vergleich hinkt. Doch bringt er das Risiko einer Fehlinvestition für den Verein auf den Punkt.

Einige Fans vertreten den Standpunkt, Özil wolle nicht vorzeitig verlängern, da ihm mit Kenia, Ze Roberto und Albert Streit, dazu noch Ivan Rakitic zuviele Konkurrenten vor die Nase gesetzt wurden. Und machen dies Müller indirekt zum Vorwurf. Sorry, dann frage ich mich doch wie er sich seine Situation in London vorstellt, sollte an den Gerüchten wirklich etwas dran sein. Arsenal hat auf seinen Positionen sicherlich ein wenig mehr zu bieten, als der FC Schalke.

Wenn ich alles im Zusammenhang betrachte, komme ich lediglich zu einem Schluß. Hier hat sich der Vater eines hoffnungsvollen Talentes an den falschen Berater gewendet. Es geht letztendlich um die Telefonrechnungen des Herrn Fazeli. Schade für den Verein und vor allem für den Fußballspieler Mesut Özil.

Aber noch hat er ja Vertrag bis 2009, wie Andreas Müller in jedem seiner Statements zu betonen weiß.

Update: Der Text auf Iran-Fußball.com stammt offensichtlich direkt aus einem Artikel der ARD-Online Redaktion zum Bundesligastart der Saison 2005/2006.

Filmrätselstöckchen # 780

Al Pacino ermittelte bei Thomas im New Yorker Homo Milieu der 80er Jahre. Cruising war gesucht. Hier geht es sofort mit wieder einmal etwas völlig anderem weiter. Viel Spaß!




Die beste Szene des Filmes


Sieht toll aus, macht aber keinen Sinn


Einer der wenigen netten Einfälle


Zu diesem Zeitpunkt ist der Film noch interessant


Ja Charlton, Du darfst im Film auch schießen;-)


Heino Fan Club Los Angeles

Charlton Heston war 1971 der zweite anscheinend letzte Mann auf Erden. Tobias hat den Omega Man erkannt. Analog zur aktuellen Neuverfilmung kann der Omega Man auch nicht überzeugen und darf ruhig weiter in den Archiven verschimmeln. Wie, Wo und Wann? Wie immer in den Kommentaren.

Jetzt bin ich aber mal geschockt

Die tollen Zauberer im aktuellen Pro7 Quotenhit The Next Uri Geller arbeiten mit schnöden Tricks. Ich bin total aus den Socken, aber jetzt erklärt sich mir auch diese total bescheuerte 80er Jahre Discofox Frisur des Gedanken Magiers Vincent Raven, die sogar dem letztjährigen Beinahe Next Top Modell Anni die Tränen in die Augen trieb.

Enten Alarm?

O.K., es steht nicht auf Bild.de, also könnte wirklich etwas dran sein. Kicker.de vermeldet den erfolgreichen Verhandlungsabschluß der Schalker mit dem mexikanischen Club Deportivo Toluca. Demnach soll Vicente Sanchez bald auf Schalke eintreffen. Man darf gespannt sein.

Zeitzeichen




Heute vor 35 Jahren startete im deutschen TV die erste und wohl erfolgreichste deutsche Sitcom der bisherigen TV Geschichte.

Schon damals unterschätzte man die Intelligenz des Volkes, genau zuhören...

Mais ist nicht gleich Mais...

... und Gentechnik frei heißt nicht gleich Gentechnik frei.

Filmrätselstöckchen # 771

Filmrätsel Light. Das Stöckchen liegt jetzt schon seit 5 Tagen in der Schweiz herum. Keine Zeit, keine Lust, Prüfungsvorbereitungen und andere Verpflichtungen rufen. Damit das Stöckchen aber nicht vor Mittwoch verdörrt, habe ich mich entschlossen den Bildschirmarbeitern unter uns ein wenig Unterhaltung nebenbei zu gönnen. 1 Bild bis 18 Uhr. Wenn es bis dahin nicht gelöst ist, keine Sorge. Ab dann habe ich auch wieder Zeit für die Moderation und liefere weitere Bilder. Viel Spaß.















Tja, in Sachen Frauenpower kennt sich Anju aus. "Your a Asshole!!!" genügte ihr um Tarantinos letztjährigen Beitrag zum Kinosommer, Death Proof, zu erkennen. Über den Unterhaltungswert des Filmes darf diskutiert werden, nicht jedoch über den wieder einmal atemberaubenden Soundtrack.

Holt mich hier raus!


Falls es jemanden interessiert wo sich Bata Illic und Michaela Gute Nacht gesagt haben...

Noch eine Entscheidung - Diesmal aber nicht so überraschend

Laut Presse war er schon da. Laut Wunschdenken des Dortmunder Mangements auch schon lange. Das Salär wäre mehr als großzügig ausgefallen. 1.000.000 Euro netto für 3 Monate Bundesligafußball und die Aussicht auf einen sicheren Platz im Tor der Nationalmannschaft bei der Europa Meisterschaft.

Wer hätte da schon nein sagen können?

Nur einer der sich nicht kaufen läßt.

Ein Jens Lehmann vielleicht...

Da fliegt mir doch das Blech weg

Ich höre gerade nebenbei den 80's Flashback, Das Bo & Petone covern ganz nett Spliff und ich lande auf der Kicker online Startseite. Was kann ich dort lesen? Ich habe den Artikel gar nicht weiter gelesen, ist halt der Kicker und somit eh unwichtig.

Trotzdem - Da fliegt mir doch das Blech weg... Können Sie sich noch erinnern?

Und was ist eigentlich hiermit? Und vor allem haben die Bayern (vereinfacht für Hoeneß und Rummenige) nicht bedacht, was deutsche Ex-Nationaltrainer so auf Vereinsebene bisher gerissen haben? O.K., der Klinsi ist da schon eine andere Nummer und wohl auch eine Stufe professioneller und der setzt seine Vorstellungen auch um, ohne Wenn und Aber. Er ist der absolute Superstar einer jeder Mannschaft. Immer freundlich, immer lächelnd, immer eine Stammplatzgarantie im Vertrag. Er wird auch nicht ohne Konzept nach München kommen. Dabei stellt sich eine Frage.

Was macht dieser Mann ab der nächsten Saison?

Schon wieder! Jugendlicher Eisbär überfällt Walroß

Politiker aller Fraktionen fordern neues Tierschutzgesetz

Filmrätselstöckchen #769

Thomas errätselte bei Probek den Thriller Klute anhand der bezaubernden Jane Fonda, während ich mich von einer Schauspielerin, die Gerri Halliwel ähnlich sah ablenken ließ. Da das Stöckchen liegen gelassen wurde, geht es jetzt hier mit etwas völlig anderem weiter. Viel Spaß!















Es war wohl definitiv ein Glücksfall, daß nicht der TV Regisseur Robert Bierman sondern David Cronenberg die Regie für The Fly übernahm. Mittlerweile darf man ihn wohl als Klassiker des Science Fiction Horrors betrachten. Thomas hat ihn erkannt. Wo und wann es weitergeht, wie immer in den Kommentaren.