Porzellantaktik

Nach wohl durchdachter Öffentlichkeitsarbeit sieht es wieder einmal nicht auf Schalke aus. Der Präsident fantasiert anfangs der Woche in Bild und WAZ von einem Trainer mit internationalem Standing, Andreas Müller wäre schon in seinem Auftrag auf geheimer Übungsleitersuche. Natürlich ist der aktuelle noch im Amt und mit einem Vertrag bis 2009 ausgestattet. Deswegen auch ein weiches Ultimatum an Mirco Slomka, welches seine Weiterbeschäftigung von einem Sieg gegen Bayern München am morgigen Samstag und dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League am nächsten Mittwoch gegen den FC Porto abhängig macht.

Oder auch nicht. Denn Mirko Slomka möchte Mitte der Woche in einem Interview nichts von einem Ultimatum wissen, versteht jedoch die Kritik an seiner Arbeit der letzten Wochen. Einige seiner letzten Maßnahmen hätten nicht gegriffen, aber er würde jetzt umdenken.

Weil Andreas Müller anscheinend nicht schnell genug fündig wird und auch so keine neuen Nachrichten vom Berger Feld zu vernehmen sind, würzt die Bild die Zwischenzeit mit einem Bericht über ein Donnerwetter in Schalkes Umkleidekabine. Reinigendes Gewitter und so.

Von Andreas Müller war die Woche über nichts zu vernehmen. Ein aus Selbstschutz verhängtes Schweigegelübde. Er war wohl nach dem Spiel am letzten Samstag so erbost, daß da nur Dinge hätten gesagt werden können, die man später vielleicht bereut. Wie Recht er doch hat. Es gäbe kein Ultimatum für Mirko Slomka und er wäre auch nicht auf Trainersuche. Und überhaupt, Ziel sei es immer noch mit Mirko Slomka die Zukunft Schalkes positiv zu gestalten. Über diese Saison hinaus. Es wäre vielleicht gar nicht alles so ernst gemeint, was in den letzten Tagen durch die Presse verlautbart wurde. Nur um dann im letzten Satz zu betonen, daß der Trainer sein vollstes Vertrauen genieße.

Die Intention Müllers liegt auf der Hand wenn er entgegen den Aussagen des Präsidenten von schönem Wetter auf Schalkes Trainingsgelände redet. Er möchte anscheinend die Wogen vor den beiden wichtigen Spielen der nächsten Tage glätten. Daß er dabei Schnusenberg unterschwellig als alten Spinner denunziert fällt ihm anscheinend nicht auf, oder er nimmt es notgedrungen in Kauf. Es ist ja nicht nur in dieser Saison eh schon viel Porzellan zerbrochen worden.

Sportlich wie menschlich. Assauer, Lincoln, Boenisch, Hoogland oder Özil. In allen Fällen war der Verein nicht müde immer wieder zu betonen wie sehr man doch an einer weiteren Zusammenarbeit mit ihnen interessiert sei. Alle gingen letztendlich trotz der Liebesbekundungen der Verantwortlichen. Wie dies zu interpretieren ist ist jedem selbst überlassen. In einem gutem Licht steht der Verein momentan jedoch nicht da. Zumal alles was auf Schalke passiert doppelt dramatisch bewertet wird als anders wo.

Lediglich der morgige Gegner spielt diesbezüglich in der gleichen Liga, doch beim FC Bayern werden solch Ausfälle durch wirtschaftliche und sportliche Erfolge verdrängt. Wenn Kalle Rummenige als Vorstandsvorsitzender den aktuellen Trainer zum Mathematiklehrer degradiert, ist das am Ende der Saison vergessen. Man ist ja schließlich Deutscher Meister, Pokalsieger und hat den UEFA Pokal zum zweiten mal in der Vitrine stehen. Desweiteren wechselt Hitzfeld zum Schweizerischen Fußballverband um zukünftig die Nati zu trainieren.

Schnusenbergs Aussagen bezüglich des aktuellen Trainers hingegen werden nicht in wenigen Tagen vergessen sein. Auch wenn Schalke gegen die Bayern gewinnen sollte und in der Champions League nächste Woche einen Erfolg feiert. Ich behaupte, Schalke könnte sogar noch deutscher Meister werden und die Champions League gewinnen. Das wäre in den Augen Öffentlichkeit lediglich der Mannschaft zu verdanken. Der alleinigen Tatsache, daß die Neuzugänge jetzt doch von Anfang an spielen dürfen. Auf Geheiß des Schalker Vorstandes. Natürlich.

Müller kann noch so viele Stäbe für Slomka brechen, ihm noch soviel Vertrauen aussprechen. Slomkas zarte Reputation, die er sich durch die letzten Spiele der Rückrunde und die beiden Auftakt Siege in der Rückrunde erarbeitet hat, ist komplett dahin. Von nun an gilt er als Freiwild für die Fans und Presse. Jede seiner Entscheidungen wird noch genauer analysiert, noch skeptischer betrachtet. Wenn ein Spiel mit 2:1 gewonnen wird, wird man sich auf den Rängen noch stärker über das Gegentor echauffieren als jetzt schon.

Waren es bisher Slomka und Müller, die mit ihren Saisonzielen auf den ersten Blick übers Ziel hinausschossen und damit die Erwartungshaltung der Fans anstachelten, war es nun der Präsident mit seinem unüberlegten Worten anfangs der Woche. Oder ist das alles nur Taktik um Slomka selbst zum Rücktritt zu bewegen? Nicht sofort, sondern erst zum Ende der Saison, wenn der neue Trainer schon in den Startlöchern steht. Immerhin würde man das Jahresgehalt eines Trainers sparen.

Waschmaschinen schlucken Socken,

meine neue Tastatur anscheinend kurze Worte. Oder sollte ich doch mal einen Neurologen aufsuchen?

Arbeit für den Rekorder - 01. bis 07. März 2008

Eigentlich könnte man die anstehende Woche nutzen um endlich einmal die aufgenommenen Schätzchen der letzten Wochen zu sichten. Ein paar Highlights bieten die Programme aber doch noch. Nur nicht zuviel erwarten, ihr Feuerwerk der guten Laune haben sie wohl am Oscarwochenende schon verschossen.

Samstag 1. März

20:15 Uhr Reine Chefsache (BR)
Habe ich zwar noch nicht gesehen, meine TV Gazette bescheinigt der Komödie jedoch den Daumen nach oben. Scarlett Johansson und Dennis Quaid sind nicht gerade meine unliebsten Schauspieler und so wage ich mal einen Blick.

23:25 Uhr The Fog (K1)
Mein erster Kontakt mit Carpenter und wahrscheinlich der erste echte Horrorfilm den ich überhaupt in meinen Leben gesehen habe. Auch wenn der Film bestimmt seine Macken hat, kann ich mich nicht dazu überwinden irgend etwas negatives über ihn zu schreiben. Pock, Pock, Pock...

01:45 Uhr Die Verurteilten (BR)
Immer noch auf Platz 2 der Top 250 der Internet Movie Database. Auch wenn dies im Zweifelsfall nicht viel zu bedeuten hat, da sich auch dort mittlerweile zuviele Fanboys rumtreiben. Die Verurteilten ist jedoch kein Film, der komische Leute veranlaßt in Kostümen seine Aufführungen zu besuchen und jährliche Fantreffen zu veranstallten. Von daher keine Sorge, ist wirklich ein toller Film, der auch heute noch begeistert und bitte nicht zerredet werden sollte.

Filme die sich an diesem Samstag trotz Starbesetzung garantiert nicht lohnen sind unter anderem Im Zeichen der Libelle (schnarch), Karate Tiger (platte Kopie von Karate Kid, und der war schon schlecht) und 8MM (einer der Filme für die man Nicolas Cage prügeln könnte).

Sonntag 2. März

Da im ZDF heute zur Hauptsendezeit mal wieder die Ü60 Guido Knopp Fanclub Fraktion bedient wird trauen sich die anderen Sender erst zu späterer Stunde... Ach nee, so richtig auch nicht.

23:45 Auf kurze Distanz (Tele5)
Sean Penn und Christopher Walken in einem deprimierendem Vater Sohn Konflikt Drama. Brutal, eckig, einfach gut. Lebt nicht nur von seinen Hauptdarstellern.

Garantiert nicht empfehlenswert ist um 22:30 Uhr auf Pro7 Denzel Washington in dem Direct to DVD Selbstjustiz Schmock Mann unter Feuer. Zwar ist der Film durch die Reihe hinweg top besetzt (Dakota Fanning, Rhada Mitchell, Christopher Walken, Mickey Rourke, Giancarlo Giannini und sogar Marc Anthony geben sich Ehre), blendend fotografiert und alles andere als langweilig in Szene gesetzt. Doch ruft die alttestamentarische Message bei mir ebenso Ekel hervor, wie schon tags zuvor Cage in 8MM. Nur, daß dies hier weitaus gefährlicher inszeniert wurde.

Montag 3. März

21:00 Uhr Der unsichtbare Dritte (Arte)
Der unsichtbare Dritte und der Dritte Mann. Mein Gott wie oft ich schon die beiden Titel mit einander verwechselt habe. Wäre natürlich nicht passiert wenn der deutsche Verleih bei der Namensgebung nicht auf den Erfolg des anderen spekuliert hätte. Hat ein Hitchcock doch gar nicht nötig, zumal dieser hier definitiv nicht zuletzt wegen Cary Grant der zugänglichere und vor allem launigere ist. Sollte jeder Filmfreund in seinem Leben mindestens einmal gesehen haben. Ein weiterer Alternativtitel lautet übrigens The Man in Lincoln's Nose, herrlich.

Dienstag 4. März

23:00 Uhr Moderne Zeiten (NDR)
Neben der Große Diktator und Goldrausch wohl der bekannteste Film von und mit Charles Chaplin. Bitterkomische Kritik an das Zeitalter der Industrialisierung. Im Anschluß zeigt der NDR ab 00:25 Uhr das Doku-Porträit Charlie - Leben und Werk von Charles Chaplin des Filmhistorikers Richard Schickel. Zur Hauptsendezeit verplämpert der NDR seine Sendezeit aber lieber mit Sendungen über Bachblütentherapie und Herzkatheter oder dem Ratgeber Räum Dein Leben auf! Das verursacht bei mir jetzt aber doch Herzrhythmusstörungen. Kein Scheiß.

Mittwoch 5. März

20:15 Uhr Link der Butler (DAS4.)
Elisabeth Shue, Terence Stamp und gut dressierte Affen in einem konservativ konstruiertem 80er Jahre Tierhorror aus England? Angereichert mit einer guten Prise unfreiwilligem Humor? Da kann man nicht wirklich Nein sagen. Man achte mal darauf wie offensichtlich mit der Microwelle geprotzt wird.

21:45 Uhr Ein Perfekter Ehemann (BR)
Diese Woche scheint der BR ein Garant für Unterhaltung zu sein. Komödie nach Oscar Wilde, die mit Stars (Rupert Everett, Cate Blanchett und Julian Moore), Intrigen, Dandies und geistreichem Smalltalk aufwarten kann.

22:20 Desperado (K1)
Ach Gott, was soll man dazu noch sagen. Gehirn ausschalten und sich einfach mal über Sahne Shootouts, Salma Hayek und Tarantinos gelungenen Cameo freuen. Ist halt ein Rodruigez. Nicht mehr und nicht weniger. Das heißt im Klartext überdurchschnittlich gute Unterhaltung.

Donnerstag 6. März

Liebhaber des gepflegten Trashs starten den Abend natürlich mit

20:15 Uhr Die Todespagode des gelben Tigers (DAS4.)
Wer bei diesem Titel noch Fragen hat: Schwerter, Kung Fu, Shaw Brothers, 1969, Hong Kong. Eine halbe Stunde vor Mitternacht geht es auf dem gleichen Sender mit Die Bruderschaft der gelben Höllenhunde weiter. Tauschen Sie in der ersten Zeile einfach 1969 mit 1977.

20:15 Uhr Der rosarote Panther: Ein Schuß im Dunkeln (Tele5)
Blake Edwards gehört für mich zu den besten Regisseuren der bisherigen Filmgeschichte und Peter Sellers war nie so gut wie in den Filmen Edwards. Situationskomik am laufenden Band, Henri Mancini und der wohl trotteligste Inspector aller Zeiten. Alle anderen sind nur billige Plagiate.

20:15 Uhr Ray (Vox)
Jamie Foxx erhielt für seine Hauptrolle den Oscar und auch der Rest der Biographie Ray Charles kann überzeugen. Macht natürlich noch mehr Spaß wenn man einen Bezug zur Musik hat. Ray Charles starb kurz vor Ende der Dreharbeiten. Mein Gott ich schreibe schon wie meine TV Gazette. Übersetzt heißt das oben stehende: Toller Film, den man aber nur schaut wenn nichts anderes kommt.

23:00 Uhr Der schmale Grat (VOX)
Super besetzter Kriegsfilm mit Sean Penn, Clooney, Adrien Brody, John Travolta, John Cusack und Nick Nolte. Jeder Meter zählt bei der Erstürmung eines japanischen Stützpunktes. Im Endeffekt sind sie ja alle gleich, diese Antikriegsfilme. Doch dieser ist irgendwie leiser, nachdenklicher und vor allem anspruchsvoller als der Rest. Dürfte nicht jedem gefallen.

Freitag 7. März

20:15 Uhr Zeit der Sinnlichkeit (DAS4.)
Was hat ein Lebemann von einer Gattin, mit der er nichts anfangen darf? Eben. Und deshalb birgt das Historiendrama ein paar nette Unwägbarkeiten für den Hofveterinär des Königs. Robert Downey Jr., Sam Neill, Polly Walker, Meg Ryan, Ian McKellen und nicht zuletzt Hugh Grant sorgen für Intrigen, Liebe und Verrat im 17. Jahrhundert. Solide mit zwei Oscars für Ausstattung und Kostüm gefeierte Unterhaltung.

20:15 Uhr Cool Runnings (Pro7)
Alberne, vorhersehbare Sportkomödie mit John Candy, die ihre Existenz darauf aufbaut, daß Schwarze Wintersport ausüben möchten und dabei kein Klischee ausgelassen wird. Aber hey, ich liebe John Candy. Zudem ist die kleine Komödie verdammt menschlich, liebenswert und die Story nicht aus den Fingern gesaugt. Man möchte es kaum glauben, den Film habe ich damals im Kino gesehen und mich schlapp gelacht. Nein, ich war nicht bekifft!

22:15 Uhr Suicide Kings (Tele5)
Schon wieder kramt der Sender mit den fetten Werbebalken und der nächtlichen Stöhnwerbung einen kleinen aber feinen Männerfilm aus der Asservatenkammer. Christopher Walken spielt den entführten Gangsterboss, der dabei helfen soll die ebenfalls entführte Geliebte und Schwester seiner Entführer zu finden. Schräg, böse, cool und dabei auch noch hochspannend.

22:55 Uhr Last Exit Reno (3Sat)
Erster abendfüllender Film von Paul Thomas Anderson. Also einer der guten Andersons, nicht der Event Horizon Anderson;-) Kenne ich nicht, aber Boogey Nights, Magnolia und Punch Drunk Love haben mir auch sehr gut gefallen. There will be Blood ist als nächster dran.

03:00 Uhr Menu Total (Arte)
Habe ich ebenfalls nicht gesehen, Schlingensief ist jedoch immer einen Blick wert, obwohl mich Schlingensief eher als Person und Interviewgeber begeistert. Von seinen Filmen habe ich bisher lediglich Das deutsche Kettensägenmassaker gesehen. Und der war einfach scheiße, da gibt es nichts zu deuteln.

Tagesaktuelles wie immer beim Probek!

In eigener Sache (Hört sich wichtig an, oder?)

Ich entrümpele gerade meine Schubladen. Vielleicht kann ja einer den Kram gebrauchen.

Selbstdemontage

Als Mirko Slomka der Status des Cheftrainers auf Schalke verliehen wurde waren nicht wenige davon überzeugt, daß dies nicht funktionieren könne. Verständlich, ist in den meisten der Köpfen doch die These, daß ein Assistent nicht besser als sein Chef sein könne fest verankert. Und so wurde der Co-Trainer im Schalker Umfeld nie wirklich als Chef-Trainer wahrgenommen.

Jetzt ist es ja nicht so, daß es einem als Trainer grundsätzlich leicht gemacht wird auf Schalke. Das Selbstverständnis der Fans geht soweit, daß man immer der wahre Deutsche Meister ist. Alles begründet in den Erfolgen einer Bergmannsmannschaft in den 30ern Jahren des letzten Jahrhunderts. Auf Schalke wird Fußball gearbeitet wird so schön gesagt. Daß dies eher eine aus der Not geborene Tugend der 80er und 90er Jahre ist, wie Herr Wieland vor einigen Wochen richtigerweise festgestellt hat, wird dabei völlig übersehen.

Aber egal, ich wollte ja über den aktuellen Trainer nachdenken. Mirko Slomka erreichte in seinen bisherigen 2 Spielzeiten die UEFA Cup Qualifikation, einmal das Halbfinale selbigen Wettbewerbs, die letztjährige Vizemeisterschaft und dieses Jahr den ersten Einzug einer Schalker Mannschaft in das Achtelfinale der Champions League. Hört sich nicht schlecht an, doch der Unmut über den Trainer ist groß. In der Bundesliga steht Schalke lediglich auf Platz 5, die Mannschaft spielt einen Fußball zum weggucken und die Kommunikation des Trainers mit der Öffentlichkeit war ja noch nie als besonders gelungen zu bezeichnen. Dazu kommt eine für den Außenstehenden unverständliche Sturheit in Bezug auf seine Mannschaftsaufstellungen und Auswechselungen, die er nicht mit eben diesen Außenstehenden zu kommunizieren versteht oder will.

Man könnte jetzt darüber diskutieren warum er bisher die von ihm gewünschten Neuzugänge der Winterpause in seinen Mannschaftsaufstellungen partout nicht berücksichtigt. Ob er Recht hat, ob er kein Recht hat. Ich weiß es nicht. Kann ich auch gar nicht, denn es besteht ja dieses Kommunikationproblem. Klar in der Anfangsphase der Rückrunde wurde etwas von Verletzungen, Trainingsrückstand etc. in den Zeitungen lanciert. Anders herum bescheinigte man aber dem neuen Stürmer Sanchez Wettbewerbsfähigkeit. Heute jedoch findet ein Testspiel gegen Dynamo Moskau statt damit sich die Neuen dem Trainer aufdrängen können. Was soll man davon halten?

Ich weiß nicht, für mich stinkt das alles verdächtig nach einem Menschen, der stoisch versucht sein Ding durch zu ziehen. Stoisch im Sinne des Volksmundes, also bockig. Denn eine Philosophie ist in der Arbeit des Trainers für die Öffentlichkeit in dieser Saison nicht mehr zu erkennen. Ob er damit versucht seine Position als Chef zu unterstreichen, ob es vielleicht besser wäre mit den Fans seine Entscheidungen zu kommunizieren, ist mittlerweile hinfällig.

Diesen Part übernimmt heute schon der Präsident. Er redet unverblümt über Slomkas Nachfolger, wenn er von einem zukünftigen Trainer mit internationalen Renomee spricht. Daß Slomka über diese Saison hinaus den Status des Cheftrainers, den er nie wirklich hatte, nicht mehr verfügen wird ist ausgemachte Sache. Je nachdem wie schnell Andreas Müller fündig wird wird Slomkas Zeit auf Schalke auch schon eher zu Ende gehen. Man kann sagen, er hat zumindest in den letzten Wochen alles dafür getan. Schön finde ich das alles nicht...

Overacting

Daniel Day-Lewis wurde Sonntagabend der Oscar für seine Hauptrolle in There will be Blood verliehen. Hinter vorgehaltener Hand wirft man ihm jedoch immer wieder Overacting vor. Dabei sieht Overacting doch ganz anders aus. Ganz anders...

Mit dem Abstand von einem Tag gesehen

ist es auch nicht leichter zu ertragen.

Bittere Pille

Eine ganz bittere Pille mußte man als Schalker gestern schlucken. Da sieht man ein Spiel, daß grottiger von beiden Mannschaften nicht geführt werden kann. Fehlpässe, Unvermögen vorm gegnerischen Tor. Keine Kreativität, Einwechselungen, die kein Mensch so richtig versteht. Auswechselungen, die bitter nötig sind. Kampf und Krampf. In der 85. Minute schalte ich ab, in der sicheren Gewißheit, daß da in Leverkusen nichts mehr passiert. Dann doch noch ein verstohlener Blick auf die Ergebnisse. Schock, Resignation, Verzweifelung. Im Spielbericht lese ich später, daß Manuel Friedrich versuchte auf Schneider zu flanken, seine Flanke jedoch im Tor der Schalker landete weil Torwart Neuer zu spät reagierte. Egal. Die Schalker hatten vorher einige Chancen, die sie wieder einmal nicht nutzen konnten. Ich habe 85 Minuten vom Spiel gesehen, in denen konnte nur Bordon einigermaßen überzeugen. Und das in einem Spiel, in dem Leverkusens Mannschaft mindestens so harmlos war, wie die der Schalker. Auch wenn Leverkusen sich eine optische Überlegenheit erspielen konnte wie man so schön sagt. Der in den letzten Spielen der Hinrunde gelöschte Baum brennt wieder...

Fürst Hans-Adam II. ist erbost


Heute versaut ihm Mark-Stefan Tietze den Tag.

Sie Stadtneurotiker



Ich finde die E-Mail, die ich heute morgen in meinem Posteingang vorfand, richtig lustig und fühlte mich sofort von ihr inspiriert.

Thomas Doll denkt sich was

"Der Referee hat es nicht verdient, mein Landsmann zu sein"
Bernd Schuster nach dem Champions League Spiel AS Rom - Real Madrid

"Ein Fehler allerdings war, dass er Reals Mittelfeldspieler Diarra nicht vom Platz gestellt hat."
Das Sportblatt Marca zum Champions League Spiel AS Rom - Real Madrid

"Hätte doch der Klavierlehrer unser letztes Derby gepfiffen."
Thomas Doll in seinen Gedanken zum Champions League Spiel AS Rom - Real Madrid (fiktiv)

Arbeit für den Rekorder - 23. bis 29. Feb 2008

Samstag 23. Februar

Waren die letzten beiden Wochen doch eher von einer Dürre im TV bestimmt scheinen die Sender am Oscar Wochenende doch glatt ihre Archive zu plündern. Schon einen Tag vor der Verleihung wird mit Perlen nur so um sich geschmissen.

11:05 Uhr Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe (WDR)
Louis de Funès gibt in seinem vorletztem Film noch einmal Gas. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mindestens so albern und altmodisch wie eine 2CV, aber auch genau so liebenswert und vor allem komisch.

20:15 Uhr Akte X - Der Film (Vox)
Kinoauswertung der wohl bekanntesten Fernsehserie der 90er Jahre. Ich bin kein Scully und Mulder Spezialist, kann aber behaupten, daß der Film genau wie die Serie von seinen Hauptdarstellern lebt. Klasse Verschwörungskino.

20:15 Uhr Der Strohmann (BR)
Ich liebe Woody Allen. Zwar führt er hier keine Regie, dennoch ist auch Der Strohmann Pflichtprogramm für Allen Narren wie mir. Bissige Satire auf das Hollywood in der McCarthy Ära.

20:15 Uhr Gangs of New York (Pro7)
Herrlich ausgestatteter Kostümfilm über die Kindertage der Weltmetropole. Bei weitem kein inhaltliches Meisterwerk und seinen Hauptdarsteller unterfordernd. Die banale Rache und Liebesstory kann trotzdem punkten. Empfehlenswert. Ich bekomme es jedoch trotzdem nicht auf die Reihe warum DiCaprio sich seit Titanic hauptsächlich mit Belanglosem, dem er allein durch seine Anwesenheit etwas Glanz verleiht, beschäftigt. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dieses Jahr ist er in zwei neuen Filmen zu sehen.

21:50 Uhr Der Tag der Heuschrecke (BR)
Nein, kein Wirtschafts- oder Bibelthriller. John Schlesinger zeigt bildgewaltig die traurige Seite Hollywoods. Der Bayrische Rundfunk ist heute aber auch so etwas von gemein zur Traumfabrik.

22:05 Uhr Jeepers Creepers (RTLII)
Victor Salva sorgt mit ganz einfachen Mitteln für Gänsehaut bei den Geschwistern Darius und Trish. Vom Anfang an spannend, auch wenn das Ende leicht trashig wirkt. Böser kleiner Teeniehorror.

22:55 Uhr Frenzy (ARD)
Später Hitchcock mit dem Krawattenmörder. Hart, verdammt böse, witzig und vielleicht Hitchcocks unterschätztester. Daumen hoch!

23:15 Uhr American History X (Pro7)
Mein Gott, jetzt ist der Film auch schon 10 Jahre alt. Ein weiterer, der von der Kritik oftmals missinterpretiert wurde. Dabei ist die Intention der Geschichte um den Neonazi Derek und seinen Bruder so klar wie Kloßbrühe. Furlong und Norton spielen herausragend, Beverly DeAngelo als Mutter der beiden haut einen jedoch einfach um. Muß man gesehen haben.

00:00 Uhr Hitcher, der Highway Killer (K1)
Rutger Hauer! Ansonsten klicke Filmtitel. Trotz später Stunde leider nur die FSK 16 Fassung. Kann ich jetzt eigentlich gar nicht mehr so richtig empfehlen, da das Ende fehlt.

00:05 Uhr Im Reich der Sinne (Tele5)
Skandal! Beschlagnahmung! Pornoalarm! Dabei eher verstörendes Beziehungsdrama in dem die Protagonisten bis zur Selbstzerstörung ihrem Verlangen nachgehen. Mit Pornographie hat dies in etwa soviel zu tun wie Stallones neuestes Kinowerk mit einem Bürgerkriegsdrama.

03:45 Uhr Abbuzze! (K1)
Badesalz baden den Zuschauer in ihrer bissigen und schrägen Art mit den skurrilen Unwegbarkeiten des hessischen Kleinbürgertums. Nicht daß dies nicht auf die ganze Republik übertragbar wäre.

Sonntag 23. Februar

20:15 Krieg der Welten (Pro7)
Eigentlich war H.G. Wells Roman ja eine Satire auf die Kolonialpolitik des Empires. Damit lockt man aber heute keine Sau mehr hinterm Ofen her geschweige denn ins Kino. Deshalb ließ Spielberg auch jedweden politischen Kontext beiseite und erzählt die Geschichte allein aus dem subjektiven Blickwinkel eines Familienvaters. Da Tom Cruise sich jedoch auf Oprah Winfreys Couch ein wenig seltsam benahm und auch so viel komisches über ihn in der Presse zu lesen war ließ das Puplikum kein gutes Haar an diesen düsteren, zum Ende hin ziemlich spielbergtypisch kitschigen Sci-Fi Knüller. Die FX sind, wie von Spielberg erwartet, phänomenal. Kamera und Sound umwerfend. Dakota Fanning spielt sensationell. Vielleicht der kompromißloseste Spielberg überhaupt. Ich habe hier nur ein paar Zeilen, deshalb einschalten. Der Höhepunkt an diesem Wochenende, auch wenn Mainstreamer anderer Meinung sind.

20:40 Uhr Jenseits von Afrika (Arte)
Herzzerreißender Romantikkitsch mit Starensemble. 7 Oscars unter anderem für den besten Film, Regie, Musik und Kamera heimste Sidney Pollacks Verfilmung der Memoiren der dänischen Schriftstellerin "Tania" Blixen ein. Streep, Brandauer und Redford sorgen für melodramatische Stunden in Afrika. Von einer ganzen Generation Männern mindestes so gehaßt wie von der nächsten Generation Titanic. Klasse.

22:30 Uhr Knockarund Guys (Tele5)
Netter kleiner Neomafia Flick. Die Sopranos lassen grüßen ohne daß deren Qualität erreicht wird. Auf jeden Fall einen Blick wert, denn das sind Hopper, Malkovich, Pepper und nicht zuletzt Vin Diesel (damals noch nicht ganz so dämlich) grundsätzlich.

Nein, Gothika um 22:30 Uhr auf Pro 7 kann ich nicht empfehlen. Halle Berry, seit ihrem Oscargewinn auf Mumpitz geeicht, macht neben Penelope Cruz eine ganz schlechte Figur. Was interessant anfängt entpuppt sich als äußerst konstruiertes Starvehikel, das am Ende mindestes so enttäuscht wie Kassovitz Erfolg Die purpurnen Flüsse.

Montag 25. Februar

Auch wenn Das Imperium der Wölfe um 22:15 im ZDF ganz interessant erscheint, es kommt nichts was es wert wäre einen Gedanken daran zu verschwenden.

Dienstag 26. Februar

22:10 Uhr Copykill (WDR)
Ich mag Sigourny Weaver. Ich mag Holly Hunter. Ich mag Serienmörderthriller. Auch wenn der Film selbst eine freche Kopie der bekanntesten Genrevertreter ist, hier wird natürlich eingeschaltet.

22:50 Uhr Die Ausgebufften (RBB)
Depardieu, Miou-Miou und Patrick Dewaere scheißen aufs Bürgertum und lassen ordentlich die Sau raus. Damals wie Heute amüsant und trotz Schnitt ab 18! Der Film, der Depardieu zum Weltstar werden ließ. Also Pflicht.

23:00 Uhr Super Size Me (NDR)
Wer hier eine objektive Doku über das Phänomen Fastfood erwartet wird enttäuscht. Polemik und Michael Moore Stil herrschen in diesem dennoch amüsanten Selbstversuch. Darauf einen McRib im Maxi Menü.

Egomania um 03:00 Uhr auf Arte? Schlingensief und Udo Kier? Könnte lustig sein. Ich weiß es nicht.

Mittwoch 27. Februar

22:25 Uhr Runaway (Das4.)
I Robot ohne Will Smith in der 80er Jahre Variante mit Tom Sellek und Gene Simmons!! I was made for Loving You, Baby... I was made for Loving You, Baby... Wird natürlich geguckt.

23:00 Uhr Schnappt Shorty (SWR)
Der Film entäuschte bei seinem Erscheinen ein wenig. Jeder erwartete aufgrund John Travoltas etwas ähnliches wie Pulp Fiction. Ist natürlich Quatsch und die Satire von Barry Sonnenfeld äußerst eigenständig. Später sollte Sonnenfeld mit Men in Black so richtig abräumen, der ist aber nicht mehr so witzig... Alles klar?

23:40 Uhr Velvet Goldmine (BR)
Christian Bale sucht in den 80ern einen in den 70ern "verstorbenen" Glamrockstar. Das ist nicht nur schräg weil Ewan McGregor als ständig zugedröhnte Iggy-Pop Kopie zu sehen ist. Nur nicht zu ernst nehmen...

Donnerstag 28. Februar

20:15 Uhr Diamantenfieber (HR)
Wenn ich einen Bond empfehle kommt entweder gar nichts oder es handelt sich um meinen Lieblingsbond. Connery spielt lässig was das Ganze zusammen mit den Mördertunten dann schon fast zu einer Persiflage werden läßt. Wahrscheinlich deshalb einer der unbeliebtesten unter den Fans. Ich bin kein Fanboy, deshalb Daumen hoch.

23:25 Uhr Die Eroberer (Das4.)
Irgendwann in meiner Kindheit, ich muß so ungefähr 11 oder 12 gewesen sein, Videorekorder waren noch ein echtes Statussymbol, sah ich den Film mit einem Kumpel heimlich nach der Schule. Für uns war das alles Bruce Lee und wir waren hin und weg. Bruce Lee hat hiermit aber gar nichts zu tun. Schwerter, Kung Fu, Kostüme, Hong Kong. Jetzt sollte alles klar sein.

Freitag 29. Februar

So gehaltvoll wie die Woche begann endet sie auch.

20:15 Uhr The Green Mile (RTLII)
Einer der wenigen King Verfilmungen, die mir gefallen. Ein wunderbares Statement gegen die Todesstrafe. Ergreifend, böse, liebevoll, zu Tränen rührend, ab und an die Grenzen zum Kitsch überschreitend. Keine Sekunde zu lang.

22:05 Uhr Fargo (Tele5)
North Dakota, Minnesota, Schnee, tiefste Provinz. Genau hier, wo die Leute Gunderson oder Lundegaard heißen, plazieren die Coens ihren schwarzhumorigen Thriller(?) um einen bankrotten Autohändler, der seinen Schwiegervater um eine Million Dollar bringen will. Die ganze Inszenierung ist so gelassen wie die Gegend in der sie spielt. Die Darsteller, allen voran Frances McDormand, sind umwerfend. Die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert, ist natürlich rein fiktiv. Damit sollte alles gesagt sein.

Mehr Tipps gibt es wie immer beim Probek. Ich habe auf seinem Blog letztens gelesen, daß er sich sogar schon einmal tätowieren lassen wollte, sich aber nicht wirklich getraut hat. Witzig;-) (Sein Post im allgemeinen)

Größt anzunehmender Unfall

Ich bin ja kniepig. Ach nee, ich möchte nur kein Premiere Abo abschließen weil Schalke gerade in der Champions League im Achtel Finale spielt. Das wird auch in Zukunft so bleiben, selbst wenn Schalke regelmäßig CL spielen sollte. Kneipe, Freunde, P2P, Stadion oder halt das Radio sind bei mir angesagt. Gestern waren Kneipe, Freunde und Stadion keine Option, also dachte ich der WDR Event wird es richten und gut ist. Bei der Gelegenheit wollte ich die Fernsehtipps für die nächste Woche vorbereiten. Aber erstens kommt es ja anders und zweitens als man denkt.

Der WDR stellte Sabine Töpperwien ab um vom 100. Europapkalspiel der Schalker zu berichten. Ich finde Sabine Töpperwien ist sehr kompetent, liebt den Fußball und sie ist auch nicht gerade unsympathisch. Doch leider läßt mich ihre Stimme jedesmal erzittern, wenn sie von Spielen mit Schalker Beteiligung berichtet. Meistens sieht Schalke in diesen Spielen nicht sehr gut aus und verliert. Ob dies jetzt statistisch belegbar ist oder nicht, spielt für mich keine Rolle. Ich empfinde es halt so und das reicht dann ja auch um schlimmste Befürchtungen in mir zu beschwören.

Da ich in Sachen Fußball auch gerne einmal ein wenig abergläubisch bin, entschloß ich mich dann doch auf die Chinesen zurückzugreifen. Schnell war der entsprechende Link gefunden und Schalke - FC Porto flimmerte in guter Qualität und mittels stabilen Stream über mein LCD. Aber das größte war, daß der Stream ohne jeglichen Kommentar daherkam. Einfach nur Bild und Stadionton. Genial! Kein nervender Laberkopf, der einem, der Stadionfußball gewohnt ist, das Spiel vermiest.

War dann ja auch eine spannende Geschichte, dieses Spiel. Nach anfänglicher Überlegenheit der Schalker gewann der FC Porto immer mehr Spielanteile. Doch Schalke setzte nach, kämpfte um jeden Meter und erspielte sich gute Chancen in der ersten Halbzeit. Das 1:0 erlebte ich leider noch im Radio. Aber generös wie die Chinesen sind, wurde es mir in der Halbzeit nachgeliefert. An die Vorbereitung der Fernsehtipps war schon lange nicht mehr zu denken. In der zweiten Hälfte gab es viele Unterbrechungen und man merkte, daß die Schalker in der ersten Hälfte an ihre Grenzen gegangen sind. Und dann gab es die Szene, die den GAU einleiten sollte. Ein Porto Spieler fummelt Asamoah ständig am Nacken rum, Asamoah fällt darauf rein und anstatt einfach wegzugehen schlägt er mit dem Ellenbogen nach hinten. Der Provozierer fällt daraufhin in Laiendarsteller Qualität zu Boden, hält sich das Gesicht. Wie von der Tarantel gestochen springe ich von der Couch auf. Zum einen weil ich mich über Asamoahs Dummheit ärgere und zum anderen in der Gewißheit, daß der Stream bestimmt ein oder zwei Minuten verspätet bei mir ankommt. Ich möchte also sofort wissen ob Asamoah die Rote Karte für diese dumme Aktion bekommen hat. In der Hektik stoße ich natürlich mein Glas Wasser um, dessen Inhalt sich natürlich im vollen Umfang über meine komplette Tastatur verteilt. Arrrrrghhh. Mein Handy kann ich gerade noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone retten.

Die Tastatur drehe ich sofort um und das Wasser läuft nur so aus ihr heraus auf den Teppich. Ist ja zum Glück nur Wasser und kein Rotwein oder klebrige Cola. Das Fußballspiel interessiert mich in diesem Moment überhaupt nicht nicht mehr. Aber nebenbei bekomme ich noch mit, daß der Schiedsrichter zum Glück nicht der dümmste ist und die Sache auf sich beruhen läßt. Handtuch, Fön, vielleicht ist noch etwas zu retten. Aber erst einmal schaue ich noch das Spiel zu ende.
Es blieb ja auch noch in der Endphase ein Herzinfarktrisikofaktor. Das knappe 1:0 konnte aber über die Zeit gebracht werden. Ich war glücklich.

Doch meine mittlerweile 6 Jahre alte Logitech Cordless Desktop MX was weiß ich Tastatur ist dahin. Die Hochstelltasten liefern ein Y, andere Tasten nehmen überhaupt kein Signal mehr an. Echt ärgerlich, ich hatte mich doch so an sie gewöhnt. Sauberer Anschlag, gute Ergonomie, fette und gut zu bedienene Mediatasten. Alles was mein Herz begehrt. Sie liegt jetzt im Schrank. Ich lasse sie noch einmal eine Woche trocknen bevor ich den nächsten Reanimationsversuch starte.

Bis dahin erledigt der heute Mittag neuerworbene Ersatz seine Arbeit auf meinem Schreibtisch. Er hat noch nicht einmal ein Siebentel der Anschaffungskosten meiner geliebten alten gekostet. Sieht auch ganz schick aus und während ich diese Zeilen schreibe, bin ich schon gar nicht mehr so traurig. Kann sein, daß ich auf die geplanten Reanimationsversuche verzichte. Nein wirklich, das Tippen geht flott von der Hand. Vielleicht muß ich mich noch an die kürzeren Anschläge gewöhnen. Die neue Tastatur wird ihrem Namen gerecht und ist sehr leise. Wer es wissen möchte. Speed Link Silent Keystroke Blue. Ist irgendwie, als steigt man von seinem 20 Jahren alten Benz auf einen nagelneuen Toyota um. Ungewohnt, aber gar nicht mal so schlecht.

Auflagenorientierter Auflagenjournalismus


Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung mit Hauptsitz in Essen versucht seit Monaten ihre Auflage im östlichem Ruhrgebiet, oder deutlicher gesagt im Dortmunder Raum, zu steigern. Neben einschneidenden Änderungen im Lokalteil bemüht sie auch subtilere Taktiken um ihr Ziel zu erreichen. Dazu gehört ein merklich strengerer Umgang im Sportteil mit dem FC Schalke 04 und ein gnädigerer mit der Borussia aus Dortmund. O.K. damit kann man als langjähriger Abonnent leben, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann und seine Sportnachrichten auch anderwärtig zu besorgen weiß.

Das Frühstück fällt mir aber aus dem Gesicht, wenn ich den heutigen Artikel über das heutige Champions League Spiel gegen den FC Porto lese. Einen derartig unergiebigen Bericht habe ich selten zur Morgenlektüre vorgesetzt bekommen. Einziger Inhalt. Marcello Bordon hat schlechte Laune, Asamoah möchte zu Null spielen, Slomka verspricht Kampf und Finanzchef Schnusenberg ist geldgierig wie Dagobert Duck.

Wo bitte sind die Informationen, die ich mir nach der letzten Niederlage Schalkes nicht selbst denken kann? Informationen über den Gegner FC Porto, die möglichen Mannschaftsaufstellungen. Die Vorstellung des Trainers, der Mannschaft, des Vereines, seiner Fans. Über Schalke wissen wir schon genug, deshalb wären ein paar Infos zum Gegner umso interessanter gewesen.

Was für einen Sinn hat ein Sportartikel, der auf ein anstehendes Spiel so oberflächlich eingeht, daß man die halbe Seite auch in einem Satz zusammenfassen kann ohne etwas wegzulassen? Ist kritischer Journalismus auch gleich guter Journalismus, wenn man nur über die Depressionen berichtet und den Blick nach vorn völlig außer acht läßt?

Ich meine man sollte das Objekt seiner Liebe nicht ständig mit dem Schlamm der Vergangenheit bewerfen, nur weil man selbst enttäuscht wurde. Wie soll eine Schalker Mannschaft eigentlich einmal wirklich weiter kommen, wenn sie ständig mit ihrem Versagen in ihrer Vergangenheit konfrontiert wird? Das heutige Champions League Spiel ist das 100. im Europacup. Eigentlich ein Grund zum feiern. Ein Kopf hoch und der Blick nach vorne wären für den heutigen Abend wohl angebrachter als ständiger Pessimismus, wie er heute im Artikel Wolfgang Kerkhoffs überdeutlich zu erkennen ist.

In diesem Sinne Glück Auf!

Wolfsburg, Wooolfsburg, Woooooooolfsbuuuurg! Arrrrrghhhhh!!!


Ich kann es nicht mehr sehen, dieses Schalker Unvermögen gegenüber der unsymphatischsten Truppe seit Bestehen der Bundesliga.

Mittlerweile schaffen die Knappen noch nicht einmal mehr als ein Unentschieden in drei Begegnungen gegen den Retortenverein aus dem Zonenrandgebiet. Zwar kann man den Schalkern an sich kein schlechtes Spiel vorwerfen, doch waren gerade Kuranyi, Asamoah und Lövenkrands insgesamt zu schwach um gegen die kompakt stehende Abwehr der Wolfsburger etwas ausrichten zu können. Kobiaschwili gegenüber Jones zu harmlos. Westermann im Abschluß zu ungenau. Vielleicht wollte man zuviel nach der verdienten jedoch auch glücklichen Führung durch Sanchez, der nach seinem Treffer auch nicht mehr wirklich Akzente setzen konnte.

Ein Freistoß im Mittelfeld leitete dann den superben Spielzug, der zu Wolfsburgs Ausgleich führte ein. Ein schöner Pass in den Strafraum läßt Schalkes Abwehr ganz alt aussehen, Rafinha rutscht aus und Grafite kann den Ball ohne weitere Gegenwehr ins Netz befördern. Neuer ist in der Szene chancenlos. Kann immer einmal passieren, in Anbetracht der zuvor ausgelassen Chancen Schalkes, die auch gut und gerne schon mit zwei Toren hätten führen können, umso ärgerlicher. Schalke drückte weiter aufs Gaspedal, wollte unbedingt wieder die Führung. Doch zu unpräzise war das Spiel im Mittelfeld und im Sturm. Wie ich das hasse. Und so nutzten die Wolfsburger, die trotz optischer Unterlegenheit eine konzentrierte Leistung ablieferten, einen weiteren Konter. Der zuvor eingewechselte Dzeko taucht allein vor Neuer auf, der nur noch die Beine des Wolfsburgers Spielers trifft. Elfmeter. 2:1 für Wolfsburg. Ich schalte ab.

Ich weiß nicht wie oft Schalke in den letzten beiden Jahren das eigentlich bessere Spiel macht und trotzdem mit leeren Händen da steht. Warum kann man nach einer späten Führung nicht einfach mal das Tempo aus dem Spiel nehmen. Ein 1:0 gegen Wolfsburg reicht. Muß man da wirklich noch wie ein Berserker auf ein 2:0 drängen? Zumal die Stürmer heute nicht wirklich gut drauf waren und Wolfsburg gegen eine formierte Schalker Defensive nicht wirklich etwas ausrichten konnte. Finden des Trainers Anweisungen auf dem Platz kein Gehör oder ist es Slomkas Taktik, die letzten 20 Minuten trotz Führung hinten Harakiri zu spielen? Für dieses Wochenende habe ich erst einmal fertig mit Fußball. Diese Niederlage tat mal so richtig weh.

Filmrätselstöckchen # 805

Yjgalla fragte gestern nach Titan A.E.. Da ich Anju keine Chance ließ gibt es hier ab 15:00 Uhr das nächste Rätsel. Viel Spaß!













Auch wenn ihm durch manchem Kritiker nichts als Oberflächlichkeit attestiert wurde, The Descent bleibt ein kleiner aber feiner Verdrängungshorror. Natürlich macht das ganze nachdem das Böse erst einmal gezeigt wurde nur noch halb so viel Spaß. Warum sollte der Film sich da von seinen Genrekollegen großartig unterscheiden? Es gibt bessere Horrorfilme, die nahezu ohne Blut ebenso spannend daherkommen. Doch es gibt auch eine ganze Reihe Filme, die als Meisterwerk gelten und nicht halb soviel Spannung mit sich bringen wie The Descent. Anju hat ihn ermittelt. Wer, wo und wann? Wie immer in den Kommentaren.

Arbeit für den Rekorder - 16. bis 22. Feb 2008

Samstag 16. Februar

Zwar kann man Die Vergessenen um 20:15 Uhr auf Pro7 ruhig schauen und auch Aimee & Jaguar zur gleichen Zeit auf Das 4. können ganz gut unterhalten, so richtig gut wird es aber erst ab

00:00 Uhr Gegen die Wand (RBB)
Fatih Akin ist momentan einer der besten, wenn nicht sogar der beste deutsche Regisseur. Seine Geschichten wie seine Protagonisten entstammen dem Leben. Eine Scheinehe wird zu einem aufwühlenden Drama, Green Card mal in ernst. Preisgekrönt und ein absolutes Muß an diesem Samstag.

00:05 Uhr Highway Psychos (Pro7)
Für Radha Mitchell läuft der Tag als Besitzerin eines Diners nicht gerade optimal ab. Wer ist der Gute, wer der Böse? Absolut gut gespielter und spannend inszenierter Down Under Thriller. Der Original Titel kommt der ganzen Sache viel näher. When Strangers Appear.

01:05 Vertigo (Vox)
Hitchkock dreht die Spannungsschraube bis zum Anschlag. James Stewart trifft eine Tote, die er einst liebte. Neben Die Vögel und Psycho wohl Hitchkocks bekanntester Film und auch zurecht als Meisterwerk bezeichnet.

Sonntag 17. Februar

Chef Fernsehnörgler Oliver Kalkofe zeigt mit Der Wixxer um 20:15 Uhr auf Pro 7, daß er selbst nur dämlichsten, albernsten und unlustigsten Schrott in schlechtester deutschester Sat1 Fun Freitag Manier schreiben kann. Und das ganze ist dann auch noch im Kino erfolgreich. Unglaublich.

Wenn man sein Gehirn abstellt könnte man sich vielleicht Sahara um 20:15 auf RTL anschauen, außer Matthew McConaughey und Penelope Cruz hat der Film aber eigentlich wirklich nichts zu bieten. 80er Jahre Kino aus dem Jahre 2005, überflüssig wie ein Kropf.

Auch die Tränen der Sonne um 22:10 Uhr auf Pro7 treibt mir die Tränen in die Augen. Wird hier doch vom Regisseur eine an sich rührselige Geschichte mit Potential zum Afrika Bürgerkriegsdrama zu einem Die Wildgänse kommen Abklatsch verwurschtelt. Traurig.

Genug gemeckert, denn Grund zur Freude gibt es doch noch.

00:05 Uhr The Limey (K1)
Steven Soderberghs Rachethriller überzeugt mit Terence Stamp, Peter Fonda und prallem Zynismus. Warum dreht Soderbergh mittlerweile eigentlich nur noch so einen Oceans Schrott? Er kann es doch eigentlich.

Update:
00:15 Uhr Judge Dredd (NDR)
Dank TheRudi noch gerade entdeckt. Ein weiterer Film der Sly all sein schauspielerisches Talent abverlangt. In naher Zukunft fliegen Hold (Sylvester Stallone) und Salesch (Diane Lane) auf Motorrädern durch Megacity. Doch plötzlich findet sich Hold selbst im Knast wieder. Eine Verschwörung? Bunt, naiv, vorhersehbar. Max von Sydow, Jürgen Prochnow und eine ganze Reihe weiterer Kinomonstrositäten runden den Comic Spaß ab. Einschalten!

Montag 18. Februar

22:15 Uhr Spy Bound (ZDF)
Manche Filme leben nur von ihren tollen Bildern, schönen Darstellern und der dazu passenden Musik. Wenig Dialog, dafür umso mehr Stil bietet dieser französische Thriller. Vincent Cassel und Monica Bellucci sehen wie immer gut aus in diesem Agentenfilm um Verrat und Waffenhandel.

Dienstag 19. Februar

Wir können ganz uns gar auf die Champions League konzentrieren.

Mittwoch 20. Februar

20:15 Uhr Sophie Scholl (ARD)
Oscar nominierter Film über den Schauprozeß gegen drei deutsche Studenten, die in den Jahren 1942 und 1943 per Flugblätter zum passiven Widerstand gegen die Naziregierung Deutschlands aufriefen. Das Drehbuch basiert auf den originalen Verhörprotokollen der Gestapo. Zurecht mit dem silbernen Bären, dem deutschem und dem europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Auch dieser Film ist ein absolutes Must have Seen!

23:15 Uhr Roter Drache (K1)
Michael Mann war der erste, der Thomas Harris Hannibal Lector auf die Kinoleinwand brachte. Neben Das Schweigen der Lämmer, die wohl beste Adaption der Thrillerreihe. Mann schafft es mühelos die bedrohliche Atmosphäre des Filmes auf den Zuschauer überspringen zu lassen. Bis es zum großen Finale kommt, baut Mann die Spannung langsam aber stetig auf ohne den Faden zu verlieren. Ein absoluter Topfilm, der für das Mainstreampublikum 1986 dann doch ein wenig zu modern und subversiv daherkam.

Donnerstag 21. Februar

20:15 Uhr Flashback (Tele5)
Aber auch nur weil heute ansonsten gar nichts in der Glotze läuft. Kiefer Sutherland ist der FBI Agent, Dennis Hopper der Althippie, der eine längst verjährte Gefägnisstrafe freiwillig absitzen möchte. Das endet natürlich im Chaos und unterhält trotz zweifelsfreier Belanglosigkeit dann doch bis zum Schluß. Nett.

Freitag 22. Februar

20:15 Uhr T(r)icks (Pro7)
Eigentlich laden die Namen Ridley Scott und Nicolas Cage ja eher zum abschalten als zum einschalten ein, doch dieses kleine Gaunerdrama mit komödiantischen Anlagen überzeugt auf ganzer Linie. Es fällt schon auf, daß Cage immer dann gut ist, wenn er keine Helden spielt. Daß Scott hier eine ordentliche Leistung vollbringt liegt wohl eher daran, daß die Geschichte keinen Raum für Tränen rührenden Pathos läßt.

00:05 Crocodile (Arte)
Ganz böse melancholischer Film aus Südkorea von Kim Ki-Duk. Der obdachlose Crocodile lebt von den Habseligkeiten der im Han-Fluß ertrunkenen. Die Außenseitergeschichte verstört durch Momente roher Gewalt. Der Gewalt jener, die sich anders nicht auszudrücken wissen. Vielleicht nicht jedermanns Sache, doch ein ganz starkes Stück radikales Kino.

Tagesaktuelle Fernsehtrüffel gibt es wie immer beim Probek.

Pimp your Windows

Mac OS X bietet eine Funktion, die läßt jeden Windowsbenutzer einfach vor Neid erblassen. Nein, nicht die schickeren Icons oder die auf dem erstem Blick elegantere Oberfläche. Ich spreche von der wirklich praktischen Schnellstartleiste; in Apples Welt Dock genannt.



RocketDock heißt die Software, die unter Windows nahezu alle Möglichkeiten des Originals bietet. Der Download ist kostenlos, genauso wie die Tonnen von schicken Alternativ Icons und anderen Gimmicks, die die Punk Labs zur Verfügung stellen. Ausprobieren, es lohnt sich!

Eigentor

Ganz großer Sport auf Youtube. Das Video. Der Kommentar. Die Antwort.


Dicke Dinger updated

Es war der bisher schönste Spieltag der Saison. Der 19. der Saison 2007/2008. Nein, nicht für Bayern, Stuttgart, Nürnberg, Bremen, Duisburg, Bochum, Bielefeld, Leverkusen oder Hamburg. Und auch nicht für die Mannschaft aus Cottbus, die in Bochum sensationell aus einem 3:1 Rückstand in den letzten verbleibenden knappen 20 Minuten noch Unentschieden herausspielt. Noch nicht einmal für die Hertha, die in Stuttgart ihren ersten Auswärtssieg der Saison feiern durfte und sich einen ganz kleinen Puffer auf die Abstiegsplatzkandidaten erspielen konnte. Daß Wolfsburg und Frankfurt ihre Heimspiele gewinnen, geschenkt.

An diesem Spieltag zählt nur der Schalker Sieg in Dortmund. Nach der ganzen Häme in der letzten Saison, nach der holprigen Hinrunde, dem ganzen Ärger mit einer 19 jährigen Diva. Spieler des Tages ist ganz klar Gerald Asamoah. Selbst von einigen Schalkern aufgrund seiner technischen Defizite geschmäht, zeigte er, daß man auch mit Wille und Einsatz Spiele gewinnen kann. Ein ganz großes Ding gelang ihm gestern mit seiner Leistung im Derby und dem Verein mit seiner Weiterverpflichtung in der letzten Woche. Und noch so einer, der in der Bundesliga unterschätzt wird, dessen spielerische Fähigkeiten oftmals auch vom eigenen Anhang geschmäht werden, machte sein Ding. Fabian Ernst schoß sein erstes Tor für Schalke. Und was für eins.



Update:

Mut machen

"Statistik: Hinspiel 1:4. Das 2:0 der letzten Saison beendete eine Durststrecke von sieben Heimspielen ohne BVB-Sieg gegen Schalke (davor 1998/99 3:0). Es gab aber auch Zeiten, da Dortmund mit 7:0 (1965/66) und 6:2 (1966/67) gewann. Bilanz: 17-10-8, 64:37 Tore."

Der Kicker macht den Dortmundern Mut. Muß ja auch mal sein.

Filmrätselstöckchen # 803

Es ist nicht tot zu kriegen, dieses verdammte Filmrätselstöckchen. Beim Probek erkannte ich sofort Kill Bill. Naja, Thomas hatte ihn wohl auch schon identifiziert, wollte die Sache aber wohl ein wenig spannender machen. Doch dieses mal gab es von meiner Seite aus keine Gnade und so findet hier pünktlich um 12 Uhr Mittag ein neues Rätsel statt. Viel Spaß!













Thomas erkannte schließlich David Cronenbergs wirklich kontroversen Beitrag zum Thema Thema Fetisch. Crash war gesucht. Meisterhaft inszeniert, superb von seinem Cast dargestellt, dennoch wahrlich kein Unterhaltungsfilm. So gehen auch die Meinungen der Kritiker sehr auseinander. Er ist definitiv einer der Filme, die man nicht lieben kann, die einen gewissermaßen abstoßen, denen dennoch eine Art unerklärliche Faszination nicht abzusprechen ist. Das Stöckchen ist übrigens frei. Schnappt es Euch!

Arbeit für den Rekorder - 9. bis 15. Feb 2008


Samstag 9. Februar

22:40 Uhr Ein andalusischer Hund (3Sat)
Bunuel und Dali hecken einen echten (Alp)Traum aus. Und wer glaubt Lucio Fulci sei der erste, der im Kino ein Auge mit einer Rasierutensilie malträtierte, der wird hier eines besseren belehrt. Ich weiß echt nicht auf was für einen Trip sich Bunuel und Dali damals befanden, aber mit Matetee ist so etwas nicht auszudenken. Die 15 Minuten Kurzfilm sollte man in keinem Fall verpassen, denn der Hund ist wirklich ein Klassiker.

22:50 Uhr Saw (Pro 7)
Den ersten Teil der Serie darf man noch schauen ohne sich dafür schämen zu müssen. Zwar sorgt das Drehbuch für so manches Plothole, insgesamt siegt jedoch die Spannung.

00:15 Uhr 21 Gramm (WDR)
Ein einzelner Unfall verändert schlagartig das Leben dreier Personen. In ästhetischen Bildern erzählt uns Hundeliebhaber Innaritu wieder einmal eine Geschichte um Liebe und Tod. Menschen mit einer Abneigung gegenüber nicht chronologisch erzählten Geschichten verlassen bitte den Ort der Vorführung. Alle anderen freuen sich über einen guten Film mit Naomi Watts, Sean Penn und Benicio del Toro.

Sonntag 10. Frebruar

12:00 Uhr Die kleine Meerjungfrau (KIKA)
CSSR 1975. Mein Gott, was der KIKA so alles rauszukramen vermag. Frühaufsteher mit Hang zum Märchenfilm schalten natürlich ein. Ist doch klar.

17:20 Uhr Big Trouble in Little China (K1)
Ein weiteres Märchen. Diesmal vom Horroravangardisten Carpenter inszeniert. Herrlich diese chinesischen Dämonen, Geister und Magier. Kurt Russel darf die Sau raus lassen, Kim Cattrall darf blendend aussehen und der Zuschauer darf sich gut unterhalten. Klasse 80er Jahre Kino.

Zwar bietet RTL mit Van Helsing um 20:15 Uhr auch einen Märchenfilm, der ist jedoch alles andere als märchenhaft. Stattdessen ermüden dämliche Dialoge, dämliche CGI und ein noch dämlicheres Drehbuch.

Montag 11. Februar

20:15 Uhr Unternehmen Capricorn (Tele5)
Die Mission to Mars, die gar nicht erst startet. Spannender Film für Verschwörungstheoretiker, für alle anderen aber auch.

21:00 Uhr Verhängnis (ARTE)
Wenn der Vater mit des Sohnes Verlobter... kann das schon mal zu einem Verhängnis werden. Malle inszeniert ein düsteres Drama um ein verbotenes Verlangen.

00:35 Uhr Panzerkreuzer Potemkin (MDR)
Ja, ich weiß. Noch sonne olle Kamelle. Aber Pustekuchen, Kamera und Schnitt sind immer noch atemberaubend, die Inszenierung sowieso. Noch so ein echter Klassiker.

Dienstag 12. Februar

22:10 Uhr Atemlos (WDR)
Alle Argumente die gegen diesen Film sprechen könnten (und da gibt es einige) werden durch einen einzigen Namen ausgehebelt. Valerie Kaprisky. Da ist es noch nicht einmal weiter schlimm, daß Richard Gere auch mitspielt. Ein 80er Jahre Flick, der gerne immer wieder gesehen wird.

Mittwoch 13. Februar

Die fade Mission to Mars um 20:15 Uhr auf Kabel1 schenken wir uns, denn wir warten auf

23:00 Uhr Ein mörderischer Sommer (SWR)
Isabelle Adjani verdreht nicht nur den Männern im Film den Kopf. Was als leichte Sommerkomödie beginnt, endet als geheimnisvoller und faszinierender Psychothriller.

Donnerstag 14. Februar

Ob der Feind in meinem Bett um 22:15 Uhr auf Vox uns davon abhalten kann den Kinostart von John Rambo (Vorsicht Botox!) oder There will be Blood nicht zu verpassen? Ich glaube es nicht...

Freitag 15. Februar

20:15 Uhr Red Planet (RTLII)
Mein Gott was für ein Schmarrn. Aber guter Schmarrn. Wenn am Ende der Held auf einer alten russischen Sonde/Rakete? in den Orbit geschossen wird, na dann ist eh schon alles egal. Edeltrash der bestens unterhält, sofern man sein Gehirn ausschaltet und ein Faible für den Roten Planeten hat.

21:30 Uhr Prinzessin Mononoke (SuperRTL)
Wenn Krieger Ashitaka mit der mit den Wölfen lebenden San den Wald rettet, dann haben wir es mit einem astreinen Ökomärchen von Hayao Miyazaki zu tun. Zauberhaft!

22:40 Uhr Mulholland Drive (3Sat)
David Lynch verpackt seine Erlebnisse im Filmgeschäft in ein einziges Rätsel um Schein und Sein. Natürlich wird nichts wirklich aufgelöst, die einzelnen Szenen stehen für sich, ergeben zusammenhängend jedoch einen Alptraum der Identitätsfindung. Wem Lost Highway schon zu anstrengend war, der sollte hier erst recht das Weite suchen. Herausragend!

Promotion: Trüffelsucher Probek hat noch mehr tagesaktuelle Tipps auf Lager.

Heul doch!

Der Trainer hat da was ganz schlimmes aufgedeckt!

Länderspiel Osterlitsch - Tomanien 0:3

Am Ende hielt der Arm vom Lehmann obwohl Prödl eine Duftmarke setzen konnte. Wieder reingekämpft und sicher nach Hause gefahren. Am Ende steht Versöhnung als Überschrift, denn sie haben es wieder hingebogen, sie haben es hingekriegt. Sie wußten ja, daß sie noch ne Schippe drauflegen müssen, da muß der Trainer nicht viel sagen.

Und gleich kommt noch der Waldi, da wird es auch nicht besser. Muß unbedingt mal wieder ins Stadion.

Noch so ein Jugendtrend

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Das was man schon überall gelesen hat - Hier nur kompakter und voll direkt

Freitag: Ribery und Toni schießen zwei sehr schöne Tore. Für Rostock reichts.

Samstag: Cottbus sieht sich als Opfer einer Verschwörung, Karlsruhe gewinnt gegen Tschechien, Hamburg wird kein Meister, Bielefeld bleibt Bielefeld, Dortmund spielt unentschieden und gewinnt.

Sonntag: Özil sitzt auf der Bank, Werder verliert trotzdem. Gelsenkirchen gewinnt mit 3 Toren Unterschied, überlegt aber demnächst die Trikots an den Hosen fest zu tackern. Die Fifa ist darüber wahrscheinlich not amused, Slomka schenkt Kuranyi Dr. Kawashimas Gehirn Jogging und läßt die Sache auf sich beruhen.

Hellau, dear friends!

Deutschlands sympathischstes Mitglied der Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund feiert kräftig mit.

The 30-Second Bunnies Theatre

Alien, Superman, Brokeback Mountain, Titanic, King Kong, SAW, The Grudge, Jaws, Kill Bill, Pulp Fiction, TX Chainsaw Massacre, Freddy vs. Jason, Highlander und und und!

Kann man alle an einem Abend schaffen.

Ehrlich...

Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten. >Klick<