Fast Forward >> Pusher

Frank geht es blendend, er hat alles im Griff auf Kopenhagens Straßen. Vertickt Koks und Heroin, gerne auch größere Mengen, bestimmt den Preis. Zusammen mit seinem Freund Tonny fährt er von Deal zu Deal. Zwischendurch geht es zu Franks Freundin Vic, bei der er die Drogen versteckt, und danach ist dann endlich Freizeit angesagt. Clubbing, Bar und Edelrestaurant. Manchmal reicht auch ein Videoabend mit seinem Kumpel. Als sich ein unerwartet gutes Geschäft ergibt, besorgt Frank die benötigten 200 Gramm Braunes von Milo, bei dem er aber eh schon mit 50.000 Kronen in der Kreide steht. Während der Übergabe am nächsten Tag wird er jedoch nach einer kurzen Flucht von der Polizei gefaßt. Das Heroin kann er zuvor gerade noch im Museumsteich entsorgen. Kein Stoff, keine Kohle um die Schulden zu begleichen. Es wird eng für Frank. Was sich im ersten Moment vielleicht wie eine weitere Post-Pulp Fiction Gangster Klamotte anfühlt, entpuppt sich nach kurzer Zeit als glänzendes Kleinkriminellen Drama, als Milieu Studie äußerst deprimierender Ausprägung, die all ihre Gewalt, ihre Figuren, die Auswegslosigkeit ihrer Geschichte trotz der auch ihr innewohnenden Gangsterfilm Klischees ernst zu nehmen versteht. Das gelingt dem Film vor allem durch seine Authentizität, die er nicht nur über die formale Seite der jederzeit glaubhaften Drehorte, die ihm die Großstadt Kopenhagen abseits ihrer Postkartenidyllen zur Verfügung stellt, zu transportieren weiß, sondern vor allem mittels seiner fantastisch in der Realität verankerten Charaktere. Die in ihrer Verzweifelung vor dem letzten Schritt dann doch eher ihre Mutter um Geld anpumpen, als daß sie zur Waffe greifen und eine Bank ausrauben. Kim Bodnia agiert anfangs des Films gar nicht mal soweit entfernt seiner Paraderolle des Haralds aus Lasse Spang Olsens Erfolgsgroteske In China essen sie Hunde. Doch spätestens wenn Frank auf dem Polizeirevier vom Verrat seines Kumpels Tonny - ebenfalls einprägsam von Mads Mikkelsen dargeboten, der einmal mehr beweist, welch Wandlungsfähigkeit er besitzt – erfährt, beginnt sich das Blatt zu wenden. Die aus zahlreichen Pulp-Krimis bekannte typische Kleinganoven Coolness weicht immer mehr der puren Angst des nach dem Ausweg Suchenden, dem ein Strohhalm nach dem anderen bricht. Wenn Frank dann gegen Ende des Films in der Höhle des Wolfs im Schaafspelz steht, ihm der kalte Schweiß auf der Stirn steht und seine große Klappe sich fast unmerklich zur wimmernden Stimme derjenigen gewandelt hat, denen er zuvor das Geld aus dem Leib geprügelt hat, erreicht Nicolas Windings Refns Film eine nur selten im Genre gesehene Dichte und psychologische Tiefe. Doch weiß der Däne diese im Finale seines Debutfilms noch einmal mit Leichtigkeit ohne großes Spektakel zu übertrumpfen. Beeindruckend.

8,5/10 Punkte

Neues aus Entenhausen

Ich hatte es ja schon letztes Jahr geschrieben, wie wichtig die Champions League Qualifikation für die Zukunft des FC Schalke ist. Nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern auch aus sportlicher. Denn die guten Spieler wird der Verein mit dem UEFA Cup auf längere Sicht nicht bei der Stange halten, ohne eine Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in keinem Fall behalten können. Da wunderte man sich doch schon ein wenig, daß für Rafinha nicht schon längst ernstzunehmende Begehrlichkeiten anderer Vereine vor der Sommerpause bekannt gegeben wurden. Ja, daß er sogar die komplette Saisonvorbereitung und die ersten Bundesligaspiele im Schalker Trikot absolvierte. Sein Ziel ist die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft im nächstem Jahr, seine Mitgliedschaft in der Selecao. Das kann er sich mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit abschminken, solange er auf Schalke spielt, obwohl Rafinha mit ziemlicher Sicherheit auch seinen Platz in der Mannschaft bei den ganz großen Europas finden könnte und würde. Wirklich hervorragende Außenverteidiger sind nicht nur in der Bundesliga eher Mangelware, sondern in ganz Europa.

Gerade mußte der vorschnelle Kicker, der bis heute morgen noch stur und bedrohlich auf seine gut unterrichteten Kreise vertraute, die Sensationsmeldung zurückziehen, die gestern Nachmittag für helle Aufregung in Teilen des Schalker Anhangs und den Sportredaktionen der Medienlandschaft sorgte. Rafinha wird nicht zum FC Bayern wechseln. Und egal ob Rafinha morgen doch noch zu Juventus Turin oder wohin auch immer wechseln sollte, die Meldung war und ist eine krasse Peinlichkeit für den ansonsten nach Seriösität gierenden Kicker. Der sich in der Vergangenheit eben nicht durch solch monströse Falschmeldungen hervortat und Spekulationen dem Boulevard überließ. Eine Ente ist das eine, der Umgang mit ihr das andere. Spätestens nach den frühen Dementi Christian Nerlingers und Felix Magaths am gestrigen Nachmittag, hätte die Redaktion zurück rudern müssen. Was sie vielleicht in ihrem Selbstverständnis mit dem Wechsel der Überschrift des entsprechenden Artikels tat. Dennoch war auch gestern abend noch in ihm zu lesen, daß Rafinha morgen früh an der Säbener als neuester Transfer Coup der Bayern vorgestellt wird. Nicht die Möglichkeit wurde vermeldet, sondern die Tatsache. Ich kann mich ärgern, daß ich keinen Screenshot der Meldung angefertigt habe, denn die Vehemenz, in der die Kickerredaktion ihr „Wissen“ an den Mann zu bringen versuchte, trotz aller Dementi, ist schon erstaunlich und in Anbetracht der wagen Artikel auf Bild.de und Co. (nicht daß die in solchen Dingen verläßlicher Informationspartner wären, ganz im Gegenteil) mehr als verwunderlich. Mittlerweile ist auch in den gestrigen Artikeln auf Kicker.de nichts mehr von der gestern als Tatsache verkündeten Meldung zu finden. Onlinepublikationen haben da einen echten Vorteil gegenüber auf echtem Papier gedruckten. Da ist nur noch von einem Interesse des FC Bayern die Rede, und daß es wohl Gespräche gegeben hat. Und natürlich die abschließende neutrale Meldung Hoeneß:“Wir holen Rafinha nicht“. Kein Wort der Entschuldigung gegenüber dem Leser, dem Spieler Rafinha, der gestern anfangs der zweiten Halbzeit von Teilen nicht ganz intelligenter Fans bei jedem Ballkontakt im Stadion ausgepfiffen wurde. Wie kann ich mich als Redaktion des ältesten Fußballmagazins Deutschlands nur so schäbig aus der Affäre ziehen wollen. Warum nicht einfach mal Größe zeigen und den eigenen Fehler eingestehen? Fehler passieren. Nein, der Kicker versucht einfach die Vergangenheit ungeschehen zu machen. Wenn nicht die Ente einen dicken Kratzer in den Seriösitätsbemühungen des Kickers hinterlassen hat, dann spätestens sein Verhalten nach dem Auffliegen seines vorschnellen Tatsachenberichts. Spätestens seit gestern ist der Kicker im Sumpf der Boulevardsportberichterstattung angekommen. Schade, denn eigentlich braucht Deutschlands Onlinemedienwelt ein so piefiges und zurückhaltendes Sportportal, wie Kicker.de es vielleicht auch schon vor gestern Nachmittag gar nicht mehr war.

Glück Auf!

Stand: 13:00 Uhr (kurz nach)


[Edit 02.09.2009]

Ich hätte es ja fast übersehen, aber tatsächlich, der Kicker bangt nun doch um seine Reputation in der Welt der Fußballfreunde und stellte gestern Mittag so etwas wie eine Entschuldigung für den "Wirbel um Rafinha", den er mit seiner Veröffentlichung am Samstag Nachmittag auslöste, online. Schuld an der ganzen Misere haben natürlich nur diejenigen Personen, die sich in der Realität nicht so verhalten haben, wie es des Kickers äußerst seriöse Quellen und wohl auch er selbst orakelten. Verdammte Realität nochmal ...

Der schnelle Blogpost am Samstagvormittag

Und nun liebe Leser wieder die neueste Ausgabe unserer bisher noch gar nicht etablierten Rubrik Google ist scheiße, ich finde nix.

dei wahrheit über aliens
wes craven's the breed wer überlebt
martyres bessere filme
suche einen film wo acht menschen in einem haus sind und nur einer lebendig raus kommt
freitag der 13. remake wer treibts im zelt
gegenteil von hure
aegyptischschauspielren ficken
sadomaso perlentauchen
musik die sich den herrschenden gesetzten entzieht
mutanten tiere basteln
tiere die high machen
käsepuzzle tomaten
was kam am 16.08.09 um 20:15 uhr auf pro
last wrong after the left kino
alle tyrannosaurus von dem film king kong
tiere aus rostigem blech
film nazi mutanten fressen menschen
film über eine frau die vom krokodilangriff ein entstelltes gesicht kriegt

Arbeit für den Rekorder 29. August - 4. September

Zwei Dinge habe ich mich in den letzten Tagen gefragt. Erstens warum die Filter von Adblock Plus nicht mehr funktionieren, und zweitens warum ich mir meinen TV-Buddie JMK nicht für immer ans Bein ketten sollte. Auf beide Fragen habe ich keine Antwort gefunden, deshalb habe ich JMK gefragt, ob er nicht für immer mein TV-Buddie bleiben möchte. Einzige Auflage, er muß seine Tipps auf der Schreibmaschine tippen. Und was soll ich sagen, JMK hat ja gesagt. Tusch! Applaus! Ich bin glücklich und jeder, der sich hier auf meinen Blog verirrt hat sollte dies auch sein. Sofort. Wie lange für immer ist bestimmt er ganz allein, damit das mal klargestellt ist bevor überhaupt die Frage danach aufkommt. Da meine Schnappsidee 300 Bilder in einen Blogger Post einzubinden letzte Woche nicht nur formal ein Desaster war, kehren wir ab sofort wieder zur alten Form der TV-Tipps zurück.

Samstag, 29. August

Samstag, 29.08.2009, 22.10 Uhr, RTL: Silent Hill
Der dümmste Film der Welt, wenn das nicht schon Alone in the Dark wäre. Silent Hill ist einer der wenigen Film, bei dem ich kurz davor war aus dem Kino zu gehen. Trotz vielversprechendem Beginn, bietet Christophe Gans nichts aber auch gar nichts als abgestandene Horrorklischees, dies gepaart mit einer biederen Inszenierung und unterforderten Darstellern machen den Film so attraktiv wie in der Nähe eines Fäkalien versprühenden Nashorns zu stehen. Warum spielte Sean Bean nochmal mit? Die Produzenten brauchten eine männliche Rolle. Genau!

Immer diese Superlative. Ja, Silent Hill ist jetzt garantiert nicht der Bringer, aber das ist diese komische Point & Click meets Actionadventure Scheiße aus dem Hause Kotznami selbst nicht (Pro Evolution Soccer ist trotzdem die beste Spieleserie der Welt). Wer so was spielt hat auch garantiert ein Tomb Raider Poster über dem Bett hängen und schon daher keinen anderen Film verdient. Warum die Mitchell regelmäßig in so schlechten Filmen mitspielen muß, ist mir auch ein Rätsel. Was haben die in Hollywood gegen kleine Frauen?

22:30 Uhr Shaft – Noch Fragen? (Pro7)
Ja, das ist ja sozusagen der perfekte Pro7 Film. Laut, hektisch und Samuel L. Jackson in einer seiner typischen Type-Casting Rollen. Ich möchte hier gar nicht erst verheimlichen, daß das Original aus den 70ern keineswegs einen Oberknaller in Sachen gepflegter Krimiunterhaltung darstellt, aber es bringt wenigstens einen ordentliches Titel-Theme auf die Reihe. John Singleton, was soll man da noch groß schreiben. Er drehte Boyz n the Hood statt Menace II Society und 2Fast2Furious statt Death Proof. Noch Fragen? Nein.

01:30 Uhr Pink Floyd: Live at Pompeji (SWR)
Den frühen Konzertfilm ohne Publikum wollte ich euch ja schon letzte Woche mit auf den Weg geben. Allein schon wegen Echoes. Esoterischer Klangteppich und musikalisches Zeitdokument trifft es wohl ehesten. Sehr schön.

Sonntag 30. August

Sonntag, 30.08.2009, 20.15.Uhr, RTL2: Der dreizehnte Krieger
Angesichts der Alternativen "Was Mel Gibson denkt, dass Frauen wollen" oder "Das Vermächtinis der Tempelfrisuren" fällt die Wahl (hihi) leicht. Ich mag McTiernan. Er dreht einfach straighte Filme, da stört keine Liebesgeschichte, da nervt keine Nebenhandlung, er dreht im doppelten Sinne "Männerfilme". Das ist innovativ wie Blumenkohl, macht aber Spass. Selbst wenn die Produktion ein wenig zerfahren war, mit gefeuerten Regisseuren, Drehbuchänderungen etc., bekommt man trotz allem einen höchst unterhaltsamen Wikinger-Actionfilm mit einer kleinen Brise Mysterystaub obendrauf. Toll!

Vollste Zustimmung, der macht einfach nur Spaß. Auch wenn man sich am Ende fragen könnte, was das alles eigentlich sollte. Aber mein Gott, darum geht es ja gar nicht.

20:15 Uhr Das Vermächtnis der Tempelritter (Pro7)
(@JMK: Hattest du nicht etwas von einer gar nicht so schlechten Woche in deiner e-Mail geschrieben?) O.K., vielleicht ist das einer der Filme, die die momentane Misere Hollywoods im Mainstreambereich auf den Punkt bringt. Immer nur so etwas wie das, was früher mal extrem erfolgreich war. Ich weiß nicht was ich von diesem Jäger des verlorenen Schatzes trifft auf Die Suche nach dem grünen Diamanten Ripoff, das auch noch 20 Jahre zu spät kommt, halten soll. Gar nichts wahrscheinlich. Da gibt es keine Momente, keine Magie, keine Gefühle. Einfach nur deprimierend billig. Liebe Kinder, ihr tut mir einfach nur leid.

Sonntags, ab 22.45, diverses
22.45. Uhr, HR: Dings vom Dach + 23.30. Uhr, HR: Strassenstars
Der Sonntag ist ja so ein komischer Tag, noch Wochenende, aber der Montag winkt schon und abends möchte man einfach noch einen Absacker im TV glotzen und da sind beide Formate gut geeignet. In "Ding" vom Dach" muss ein Team eingesandte Gegenstände erraten. Das Team wechselt wöchentlich und besteht aus Ruth Moschners Titten, der Maus (Achim Maiwald) und Franz Beckenbauer (Matze Knop). Klingt schlimm, ist es aber nicht. Das ist erstmal eine ungemein unterhaltsame Show die so natürlich nur im Dritten laufen kann, da ist kein Budget und somit ist man auf die Laune des Teams angewiesen und das ist meist gut gelaunt und bietet so einen guten Wochenabschluss. Selbiges gilt für Strassenstars mit bspw. Jörg Thadeusz, Susanne Fröhlich, Bodo Bach. Hört sich auch schlimm an, ist es aber ebensowenig. Hier werden unbedarften Menschen simple Fragen gestellt und das Rateteams muss erraten ob der Fragende diese auch beantworten konnte. Auch hier gilt: das ist so banal wie es fast nur in den Dritten laufen kann, aber sympathisch und unterhaltsam und genau das richtige für den Sonntag-Abend.

Schön. Ich bin ja mal gespannt, wann der WDR endlich erkennt, daß sein Zimmer frei mittlerweile soetwas von ausgelutscht und einfach nur noch 90s ist und er endlich mal was neues am Sonntag Abend bringt sollte. Das stinkt ja schon förmlich nach Rentenvertrag für Götz und Christine.

23.15 Uhr, NDR: Dennis & Jesko.
Nachdem der Pommer extra3 verliess, ist das kaum noch ohne Schmerzen zu schauen. Toby Schlegel ist einfach eine Wurst. Aber es gibt immer noch Johannes Schlüter! Und dieser hat nun eine neue Sendung: Dennis & Jesko. Die beiden "Schlüters" versuchen sich eigenständig, ob das was wird, bleibt abzuwarten, ist aber mal einen Blick wert.

23:15 Uhr The Nomi Song (Arte)
Absolut gelungene Doku über Klaus Nomi, der mit seinen Auftritten die New Yorker New Wave Szene Clubs anfangs der 80er Jahre aufmischte. Oper trifft auf Synthiklänge und einen Winzling in Alienkostüm. Ich kann mir gut vorstellen, daß Besson bei seinem Fünften Element genau an diesen Klaus Nomi dachte. Sehr gut.

Montag, 31. August

22:15 Uhr In 3 Tagen bist du tot! (ZDF)
Ich weiß gar nicht ob der Film seinen Lorbeeren wirklich gerecht wird, oder ob ihm die Gutmütigkeit der Kritik nur aufgrund seiner deutschsprachigen Herkunft geschenkt ist. Ich bin jedenfalls damals nach 10 Minuten eingeschlafen, was jedoch nicht am bis dahin gesehenen lag, sondern vielmehr an meiner Müdigkeit. Ich mußte den Film dann leider ungesehen in die Videothek zurückbringen. Vielleicht im zweiten Anlauf.

22:15 Uhr Mulholland Drive (Tele5)
Lynchs zitatwütige Version des Sunset Boulevard. Völlig abseits seines üblichen Plattenschranks sinniert der nicht gerade von allen Seiten geliebte Surrealist über den Mythos Hollywood, Schein und Sein. Vielleicht ein wenig zu selbstreferenziell, in jeden Fall jedoch vereinnahmend, wenn auch eindeutig zu lang geraten. Sollte ja auch eingentlich eine Fernsehserie werden.

Dienstag, 01. September

Dienstag, 01.09.2009, 21.15 Uhr, RTL: Dr. House
Dr. House geht weiter! RTL war ja so schlau die Ausstrahlung der fünften Staffel nach vier Folgen zu beenden. Dummheit, Synchronisationsprobleme, Dummheit, rechtliche Frage, Dummheit? Jetzt geht's ja weiter mit Folge 5.

Hauptsache du kommst mir hier nächste Woche nicht auch noch mit Jack Bauer um die Ecke … Fernsehserien. Pffff. Ist doch immer das selbe.

Dienstag, 01.09.2009, 23.10.Uhr, BR: Im Jahr des Drachen
Als die Frauen noch Schwänze hatten und Mickey Rourke richtig gut aussah, drehte er auch noch den einen oder anderen guten Film. Dieser gehört grundsätzlich dazu. Michael Ciminos chinesischer Mafiathriller ist keine leichte Kost, zu sehr sind seine Protagonisten Anti-Helden, das Sujet das er anreißt, schwierig zu handhaben und ihm zu Recht einige Kritik einbrachte, zu sehr scheint halb New York in der Hand der chinesischen Mafia, der wiederum alle Chinesen angehören. Ein wenig mehr Ambivalenz hätte der Spannung und der Dichte kaum Abbruch getan, so bleibt lediglich ein gut fotografierter Thriller, der eben ungemein spannend umgesetzt wurde.

Was erlauben Cimino der alte Rassist … Nein, jetzt mal ganz im Ernst. Der Film ist einfach Noir pur und ganz bestimmt nicht rassistisch in seiner Grundeinstellung. Es geht eindeutig gegen die organisierte Kriminalität und nicht gegen den Immigranten. Auch wenn Cimino das nicht immer deutlich und klar darstellen kann. Töfter Film.

01:05 Uhr Cotton Club (ARD)
Die gleichzeitigen Golden Globe und Golden Rawsberry Nominierungen deuten es ja schon an. Hier ist trotz des Namens Coppola wirklich alles Baumwolle statt Seide (Uuiieeee). Das einzige was mich heute noch an Coppolas erneuten Griff in die Familienkiste hinter dem Ofen herlockt ist halt das Jazz Sujet. Jazz ist gut, verdammt gut. Der Rest, naja … Ist halt ein Film mit Richard Gere.

Mittwoch, 2. September

20:15 Uhr Die nackte Kanone (K1)
Lieutenant Frank Drebin ist halt das Original und zwar das einzige. Punkt.

Mittwoch, 02.09.2009, 21.45 Uhr, BR: Zwei hinreißend verdorbene Schurken
Was für eine großartige Komödie! Man könnte nun leichtfertig behaupten: Oz, Martin, Caine. Was soll da schiefgehen? Eigentlich zu Recht, da wir ja noch die 80er hatten, in denen Oz und Martin ihre Hochzeit hatten. Michael Caine gibt hier den eloquenten Briten der an der Riviera reiche Frauen ausnimmt, da kommt der plumpe Amerikaner Steve Martin als Konkurrent eher ungelegen, so veranstalten die beiden einen Wettstreit um das Vermögen einer Seifenerbin (Glenne Headly). Das ist kindisch, schwarzhumorig, mit manchem Slapstick unterlegt und hebt sich vielleicht gerade dadurch von der Masse der damaligen Komödien ab. Und natürlich stimmt die Chemie zwischen Martin, Caine und Headly, dass es eine wahre Freude ist anderen Menschen bei der Arbeit zuzuschauen.

22:00 Uhr Extremities (Tele5)
Robert M. Young kommt ja dann doch eher aus dem TV Geschäft, als daß er vielleicht jemals wirklich etwas mit dem Kino gemein hätte. Und auch wenn hier seine Darsteller bestimmt alles andere als übel agieren, kommt sein Rape'n Revevenge Filmchen für den Mainstream nicht weiter als Womens Day oder Muttertag. Die waren in ihrer Plattheit aber wenigstens ehrlicher.

Donnerstag, 3. September

20:00 Uhr Forrest Gump (SF2)
Haha, gut daß ich die Schweizer nicht empfangen kann.

20:15 Uhr Spy Game – Der finale Countdown (VOX)
Von Tony Scott äußerst elegant in Szene gesetztes Spionagedrama, in dem sich Robert Redfort als eigentlicher Hauptdarsteller entpuppt. Daß es einem wie Tony Scott natürlich nicht gelingt über das Abenteuer des Spionseins hinaus Akzente zu setzen, dürfte dabei klar sein. Dennoch, einer der wenigen Tony Scott Filme, die mich nicht über Gebühr aufregen. Kann man gucken.

Donnerstag. 03.09.2009, 20.15. Uhr, Phoenix: Als Arbeiterjungs Profifußballer wurden
Dokumentation über die Fußballwelt in den sechziger Jahren. Kenne ich nicht, klingt aber interessant und da die Doku auf Phoenix und nicht auf arte läuft ist das schon eher eine Empfehlung wert. (Die Tage kommt auch das 70er Jahre Sonderheft der 11 Freunde raus.)

Ach Gottchen, was hast du denn gegen Arte? Arte gehört doch mittlerweile wirklich zu den wenigen, die auch Nischenbedürfnisse befriedigen. Daß einem da nicht alles gefallen kann, bleibt nicht aus.

22:10 Uhr Kommando Nr. 5 (DAS4.)
Sollte man mal reinschauen, um zu erahnen welch fantastische Arbeit Tarantino mit seinen Basterds abgeliefert hat.

23:02 Uhr Babel (ARD)
Wie? Schon im Fernsehen? Sollte ich mir in jedem Fall spätestens jetzt zu Gemüte führen. Inarritu ist wahrlich nicht der schlechteste Drehbuchautor. Seine beiden Filme, die ich kenne, sind ja auch ganz großartiges Kino.

01:25 Uhr Knight Moves (ARD)
Carl Schenkel, ach ja. Der wurde ja auch mal als Regiewunderkind gehandelt. Damals in den 80ern, als Götz George noch eine verdammt subversive Besetzung für einen Tatortkommissar darstellte. Knight Moves springt dann sicherlich auf die Erfolgswelle der anfangs der 90er Jahre ausgelösten Serienmörderfilme auf. Zumindest versucht er das, denn nach einer halben Stunde ist die Luft hier einfach raus. Christopher Lambert spielt die Hauptrolle, mehr braucht es eigentlich … Dennoch als B-Ware ganz brauchbar.

Freitag, 4. September

Freitag, 04.09.2009, 20.15 Uhr, Das Vierte: Footloose
Der Kevin, der Bacon. Immer noch ansehnliche Teeniedramödie um ein wenig zivlilen Ungehorsam.Tanzfilme waren zu Beginn der 80er ja hip, damals machte man vermeintlich nichts anderes außer tanzen und sich neonfarbenen Stirn- und Armbänder umzuhängen und tanzen. Flashdance und Fame waren da nur die Spitze des Eisberges. Schlimm war bei Footloose ja nur Kenny Loggins, aber wer tanzen will, der muss da durch.

Den habe ich sogar im Kino gesehen und mir hinterher den Soundtrack gekauft. Ich wußte mit 13 ja noch nicht, daß nicht alle Musik so scheißig ist. Kenny Loggins war noch nicht mal das übelste am Film, ganz düster wird’s erst wenn Bonnie Tyler ins Micro röchelt. Fürchterliche Treckerfahrer-Mucke. Aber der spielt ja auch unter Treckerfahrern, also paßt es wieder.

20:15 Uhr The Transporter (Pro7)
Nee, also über den kann ich nicht wirklich meckern. Lecker Statham, lecker Autos, lecker Cote d'Azur, lecker Explosionen, lecker Qi Shu (ein Bekannter von mir jammerte mir nach dem Film immer vor, wie gern er doch eine Chinesin kennen lernen würde), lecker Action usw. Ist jetzt nicht der Überflieger, aber für zwischendurch ganz passabel in seiner Gesamtwirkung. Wird durchgewunken.

22:25 Uhr Wag the Dog (3Sat)
Ich weiß jetzt auch nicht was hier mit Barry Levinson los war, jedenfalls hat er mal wirklich einen tollen Film abgeliefert. Tolle Mediensatire, deren Anschauungsobjekt auf einen inszenierten Krieg der amerikanischen Regierung gegen Albanien reinfällt. Das ist jetzt nicht unbedingt subversivste Satire, aber immerhin ganz großartiges Darstellerkino mit einem Cast, der einfach nur in guter Spiellaune ist. Wirklich immer wieder nett anzuschauen.

22:45 Uhr Scream 3 (RTLII)
Man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist. Und das war es mit Sicherheit schon vor dem Vorspann zu Scream 2. Da kann man darüber streiten ob es am fehlen Kevin Williamson als Drehbuchautor liegt oder an was weiß ich. Feststeht, daß Craven spätestens hier dem Grundwesen seines äußerst schmissigen Scream ans Bein pinkelt. Das ist ja alles so vorhersehbar, so langweilig, so unerträglich einfallslos. Sorry. Was schrieb ich letztens zu Bruno Mattei? Genau, Geld stinkt nicht.

Natürlich ..., mehr wissen wie jede Woche auch die anderen:
Blockbuster Entertainment, Kino, TV & Co und immer wieder ab samstags. Und sonntags gibts den ultimativen Filmtipp der Woche von Kaiser_Soze.

Bundesligasaisonrückblick 2012/2013

August

  • Rupert Murdoch zieht sich frustriert aus dem Pay TV-Geschäft in Germany zurück. Nach drei Jahren Sky Fußball übernimmt der chinesische Staatssender CCTV die Liveübertragungsrechte der Bundesligaspiele, die er für 250 Millionen Euro (brutto = netto) einem englischem Schwarzmarkthändler in London an der Ecke Fulham Rd/Moore Park Rd abgeluchst hat. Alle Spiele werden wie seit eh und je kostenlos im Internet übertragen. Die Sportschau wird eingestellt, stattdessen gibt es eine kurze Zusammenfassung aller Donnerstag-, Freitag- und Dienstagspiele am Mittwochabend gegen 01:45 Uhr auf EinsFestival. Gerd Delling wechselt zu Super RTL und moderiert dort ab sofort die Funny Clips.
  • Der FC Bayern München verpflichtet in aller letzter Sekunde Jens Lehmann, der für den Rekordmeister bereit ist noch einmal alles zu geben. Joachim Löw spricht von einer guten Vorbereitung und erhofft sich vom Rückkehrer Lukas Podolski eine Leistungsexplosion. Zusammen mit Miro sei er, solange der einstige Bundestrainer etwas in München zu sagen hätte, das gesetzte Sturmduo. Stefan Kießling und Patrick Helmes könnten sich jedoch jederzeit mit guten Trainingsleistungen zurück auf die Bank kämpfen.
  • Nach zwei Pokalendspielen und die Rückkehr in die Champions League will Schalke nun endlich auch Deutscher Meister werden. Felix Magath hat sich für die Verpflichtung des bisher völlig unbekannten und unaussprechlichen Jonathan Grzdjkp grünes Licht gegeben.

September

  • Borussia Dortmund übersteht die erste Runde der European Leader Liga (ehemals Euro League) schon wieder nicht. Die Fans fordern von Watzke die Rückkehr Uwe Rapolders.

Oktober

  • Uli Hoeneß fordert in einem Interview mit dem Stern die Rückkehr der Sportschau. Dafür sollten die GEZ Gebühren um 5 Euro angehoben werden. Die Zukunft des deutschen Fußballs stehe auf dem Spiel, wenn nicht endlich mal wieder ein deutscher Verein die K.O. Phase der Champions League erreichen würde.
  • Schalke gewinnt sensationell sein CL Heimspiel gegen Manchester United mit 1:0, obwohl Manuel Neuer gegen seinen Ex-Club fast alles hält.

November

  • Joachim Löw steht in München unter Dauerbeschuß. 6 Siege und 8 Unentschieden sind einfach zu wenig für einen Verein, der nicht so wie Olympique Marseille, sondern so wie Manchester United, Barcelona oder Real Madrid sein möchte.
  • Energie Cottbus hat seit September kein einziges Tor geschossen und verpflichtet Gheorghe Hagi als Nachfolger von Uwe Rapolder. Hagi tritt nach dem ersten verlorenen Spiel aufgrund mehrerer Meinungsverschiedenheiten mit der Geschäftsführung zurück. Das Training übernimmt bis zur Winterpause Jörg Berger.

Dezember

  • Rudi Assauer kündigt auf einer Podiumsdiskussion in Meschede (Hallo Ü-Wagen, WDR 5, Thema: Kann Eitelkeit blind machen?) seinen Rücktritt aus der Öffentlichkeit an und verspricht hoch und heilig, daß sein Verhältnis zu Simone Thomalla absolut in Ordnung sei und er Schalke niemals schaden würde.
  • Die Bildzeitung veröffentlicht ein Foto auf dem Felix Magath zusammen mit KHR und UH bei einem Glas Tee am Münchener Airporthotel zu sehen sind. KHR und UH dementieren, Christian Nerlinger spricht von einer Fotomontage, da KHR und UH niemals Tee trinken würden, außerdem würde eine Verpflichtung Felix Magaths ja überhaupt keinen Sinn machen, da er (Nerlinger) dann ja überflüssig wäre.
  • Der DSF Doppelpass explodiert.
  • Michael Rensing kündet seinen Wechsel vom FC Köln zum VfB Osnabrück in der Winterpause an. Er begründet seine Entscheidung mit seinem Wunsch endlich spielen zu wollen. Was sei egal.
  • Thomas Hitzelsperger stärkt Joachim Löw den Rücken und verspricht solange beim FC Bayern zu spielen, wie der Trainer es verlangt.

Januar

  • Rudi Assauer ersetzt ab sofort Udo Lattek im neu aufgelegten DSF Doppelpass live aus dem Eros Center Fürstenfeldbruck. Lattek hatte sich bei Explosion im Dezember die Zunge abgebissen. Böse Zungen sprechen vom Pech im Glück.
  • Schalke verliert jedes Testspiel, Felix Magath spricht davon in den ersten Spielen der Rückrunde höchstens um Punkte mitspielen zu können. Was schon mal eine positivere Prognose seitens des Trainers als in den Vorjahren ist.
  • Der BVB trennt sich überraschender Weise von Christoph Daum und verpflichtet Uwe Rapolder. Die Fans sind glücklich.
  • Cottbus hat nach 18 Ligaspielen erst 5 Punkte auf dem Konto. Der für Interims-Trainer Jörg Berger verpflichtete Jörg Berger verspricht den Klassenerhalt und gewinnt das nächste Heimspiel gegen den Tabellendritten Schalke 04 knapp mit 3:0. Die Lausitz im Ausnahmezustand.
Februar
  • Es geht Schlag auf Schlag. Nachdem Joachim Löw in der Winterpause durch Udo Lattek ersetzt wurde (KHR:“Wir mußten diesmal früher handeln.“), beschweren sich einige Teile des Kaders darüber, nun auch noch die Gebärdensprache lernen zu müssen. Udo Lattek läßt das alles ziemlich kalt:“Also, damals beim BVB habe ich ja auch alles meinen Co Trainer Matthias Sammer machen lassen. Und der Scholli ist ja auch kein Schlechter.“
  • Schalke erkämpft sich nach nur 3 Spieltagen in der Rückrunde die Tabellenführung zurück. Ivan Rakitic will nun nicht mehr nach Real Madrid wechseln und versuchen sich auf Schalke durchzubeißen.

März

  • Dietmar Hopp beschwert sich in der Mannheimer Morgenpost über die negative Berichterstattung in den Medien. Es wäre eine Frechheit zu behaupten, daß die TSG Hoffenheim sich im Abstiegskampf befände. Immerhin hat man 2 Punkte Vorsprung auf Platz 16. Für die nächste Saison kündigt er an, mindestens 25 Milliarden Euro in Spielerneuverpflichtungen zu investieren, das wäre er der Tradition des Clubs schuldig.
  • Udo Lattek kündigt an, daß er dem FC Bayern nach dem Ende der Saison nicht mehr zur Verfügung stehe. KHR und UH kündigen an, daß der FC Bayern wahrscheinlich schon vor dem Ende der Saison Udo Lattek nicht mehr zur Verfügung stehen werde.
  • In der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung erscheint ein Artikel, in dem die Rede von einer Vertragsunterzeichnung Felix Magaths beim FC Bayern ist. Christian Nerlinger glaubt nicht daran, da er dann ja überflüssig wäre.
  • Schalke siegt im 6 Punkte Spiel gegen den HSV mit 2:1 durch Tore von Trochowski und Özil. Den Anschlußtreffer für den HSV erzielte Halil Altintop. Hannover 96 steht nach einer Heimniederlage gegen den VfL Bochum als erster Zweitligaabsteiger fest. Martin Kind stellt verbittert fest, daß dies nur aufgrund des Festhaltens an der 51% Regel möglich sei.
  • Da jetzt schon feststeht, daß der BVB noch unmöglich die Plätze erreichen kann, die einen Start in einem internationalen Wettberwerb ermöglichen, plädiert Hans-Joachim Watzke wieder einmal vergeblich dafür, die TV Einnahmen der DFL nicht mehr nach dem sportlichen Erfolg der Vereine zu verteilen, sondern nur noch ausschließlich nach Fanaufkommen. In Cottbus, Wolfsburg und Leverkusen erntet er für seinen Vorschlag nur ein Kopfschütteln, von den anderen wird er gar nicht wahrgenommen.
April

  • Schalke gewinnt das European Leader Liga Halbfinalrückspiel gegen Zenit St. Petersburg glücklich in der Verlängerung und zieht damit ins Finale ein, das dieses Jahr in Trondheim stattfindet. Gerhard Schröder nach dem Spiel noch glücklicher:“Ich wäre jetzt auch nicht traurig, hätten unsere russischen Freunde das Finale erreicht.“
  • Der FC Bayern hat noch alle Chancen sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Sagt Jupp Heynckes in der Bildzeitung.
  • Jens Lehmann kommt bei einem Helikopterunfall noch einmal mit dem Blauen Auge davon. Er kann Samstag dennoch auflaufen und überlegt über eine Vertragsverlängerung nach. KHR und UH bestätigen Lehmann eine gute Saisonleistung. Michael Rensing ist in den Jack Wolfskin Werbespots schon seit Wochen nicht mehr zu sehen. Joachim Löw wünscht sich einen Auftritt bei Beckmann, doch die Einladung bleibt schon seit Monaten aus. Jetzt will eh keiner mehr wissen, was da eigentlich bei den Bayern los war.
  • Felix Magath gibt aufgrund der anhaltenden Gerüchte um seinen Wechsel zum FC Bayern eine Pressekonferenz, in der er die anwesenden Journalisten fragt ob sie denn nur Scheiße im Hirn hätten.

Mai

  • Felix Magath kündigt auf einer außerordentlichen Pressekonferenz an, daß er nach der Meisterschaft alle Geschäftsbereiche des DFB und das Amt des Bundestrainers übernehmen wird. Hansi Flick solle ihn mal anrufen, aber auf Seppi Eichkorn, Bernd Hollerbach und Bernd Dreher an seiner Seite wird er nicht verzichten können. Christian Nerlinger fällt in diesem Augenblick ein Stein vom Herzen.
  • Udo Lattek verlängert seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Bayern um zwei weitere Jahre. Jörg Wontora wird Co-Trainer. Rudi Assauer prügelt sich vor dem Eingangsbereich des Airporthotels München mit Simone Thomalla. Das Verhältnis zwischen den beiden nimmt davon aber keinen Schaden, wie er am nächsten Tag durch die Bildzeitung verkünden wird. Dazu prophezeit er, daß Schalke niemals mehr Deutscher Meister wird, solange er die Karten für den LaOla Club in der Gazprom-Arena (ehemals Veltins-Arena, davor Schalke-Arena) selbst bezahlen müsse.
  • Schalke gewinnt in jedem Fall das European Leader Liga Finale gegen Twente Enschede in Trondheim.

Inglourious Basterds

Es wurde ja doch schon so viel geschrieben. Über Christoph Waltz, über der Basterds Bedeutung für das deutsche Nachkriegskino bis hin zum wenig gelungenen Score Tarantinos neuestem Films, dessen musikalische Gestaltung aber zum Glück kaum eine größere Rolle einnehmen wird. Vielleicht neben den vielen deutschen Gesichtern das Ungewohnteste an einem Film von Quentin Tarantino. Was möchte man da noch viele Worte verlieren, zumal man dem meisten von dem, was über Inglourious Basterds zu lesen ist, Glauben schenken darf. Christoph Waltz ist göttlich, Frau Krügers Schauspieltalente reichen vielleicht für einen ZDF Zweiteiler am Dienstag- und Mittwochabend, und auch die Entdämonisierung des Film-Nazis wird von Tarantino in einer Konsequenz vollzogen, die es so noch nicht im Kino zu bestaunen gab. „Kann ich etwas für Sie tun, Mein Führer?“ „Haben sie mal einen Kaugummi?“. Je größer die Dämonen, desto kleiner die Aufmerksamkeit, die Tarantino ihnen widmen möchte. Und das in einem Nazi-Jäger Film des Regisseurs, der dem Pulp in den letzten 15 Jahren den Roten Teppich bis direkt vor die großen Säle des Feuilletons auslegte. Der es schaffte, daß sich Kritiker zwangsläufig mit einem Kino beschäftigten mußten, für deren Kenntnis sie sich zuvor in Grund und Boden geschämt hätten. Ja nun sogar bisweilen mit dieser Kenntnis herum prahlen. Vieles hätte man Tarantino zugetraut, aber daß er diese Dämonen als ganz gewöhnliche Schweine darstellt - nein, noch nicht einmal als Schweine, sondern lediglich als eloquente Karrierefrettchen, die am Ende ihre Ideologie gegen ein kleines Grundstück auf einer kleinen Insel und eine kleine Pension einzutauschen bereit sind - , damit hätte wohl niemand gerechnet. An dieser Stelle berührt Tarantinos Movie Movie World vielleicht zum ersten Mal in seiner Filmografie die Wirklichkeit, was filmhistorisch mit einem Ereignis in der Größenordnung der ersten Mondlandung gleichzusetzen wäre.

Da paßt es nur zu gut ins Bild, daß Tarantino mit Inglourious Basterds generell den Topoi des Kriegsfilms an die Karren fährt. Seine Basterds – also die Guten, sie töten Nazis -, zeichnet er als tumben Haufen, der sich im Finale dazu noch äußerst dämlich anstellen darf. Die erste Begegnung zwischen Nazijäger Aldo Raine und Judenjäger Hans Landa birgt dann auch den einzigen Witz des Films über den man lauthals lachen kann, ein Witz der die ganze Lächerlichkeit mindestens zweier Generationen WWII Kino an die Oberfläche spült. Es kommt nicht von ungefähr, wenn er seinen Nazijäger Aldo Raine gleich nach dem Prolog, in dem Christoph Waltz in einer der ganz starken Szenen der letzten Kinojahre als eben jener Judenjäger Hans Landa brilliert, und auch Tarantino selbst Zeugnis darüber ablegt, welch ein begnadeter Drehbuchautor und Regisseur er doch ist, den Prolog nicht nur inhaltlich wiederholen läßt, sondern ihn und seine restliche Truppe auch noch mit der überlieferten Eigenschaft ausstattet, die eigentlich seinen gefangenen Nazis zugeschrieben werden sollte. Hass. Tarantino vollzieht einen Rollentausch der Nazifilm-Topoi. Daß dies im ganzen Strudel der von Tarantino gewohnten und auch vom Publikum erwarteten Anspielungen und Zitate vielleicht ein wenig untergehen könnte, mag auch daran liegen, daß wir uns in all den Jahren an den guten Nazijäger, dessen moralische Beweggründe nicht zu hinterfragen sind, und den nur in wenigen Ausnahmen eindimensionalen Judenjäger gewöhnt haben, der uns vom Kino dargeboten wurde. Aber, und das scheint mir an dieser Stelle wichtig zu betonen, Tarantino erzählt mit Inglourious Basterds nichts über die Wirklichkeit, er erzählt ausschließlich vom jenen Kino, daß dieses Bild von Gut und Böse transportiert, mit all seinen Figuren und Methoden. Allein darin besteht sein Anliegen. Inglourious Basterds ist ein Film über den Kriegsfilm, kein Film, der von der historischen Wahrheit berichtet.

Dennoch, die galant installierte Doppelbödigkeit, die Tarantino hier erstmals einer realen Gegebenheit zukommen läßt – das Kino und die durch dieses Kino erschaffenen Mythen sind eine Gegebenheit, die die Realität beeinflussen -, verleiht Inglourious Basterds einen eventuell unfreiwilligen Tiefgang, den man von einem Tarantinofilm nicht erwartet hätte. Man könnte sich geradezu von Tarantino überrumpelt fühlen, vielleicht auch ein Grund dafür, warum sich sein Film so sperrig anfühlt, der sich wieder einmal nicht so geben möchte, wie man es von ihm erwartet hätte. Inhaltlich und formal. Tarantino treibt nicht nur ständig Dialoge auf die Spitze, mit denen er ganze Spannungsbögen innerhalb der einzelnen Szenen und Kapitel steuert - die ihm diesmal so gut gelungen sind, daß man vor Freude weinen möchte -, er läßt seinen Film mit einer Leichtigkeit, mit einer Selbstverständlichkeit in einer Welt agieren, die von vornherein keine Bezüge zur Realität aufkommen und ihn damit unangreifbar für die Ideologiekritik werden läßt. Eli Roths schon oftmals kritisierte Bilder seines Propagandafilms Stolz der Nation, dürfen deswegen auch nicht aussehen, wie die eines echten vom echten Goebbels produzierten Films. Sie sind so wie sind, in ihrer Modernität, Zeugnis der hermetisch von der Wirklichkeit abgeriegelten Welt Tarantinos. Und auch Brad Pits nahe dem Chargieren angelegtes Spiel sollte aus dieser Sichtweise betrachtet werden. Auch dies ist mehr als nötig, um zu unterstreichen, daß Aldo Raine eine Kunstfigur darstellt, die als Zusammenfassung der smarten und harten amerikanischen Film-Kriegshelden, die niemals dazu bereit gewesen wären diese Künstlichkeit freiwillig zur Schau zu stellen, gelten darf. Tarantino überspitzt keinesfalls die geschichtliche Realität, er überspitzt das die geschichtliche Realtität darstellende Kino. Nirgends im Film besser auf den Punkt gebracht als im Finale, mit dem er nicht die Realität umschreibt, sondern einen Traum des Kinos ausformuliert, indem er es über seine Nazis siegen läßt. Im Kino ist halt alles möglich.

8,5/10 Punkte

Fast Forward >> indiziert, beschlagnahmt, strengstens verboten

The Burning aka Brennende Rache
Willkommen in der Post Friday-Ära. Seine Herkunft kann The Burning beim besten Willen nicht verschleiern, zu auffällig sind die Parallelen zu Sean S. Cunninghams Überraschungserfolg. Ein Ripoff, ganz klar. Das ist jedoch in diesem Fall kein Makel, denn erstens macht The Burning daraus keinen Hehl und zweitens kann er Friday the 13th in Sachen Qualität und Originalität locker auf der Fährte bleiben. Da ist es geradezu traurig, daß sein Bekanntheitsgrad in europäischen Gefilden fast gegen Null tendieren dürfte. Jedenfalls was das Wissen über seine Existenz außerhalb der Horrorfanszene betrifft. Die Ausgangslage ist Konvention. Ein Feriencamp, Teens und ihre Aufseher, ein psychopathischer Serienmörder. Doch fällt auf, daß Harvey Weinsteins Script seine Protagonisten keinesfalls als pures Slasherfutter betrachtet, sondern tatsächlich ein gewisses Gefühl für das Teenagerleben mit sich bringt. Keinesfalls tiefsinnig vorgetragen, aber immerhin darf der erste Sex hier auch mal eine Katastrophe, Kerle dumme Jungen und der etwas andersartige und deshalb gemobbte in der Clique zwar nicht wirklich gefährlich, aber durchaus nicht so unschuldig sein, wie man es im Sujet annehmen könnte. Das Bemühen um eine ehrliche Teenagerwelt in Verbindung mit dem Mythos des Slashers verschafft The Burning schon eine gewisse Ausnahmestellung im Subgenre. Leider kranken die großen Momente des Films an der Durchschnittlichkeit Tony Maylams Regie, da läßt er doch so einiges auf dem Weg in den Olymp des Slashermovies liegen. Dabei ist die Härte der Attacken des ehemaligen Campaufsehers auf die Jugendlichen nicht zu unterschätzen, zumal sie einen schönen Kontrast zur anfänglich so unbeschwerten Sommercampatmosphäre bilden. Gerade in der zweiten Hälfte hätte aber ein wenig mehr Dramatik und Dynamik dem als insgesamt gelungen anzusehenden Slasher nicht geschadet. Was soll's, The Burning ist einer der schönsten 80er Jahre Slasher abseits der ganz großen und bekannten.

7/10 Punkte

Großangriff der Zombies aka Nightmare City
War ja klar, der deutsche Verleih hat uns mal wieder mit einer Titel-Lüge beglückt. Von Zombies kann keine Rede sein. Die Wahnsinnigen, die da meuchelnd und mordend durch die unbekannte Großstadt rennen, sind doch in Wirklichkeit durch einen Unfall im AKW verstrahlte Wissenschaftler. Aber das ist auch gar nicht wichtig, die ökokritischen Ansätze sind in Umberto Lenzis exploitativer Trashwundertüte doch eh nur Makulatur, genauso wie die kaum vorhandene Handlung. Was zählt ist die reine Unterhaltung, und mit der kann dieser Heuler hier nur so protzen. Die generiert sich nicht aus einer eventuellen Virtuosität des Filmschaffenden, sondern aus der von der Leinwand triefenden unfreiwilligen Komik. Meine Güte, was geht denn hier ab? Schuhcreme im Gesicht, Gummimasken nur für jeden vierten Monsterdarsteller, Kameramänner im weißem Kittel. Handlungsstränge, die einfach keinen Sinn ergeben. Dialoge, die einem vor Lachen den gerade genommenen Schluck aus der Bierdose durch die Nase wieder hinaus treiben. Daß sich diese Ausgeburt des ausgelassenen Gehirntotalschadens auch noch komplett ernst nimmt, muß nicht weiter betont werden. Erschreckender Weise gelingen Lenzi zwischendurch immer mal wieder fast gelungene Szenen, die zwar nicht in große Filmkunst ausarten, aber dennoch für die nötige Atmosphäre eines Ausnahmezustands sorgen und andeuten was unter der Regie eines richtigen Regisseurs und einem der Story angemessenen Budgets so alles möglich gewesen wäre. Nein, ein Aufruf zu einem Remake ist das nicht, denn die Unbefangenheit und Arglosigkeit, die diesen Spaß erst ermöglichen, ist nur noch selten im Genrekino zu entdecken und wohl auch nicht mehr reproduzierbar. Robert Rodriguez Planet Terror sei hier einmal als warnendes Beispiel genannt. Ein außergewöhnlich unterhaltsamer und beschwingter Post-Dawn of the Dead-Italospanier. Leser, die überhaupt nicht wissen wovon ich hier schreibe, ziehen bitte 3 bis 4 Punkte ab.

6,5/10 Punkte

Virus aka Die Hölle der lebenden Toten
Geld stinkt nicht, das wußte vor allem Bruno Mattei, dessen filmische Ergüsse, neben denen seines Kumpanen Joe D'Amato, eindeutig zum schlechtesten und gleichzeitig spekulativsten gehören, was das 70er und 80er Jahre Bahnhofskino zu bieten hatte. Getreu diesem Motto wird auch in seinem leicht verspäteten Beitrag zur Zombiefilmwelle an allem gespart, was man im italienischen Exploitationkino als unerheblich erachten könnte, nur eben nicht an den Ungeheuerlichkeiten, die sein Machwerk unweigerlich auf den Opfertisch der Zensurbehörden trieben. Matteis Mix aus Zombie-, Mondo- und Kannibalenfilm steckt halt jede seiner knapp bemessenden Lire in die Spezialeffekte, die sich großzügig der Schlachtabfälle örtlicher Metzgereien bedienen. Score und Ausfüllmaterial, um das herum er noch ein paar Szenen dreht, besorgt er sich gleich bei seinen Kollegen. An Schauspieler ist gar nicht zu denken, den Höhepunkt der Sparmaßnahmen bildet wohl der mit drei Menschen besetzte Hörsaal, in dem Mattei eine Vollversammlung der Uno simuliert. Eigentlich müßte ich Zeter und Mordio schreien, denn für den allgemeinen Kino- und Filmfreund ist Matteis weniger unfreiwillig komische als lediglich schlampige Arbeit wohl kaum zumutbar. Doch will es mir einfach nicht gelingen, denn ebenso kann man diesem Produkt übelstem Filmkapitalismus einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Allein schon aufgrund seiner bizarren Form der Ausschlachtung Romeros Grundidee. Sicherlich schockiert hier mehr die Abgebrühtheit Matteis, als daß durch seine sehr grafischen Sauereien so etwas wie Atmosphäre oder Thrill aufkommen könnte. Doch genau diese Abgebrühtheit macht Virus so unwiderstehlich, ein absolutes Guilty Pleasure. Trotz all seiner offen vorgetragenen Unzulänglichkeiten, die sich im Laufe der Reise durch Papua Neuguinea ergeben. Unbedarften in Sachen Italo-Exploitation ist von einer Sichtung unbedingt abzuraten, eindeutig kein Film für Anfänger. Auf dem Bild sind übrigens keine bewaffneten KFZ-Mechaniker zu sehen ...

5,5/10 Punkte

Arbeit für den Rekorder 22. - 28. August - Completed

Das Sommerloch neigt sich dem Ende zu. Meiner Einladung zur Mitarbeit in den letzten Wochen sind glücklicher- und erstaunlicher Weise doch ein paar meiner Leser gefolgt. Mein Dank gilt Mr. Hankey, HappyHarry, Flo Lieb (lieber spät als nie;)) und ganz besonders JMK, denen ich alle in der nächsten oder übernächsten Woche eine DVD meiner Wahl zukommen lasse. Ich weiß, ich hatte eine Verlosung versprochen, aber erstens startet das Tombolaprogramm nicht mehr (ist halt zeitlich begrenzte Shareware), und zweitens werde ich damit nur den leicht diktatorischen Elementen meines Sternzeichens (Löwe) gerecht. Auch wenn ich nicht an Horoskope glaube. Keine Sorge, ich werde mir bei den DVDs darüber ein paar Gedanken machen, ob sie auch den Empfängern gefallen könnten. Hellseherische Kräfte besitze ich jedoch leider nicht. Während diese Woche JMKs Tipps wieder an der grünen Formatierung (diesmal heller) zu erkennen sind, habe ich Flos Tipps blau eingefärbt. Ich hingegen stehe wie der Ochs vorm Berg in der Videothek und entscheide nur aufgrund der DVD Cover. So ein bisschen weiß ich aber trotzdem über die Filme. Die Cover sind wie immer klickbar. Viel Spaß.

Samstag, 22. August

20:15 Uhr Drei Engel für Charlie - Volle Power (Pro7)
Unrated, aha. Also künstlicher kann man eigentlich keinen DVD Cover gestalten. Drei Chicks in Latexhose von hinten vor einem grau metallenen Hintergrund. Sieht ja irgendwie nach Heavy Metall aus vergangenen Tagen aus. Aber das fehlen jeglicher Tätowierungen läßt auf etwas anderes schließen. Nur auf was, das ist die Frage. Unrated - more Action! Full Throttle. Vollgas. Hmm. Könnte natürlich auch so ein Boxenluder Video vom letzten Opel Tuning Festival auf dem Sachsenring sein. Ich weiß es nicht ... Bleibt erstmal stehen.






21:45 Uhr Grasgeflüster (BR)
So sieht also der Cover von Grasgeflüster aus, wenn der Verleih nicht aufgrund des Dopes, das im Film verschoben wird, auf ein gepflegtes Kifferpublikum setzt. Finde ich ehrlich, auch wenn mich der Cover jetzt eher langweilt. Sieht halt nach Ü40 Lovestory von der Insel aus, nichts besonderes, allenfalls nett. Die Probleme werden gelöst werden und am Ende steht das Happy End. Natürlich. Kann man mitnehmen, muß man aber nicht. Sag ich jetzt mal so.







Samstag, 22.08.09, 23.50 Uhr, Pro7, Frankenfish
"Das Haus hat ihn getötet!" Ein grandioser Spass über einen mutierten Riesenfisch der alles frisst was nicht bei drei an Land ist. Mark Dippé kostet genüsslich fast jedes Horrorklischee aus ohne in Manierismen zu verfallen, weil er diese mehr beiläufig einfügt und dem geneigten Horrorhasen weit mehr als nur ein Lächeln abringt. Tierhorror at it's best.

Oho, das hört sich ja sehr lecker an. Wohl kein Sushi, sondern eher Backfish von der Kirmesbude, oder?

23:55 Uhr The Big Lebowski (RTLII)
Na klar, den kennt man zumindest vom Namen her. Und unten steht es ja auch in großen Lettern. Jeff Bridges und John Goodman. Da kann doch gar nicht so viel schief gehen. Ein sehr gelungener Cover, schließlich sieht Lebowski wirklich nur seinen Teppich. Vielleicht kommt bei dem Cover L.A. ein wenig zu kurz, ohne Frage könnte der Dude ohne die kalifornische Wetterlage gar nicht in Zehenlatschen und Bademantel einkaufen gehen. Nein, das ist kein Film über Bowling. Das ist ein Film über den Dude, also gehört auch nichts anderes als der Dude auf den Cover. Wird mitgenommen.





01:30 Uhr Der große Stromausfall - Eine Stadt im Ausnahmezustand (ARD)
Ach du meine Güte. Was ist das? Drama, Dreiecksbeziehung oder was? Grün und Blau, o.k., das erinnert mich jetzt ein wenig an Science Fiction, aber anscheinend geht es ja um einen Stromausfall. Achso, Dunkelheit und Grün (Gift) = Gefahr. So könnte man es sich gedacht haben. Aber jetzt mal ehrlich, das sieht doch schon aus 3 Metern Entfernung nach Direct to DVD Videothekenmaterial aus, oder? Elizabeth Shue kann ich noch beim zweitem hingucken erkennen, aber Kyle McLachlan hätte ich nie erkannt. Das könnte auch Fox Mulder sein. Geht die Sonne am unteren Rand auf oder unter? Bleibt erstmal stehen.






Samstag, 23.08.09, 01.30 Uhr, ARD, Der große Stromausfall - Eine Stadt im Ausnahmezustand
Ich habe keine Ahnung um was es sich hier handelt, aber der Titel ist doch grandios?! Und morgen: Der grosse Pizza-Lieferdienst-Streik. Eine Stadt am Verhungern.


Der Cover hilft auch nicht weiter, wie du siehst.

01:45 Uhr They - Sie kommen (Tele5)
Alles was man wissen muß. Effektiver geht es wohl kaum. Ein Film nicht von Wes Craven aber von ihm präsentiert, vielleicht produziert. Wahrscheinlich. Wes Cravens Produktionen zeichnen sich grundsätzlich durch eine grundsolide Qualität aus. Also kann man schon mal gar nicht in eine böse Falle tappen. Blut und irgendeine geisterhafte Erscheinung. Es soll gruselig werden, klar. Vielleicht eher etwas für die Zaghafteren, daß es hier deftig zugeht, davon ist nicht auszugehen. Ich schätze mal ganz auf dem seit den X-Files und The Sixth Sense so beliebten Mystery Pfaden wandelnd. Kann man ohne weiteres mitnehmen. Denke ich jedenfalls.





03:00 Uhr Taras Bulba (ARD)
Das ist ja eigentlich genau mein Ding. Jedenfalls an einem verregnetem Sonntagnachmittag. Ich wußte gar nicht, daß Tony Curtis und Yul Brynner einmal zusammen in einem Historienschinken zusammen gespielt haben. Sieht nach Dschingis Khan aus, was es wahrscheinlich aber nicht ist, da der Film dann wohl anders heißen würde. Aber Asien oder Osteuropa, das wird es sein. Über das Cover hüllen wir einmal den Mantel des Schweigens, obwohl er schon ganz gut mitteilt, was da wohl geschehen wird. Reiten, kämpfen, Macht, Staub. Wird aus reiner Neugierde in jedem Fall mitgenommen.


Sonntag, 23. August

Sonntag, 23.08.09, 20.15 Uhr, RTL, Ein gutes Jahr
Bitte verpassen, wenn Ridley Scott Russell Crowe auf eine Aussteiger-Tour schickt. Das ist so dümmlich nichtssagend, wärmt auch noch schlimmste 80ies Yuppies Klischees auf, dass es schmerzt. Im angekündigten Alien Prequel frühstückt ein Alien wahrscheinlich bei Starbucks, dann ist Scott wenigstens in den 90ern angekommen.

Ja o.k., den werde ich dann mal verpassen.

20:15 Uhr Apocalypto (Pro7)
Ah Mel Gibson. Nach der Passion jetzt also die Apocalypse. Maya-Tempel im Hintergrund. Die Typen davor, was machen die? Feiern die etwa? Und der gebrochene Kerl im Vordergrund, hat der jemanden umgebracht? Ist auf jeden Fall düster bei den Mayas. Da unten steht es ja. Niemand kann ihr Schicksal überbieten. Frei übersetzt. Wo ist da die Logik? Warum sollte eine Zivilisation an Unterernährung und Machtkämpfen unter ihren Anführern zugrunde gehen wollen? Und sind nicht alle großen Hochkulturen der Geschichte ähnlichen Symptomen erlegen? Wirtschaftskrise und dem mit ihr einhergehenden Machtverlust? Hier lesen doch Historiker mit. Liege ich da tatsächlich so falsch mit meiner Annahme? Ich kann damit nichts anfangen, außer daß es sich wohl um einen modernen Mondofilm handeln muß. Ja das wird es wohl sein. Fürchterliche Rituale, ungeheuerliche Unmenschlichkeit, Titten und Blut. Exploitation Galore. Da sage ich doch nicht nein und greife zu.



00:00 Uhr Bobby - Der letzte Tag von Robert F. Kennedy (ARD)
Ja, den will ich tatsächlich schon länger sehen. Das Cover haut ja mal so richtig auf die Kacke. Golden Globe Nominierung, was ja eigentlich schon mal mehr Wert ist als ein Oscar Gewinn. Zumindest was den künstlerischen Aspekt anbelangt. Darstellerkino, ganz klar. Warum sollte sonst der halbe Cast auf dem Cover versammelt sein? Das kokettiert auch gar nicht erst mit dem Regisseur, was schreckliches verkünden kann oder auch einfach nur vornehme Zurückhaltung symbolisieren soll. Im Zweifel ist letztere Möglichkeit zu bevorzugen. Jedenfalls ist das schon ein ganz schön illusterer Cast, der sich dort präsentiert. Von Hopkins bis Frodo, von Demi Moore bis zur Hunt. Wird mitgenommen.

Montag, 24. August

10:10 Uhr Eine Hochzeit zum Verlieben (Pro 7)
Herzliche achtziger Jahre Rom-Com mit den gut aufgelegten Adam Sandler und Drew Barrymore. Der Film gefällt schon allein wegen Robbies bedröppeltem Hochzeitssong im letzten Drittel, ist aber auch sonst eine der sehr gelungenen (im Vergleich der ansonsten auch überwiegend gelungenen) Sandler-Komödien. Wieso Pro 7 das jedoch morgens um 10 Uhr verheizt, ich weiß ja nicht...

Weil Adam Sandler dort die wenigsten Zuschauer nerven kann?*g*

20:15 Uhr Mighty Ducks (Super RTL) Wenn man sich irgendwann noch mal an Emilio Estevez erinnern wird, dann sicher auch wegen dem Frühstücksclub, klar, aber ganz besonders auch wegen den Mighty Ducks. Nette Disney-Sportkomödie, die hier im ersten Aufguss noch weitaus besser funktioniert, als in den beiden Fortsetzungen. Und Joshua Jackson seh ich sowieso irgendwie gern, auch wenn ich mir "Fringe" erspart hab. Quack, Quack, Quack!

Nee Flo, du verwechselst da was. Quack, Quack, Quack war der hier.;)

20:15 Uhr Undercover Brother (Tele5)
Der muß es ja nötig haben. Wenn das tatsächlich der coolste und hippieste Film seit Jahren ist, warum weiß das denn dann noch keiner? O.K., affiger Typ mit zwei leckeren Schnitten, das stinkt gefährlich nach Austin Powers Ripoff. Keine Frage. Vielleicht ist der ja lustiger als das DVD Cover, ich glaube aber nicht daran. Lieber stehen lassen. Obwohl, so hätte ich damals nie In China essen sie Hunde entdeckt. Puh. O.K., den Clip stecke ich sicherheitshalber in die Hosentasche, damit kein anderer den Film wegschnappt falls ich mich doch noch für ihn entscheide.






22:35 Uhr Platoon (K1)
Alles klar. Napalm, Hubschrauber und der im Todesmoment die Arme zum Himmel streckende Willem Defoe. Mehr braucht das Cover eigentlich nicht. Das ist Platoon von Oliver Stone. Eine Szene die wie keine andere für den Film steht und eine der berühmtesten des 80er Jahre Kinos überhaupt. Ob man sich den Film noch mal antun möchte, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Davon abgesehen macht das Cover aber schon wieder ein wenig Lust und Laune auf Stones Vietnam Epos. Gute Arbeit in jeden Fall, auch wenn es moderner wirken möchte als es der Film letztendlich ist. Ein witziges Detail fällt mir gerade noch auf. Das Cover ist komplett in Grüntönen gehalten, soll wohl die grüne Hölle des asiatischen Dschungels symbolisieren. Klasse.

22:45 Uhr Frei nach Plan (ARD)
Frei nach Plan könnte man auch die Inszenierung dieses Vehikels nennen. Eine der Strafen, die einem beim ganzjärhigen Besuch einer Sneak-Preview erwarten. Der Film ist so schlecht (gespielt, inszeniert, photographiert - einfach irgendein filmisches Verb einfügen), dass er in der Tat nur aus Deutschland kommen kann. Wie ich schon Mal sagte: Für so was gehen Steuergelder drauf. Das muss man sich mal vorstellen.

Naja, ob deutsche Filmfonds nun in amerikanische Flops investieren und so um Steuerzahlungen herumkommen, oder deutsche Steuern direkt in deutsche Projekte fließen ... Egal.

So meine liebe Leser. An dieser Stelle muß ich zugestehen, daß ich mich heute zeitlich ein wenig übernommen habe. Deswegen habe ich mich gerade dazu entschlossen den Rest der Tipps im Laufe des morgigen Nachmittags (oder vielleicht auch schon früher) nachzureichen. Also, nehmt es mir nicht übel und dann bis morgen ... Und wie ich gerade feststellen muß, ist die ganze Formatierung auch noch für den Allerwertesten. ... Ich muß weg.


Montag, 24.08.09, 02.10 Uhr, RTL2, Very bad things
Kleine fiese, dreckige Komödie um einen Junggesellenabend in Las Vegas, der ein wenig aus dem Ruder läuft.Zu lachen gibt es eigentlich nichts, das bleibt einem eher im Halse stecken, angesichts obskurer Handlungsweisen.

Der Daumen zeigt in meiner TV Zeitschrift nach unten. Das muß aber nichts bedeuten.;)

Dienstag, 25. August

22:00 Uhr Femme Fatal (DAS4.)
Da fasse ich mir schon wieder an den Kopf. Wie kann man seinem Film nur einen so gräßlichen DVD Cover verpassen? Nur damit das klar ist. Der Film ist nicht von 1992, der hat gerade mal 7 Jahre auf dem Buckel. Das sieht ja aus als würde Banderas mit seiner Melanie ... Two Thumps up meint Robert Ebert, wer sich ein wenig auskennt, weiß daß das noch weniger zu bedeuten hat, als ein Lob in der Bäckerblume. Egal. Allein wenn ich die Frisur und die Klamotten dieser Femme Fatal sehe, die sind so etwas von abturnend, so etwas von nicht aus diesem Jahrtausend. Völlig daneben. Da habe ich schon gar keine Lust mehr mir den Text auf der Rückseite durchzulesen. Das einzige was interessant erscheint, ist der Name Brian De Palma und Banderas zu erwartendes unfreiwillig komisches Bemühen um Coolness. Falls der Film tatsächlich besser sein sollte, als der Cover verspricht, werde ich wohl Pech gehabt haben. Sorry, aber das hier sieht einfach nur billig aus.



22:45 Uhr Harte Ziele (Kabel 1) Wir schreiben das Jahr 1993 und The Muscles of Brussels holt Hong-Kong-Visionär John Woo nach Hollywood. Zu einer Zeit, als Nicolas Cages Haupthaar noch nicht ganz so deppert aussah, durfte sich Van Damme mit schulterlangem, gegeltem (oder nur unentwegt nassem?) Haar durch New Orleans kloppen. Allein die Nummer mit der Baumschlange wird mir wohl ewig im Gedächtnis bleiben. Hach ja, damals ahnte noch niemand was von "Mission: Impossible 2", "Windtalkers" oder "Paycheck". Läuft jedoch wie bisher jede deutsche Free-TV-Fassung gekürzt.
Trägt Van Damme wieder Bundfalte, oder geht es diesmal?

Mittwoch, 26. August

20:15 Uhr Edward mit den Scherenhänden (SRTL)
Aus der Entfernung könnte man meinen es hier mit einem japanischen CGI Sci-Fi Monster zu tun zu haben. Aber schon der zweite Blick macht neugierig. Johnny Depp lese ich noch vor dem Film Titel und suche Depp auf dem Cover. Aber selbst wenn ich weiß, daß der halb mechanische Typ auf dem Cover, dessen Traurigkeit förmlich ins Gesicht geschrieben steht, Johnny Depp ist, erkenne ich ihn nicht. Was aber alles andere als negativ ist, sondern nur darauf hinweist, daß nicht der Star im Mittelpunkt steht, sondern die Hauptfigur des Filmes. Auf den scharfen Klingen sitzt ein Schmetterling, gleichzeitg Symbol Burtons fantastischer Kreativität und Fantasie, wie auch Symbol für die Verletzbarkeit und Harmlosigkeit seines "Monsters" Edward. Ein Cover wie er für diesen Film nicht besser gestaltet hätte werden können. Nehme ich in jedem Fall mit nach Hause.





Donnerstag, 27. August

20:15 Uhr Space Cowboys (VOX) Eigentlich schade, daß hier versucht wird dem gar nicht mal so anspruchsvollen und doch eher ironischen Beitrag zum Thema die Alten darf man nicht vergessen von Clint Eastwood eine gewisse Seriösität mit auf dem Weg zu geben. Lediglich die an alte Zucker Produktionen erinnernde Stilisierung des Space Shuttles lockert das Cover ein wenig auf. Ansonsten erinnert mich der Cover eher an einen Ron Howard Film, aber mit Ron Howard Filmen haben Clint Eastwood Filme ja eigentlich nicht viel gemein. Auch klar, daß die glorreichen Vier das Kind schon schaukeln werden, es handelt sich schließlich um wirkliche Ikonen des Kinos, auch wenn mir Tommy Lee Jones da nicht wirklich hineinpaßt, da er seiner Zeit eigentlich von den Produzenten in Hollywood noch gut gebucht wurde. Also gar nicht mal Held vergangener Tage war, sondern durchaus aktueller Kinotage. Obwohl mir der Cover überhaupt nicht zu gefallen weiß, würde ich die DVD aber wahrscheinlich nicht stehen lassen, denn bei Eastwood weiß man einfach, daß es nicht übel werden kann.




22:45 Uhr Meine Frau, ihre Schwiegereltern ... (ARD)
Oh Mann, klar den ersten Teil hat man gesehen. Aber wenn wir ehrlich sind, hat es dort später auch nur noch Byrnes Kater herausgerissen. Was mir an diesen amerikanischen Familienkomödien immer wieder den Spaß verdirbt, ist nicht die Wendung zum Guten am Ende, sondern irgendwie die Tatsache, daß nach 30 oder 40 Minuten die Gagdichte progressiv abnimmt. Und hier scheint mir schon der Anfang ziemlich harmlos. Dustin Hoffman und Barbara Streisand, o.k., die waren vielleicht vor 35 Jahren mal ganz schräg drauf, aber heute sind die doch einfach genauso spießig, wie ihr Gegenpart im Film es wohl sein soll. Zum Thema peinliche Hippie Eltern fällt den Machern dann auch nichts anderes ein, als ein Hawai Hemd tragender Hoffman. Laaaangweilig. Kann getrost im Regal stehen bleiben.





Freitag, 28. August

Freitag, 28.08.09, 13.30 Uhr, SWR, Hondo
Alles was man zu Hondo wissen muss.

Junge, du mußt jetzt ganz stark sein, das hier ist das TV Remake von 1967 mit Ralph Taeger. Vom Duke weit und breit keine Spur.;)

20:15 Uhr Auf Kriegsfuss mit Major Payne (RTL II)
Den schau ich auch immer gern, wenn er grad kommt und ich nichts Besseres zu tun habe. Eine Zeit, in der Damon Wayans noch lustig war (ja, die gab es). Allein sein Robot-Dance in der Disco - herrlich. Oder wie er die Angst vor dem Monster im Schrank ausmerzt - süß. Nee, der passt schon. Und übrigens, der Name von Wayans Figur - Achtung - ist ein Wortspiel (Payne=Pain=Schmerz). Und das war noch bevor Max Payne entwickelt wurde. Soviel dazu.

22:10 Uhr Scream 2 (RTLII)
Ich weiß nicht warum Cravens Fortsetzung mit so einem üblen Cover abgespeist wird. Kann mir das mal jemand erklären? Das sieht eher nach einem Ripoff aus, als nach dem Original. Daß ich Neve Campbell und Liev Schreiber nicht leiden kann, dafür kann das Cover ja nichts. Aber das ändert auch nichts daran, daß die geometrisch angeordneten Fernsehdarsteller hier einem eigentlich gelungenem Titel die Würde stehlen. Man denke sich die fünf in der Mitte weg und wir hätten es mit einem sehr eleganten und klassischem Horrorcover zu tun. Zumal der halbe Cast auch unten noch einmal schriftlich aufgeführt wird. Ich glaube der oder die Grafiker trauten hier einfach nicht den Lesefähigkeiten der Zielgruppe. Was natürlich völliger Quatsch ist.
Traurig, wird aber dennoch mitgenommen. Scream ist schließlich eine Marke, die für Qualität steht, auch wenn der Cover nicht unbedingt darauf schließen läßt und eher Direct to DVD vermittelt (was nicht unbedingt schlechtes, aber auch nicht unbedingt gutes bedeuten muß).



22:15 Uhr Pusher (Tele5)
Das Cover ist in jedem Fall interessant. Das sieht nach ein wenig nach Arthouse aus. Das Rot, das Weiß, der anonymisierende Titel über den Augen des Pushers. Ganz klar, Pusher möchte ein besonderer Film sein. Ein wenig Skandalfilm vielleicht. Daß es um Drogen geht, erkennt man nicht nur am Titel, sondern auch am erst auf den zweiten Blick als solches zu erkennendem Koks. An der Rasierklinge klebt zwar kein Blut, aber daß hier Menschen sterben, dürfte wohl klar sein. Nicolas Winding Refn, den Namen habe ich noch nie gehört. Daß sich hinter dem Namen ein Däne verbirgt, darauf muß man ja auch erstmal kommen. Auf der Rückseite sind aber ein paar alte Bekannte zu entdecken. Mads Mikkelsen und Kim Bodnia (ja, Harald aus In China essen sie Hunde). Den werde ich in jedem Fall mitnehmen. Keine Frage, auch wenn ich erst einmal nichts wirklich großartiges, sondern ziemlich skandinavisches erwarte. Und Skandinavier sind im Zweifel immer einen Blick wert.


Puh, hätte ich es endlich geschafft. Ich muß jedoch sagen, daß ein Post mit so vielen Bildern unter Blogger einfach eine Qual ist. Denn wie man an der Formatierung erkennen kann, kommt dabei nichts wirklich ansehbares heraus. Ein einziges Herumrutschen. Ich weiß nicht, ab das nicht vielleicht auch am Firefox lag, der gerne mal Skripte ein wenig länger verarbeitet und dabei aufzugeben scheint. Falls ich das hier noch einmal wiederholen möchte, muß ich auf jeden Fall vorher nochmal meine HTML Kenntnisse ein wenig auffrischen und vielleicht einen anderen Browser verwenden.

Naja, mehr wissen wie jede Woche natürlich auch die anderen:
Blockbuster Entertainment, Kino, TV & Co und immer wieder ab samstags. Und sonntags gibts den ultimativen Filmtipp der Woche von Kaiser_Soze.

Ja ... auf den habe ich auch schon verdammten Bock oder es gibt Trailer zu denen muß man gar nichts mehr weiteres schreiben



Und täuschen mich meine Augen, wenn ich da tatsächlich echte Kostüme sehe?

Lieblingsszenen V

Don Ciro ist Mafiabuchhalter. Er versorgt die Hinterbliebenen toter Camorra Soldaten oder Familien deren Ernährer in Haft sitzen mit der semmana. Mit der Zuspitzung der Fehde innerhalb der verschiedenen Camorra Clans gerät auch er immer mehr unter Druck, da ihm das Budget für die regelmäßigen Zahlungen gekürzt wird. Die Situation ist sehr angespannt. Während Don Cito das Geld für die nächsten Zahlungen zählt, er untergeben und verängstigt feststellt, daß es wieder weniger ist, was er den Familien und Hinterbliebenen auszahlen kann, fallen aus heiterem Himmel Schüsse. Sein Boß fällt tot zusammen. Ehe er und der Zuschauer realisieren kann was überhaupt geschieht, wird ihm die Pistole von Unbekannten an den Kopf gehalten und das Geld gestohlen. Langsam und vorsichtig verläßt er den Ort des Verbrechens, steigt über die Leichen der draußen ermordeten Clanmitglieder ohne sie weiter zu beachten. Ängstlich geht er die nur wenige Meter entfernte Straße hinauf, eng an der Mauer entlang. Langsam rückt die stark befahrene Hauptstraße ins Bild. Niemand in den vorbeifahrenden Autos wird etwas von den Morden bemerkt haben, obwohl das Verbrechen lediglich einen Steinwurf neben ihnen geschehen ist. Garrone gelingt es mit dieser einzelnen Szene die ganze Brutalität, die Skrupellosigkeit, den geballten Abschaum des organisierten Verbrechens unterzubringen von denen sein Film erzählt. Die volle Wirkung dieser Szene entfalltet sich jedoch erst in ihrer Pointe. Das Verbrechen ist unter uns, auch wenn wir es nicht sehen können. Grandioses Kino.

Gomorrha - Reise ins Reich der Mafia

Matteo Garrone, Italien 2008

Die ganze Wahrheit oder Junkfilter sind auch keine Endlösung

Diese Nachricht erreichte mich schon am Sonntag, wurde jedoch leider von Thunderbird als Junk eingestuft. Zum Glück konnte ich diesen Fehler heute Morgen noch entdecken. Doof will ja niemand sterben (naja, die meisten jedenfalls).
Ich bin in Osnabrück aufgewachsen.
Und nicht im Ruhrgebiet.
Ätsch!
viele Grüße,
Martin Sonneborn
Bundesvorsitzender Die PARTEI
PS: Das hat auch was mit der Nachfrage zu tun. TITANIC-Lesungen im Ruhrgebiet sind immer extrem schlecht besucht.

Der PARTEI-Film - Das Ruhrgebiet geht leer aus [Reloaded]

Seit letztem Donnerstag läuft in ausgesuchten Kinos der Der PARTEI-Film. Leider nicht im Ruhrgebiet. Ich habe bei der PARTEI mal höflich nachgefragt, warum das so ist und hoffe auf eine leicht verständliche Rückantwort und im Sinne der restlichen 5.245.597 Ruhrgebietsbewohner gehandelt zu haben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mit dieser e-Mail lediglich meinen Ärger über die Nichtversorgung des Ruhrgebiets mit Kopien ihres Films zum Ausdruck bringen. Wie kann es sein, daß Deutschlands wichtigster Film seit Fritz Langs Metropolis in Europas drittgrößtem Ballungsraum (noch, ich weiß) nicht zu sehen ist? Es kann doch nicht sein, daß ich jetzt wirklich mit meiner Mofa ins ach so tolle und gegenüber dem Ruhrgebiet unglaublich besserwisserische Rheinland (Düsseldorf) oder in das von uns so belächelte (Inzucht, Wasserköppe und schlimmster Katholizismus) Münsterland (Münster) gurken muß, um den Film DIE PARTEI zu sehen. Was haben ihnen die Menschen im Ruhrgebiet angetan, daß sie von ihnen mit Nichtbeachtung bestraft werden? Dagegen gleich zwei Vorstellungen in Osnabrück. Waren sie schon einmal in Osnabrück? Da gibt es ja noch nicht einmal ein Kino, das ihren Film zeigen möchte, stattdessen muß ihr Film dort in einer nach Bierhefe stinkenden Kulturklimperbude gezeigt werden, wenn ich ihren Spielplan richtig interpretiere. Was erhoffen sie sich davon? Für zweimal 90 Minuten drei betrunkene Landjugendliche weniger am Bahnhofskiosk? Berlin ist sehr groß, daß diese Stadt mit zwei ihrer offensichtlich nicht zahlreichen Kopien versorgt wird, dafür kann ich Verständnis aufbringen. Aber warum die Schickeria in München auch gleich zwei Kopien von ihnen in den Allerwertesten gestopft bekommt und 5.245.598 Menschen im Ruhrgebiet - das sind ungefähr so viele Menschen, wie sie in Osnabrück, Berlin und München zusammen wohnen - leer ausgehen, das erschließt sich mir einfach nicht. Ich bitte sie daher um eine leicht verständliche Erklärung in Form einer Rückantwort auf diese e-Mail, gebe ihnen jedoch zu bedenken, daß ich sie auf meinen Blog zeitverschwender.blogspot.com veröffentlichen werde, damit auch die restlichen 5.245.597 Menschen im Ruhrgebiet wenigstens wissen, warum sie von der PARTEI mit Missachtung bestraft werden.

Mit freundlichen Grüßen

tumulder

Die freundliche Antwort lag heute morgen prompt in meinem Postfach. Dafür mein Dank an die Smacfilm GbR.

Lieber Tumulder,

vielen Dank für Deine virtuos, konstruktive Kritik. Du hast in jedem Punkt absolut recht. Wir sind eine kleine Firma ("smacfilm") die den Film zusammen mit dem "Titanicverlag", ohne Förder- oder Fernsehgelder produziert hat. Vom Vertrieb des fertigen Films fühlten wir uns endgültig überfordert und haben diesen an das renommierte Berliner Unternehmen "Barnsteiner Film" delegiert. Wir haben uns erlaubt Deine Mail unverzüglich an unseren Vertrieb weiterzuleiten, in der Hoffnung daß dort die erforderlichen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Wenn die PARTEI bereits an der Macht wäre, würden wir die Kinos im Ruhrgebiet zur Aufführung des Film zwangsverpflichten.
So sind wir leider auf das Verhandlungsgeschick unseres Vertriebs angewiesen, dass aber durch Deine Mail hoffentlich den entsprechenden Schub bekommen wird um Deine zu 100% berechtigten Forderungen zeitnah umzusetzen.

Mit besten Grüßen
Andreas Coerper

PS.: Wir haben uns sagen lassen, dass es auch sehr wirkungsvoll sein soll, wenn in den Lichtspielhäusern wiederholt nachgefragt wird, warum der "PARTEIfilm" dort nicht gezeigt wird...

Sollte nun allen Ruhrgebietlern klar sein, watt zu tun is. Nä?.

Dem Trainer sein Content geklaut

... auch wenn es eigentlich gar nicht sein eigener ist, sei das mal erwähnt. Ist aber auch sowas von lustig, da konnte ich nicht widerstehen.

Indizien

Egal ob Schalke heute im ersten Bundesligaheimspiel der neuen Saison gegen Bochum gewinnt oder nicht. Auf Schalke wird endlich wieder professioneller gearbeitet, und zwar in allen Bereichen des Vereins. Schon allein daran zu erkennen, da ich seit dem Sommer 2003, der Sommer in dem ich meine Saisonkarte an einen Freund weitergab, zum ersten Mal wieder den Fanartikel-Katalog zugeschickt bekam. Kann man natürlich aufgrund der mauen finanziellen Situation als den berühmten Griff an den Strohhalm deuten, oder aber auch als Indiz für frisches Denken in allen Abteilungen.

Glück Auf

P.S. Das neue Design von Schalke04.de finde ich gut und längst überfällig, das aktuelle Mannschaftsfoto empfinde ich jedoch als mittlere Katastrophe. Erstens hat der Beleuchter schlechte Arbeit abgeliefert, da das Licht einfach zu künstlich wirkt und das Foto wie eine nicht gelungene Montage aussehen läßt. Zweitens fehlt auf dem Bild Manuel Neuer. Ich schätze einmal, daß er sich noch in Schweden bei der U21 Europameisterschaft aufhielt. Benedikt Höwedes fehlt ja auch, was mir aber jetzt gerade erst auffällt.

P.P.S. Außerdem scheinen nur Felix Magath und Rafinha gute Laune zu haben, die anderen wirken als müßten sie gleich ohne Abendbrot ins Bett.

Arbeit für den Rekorder 15. - 21. August

Achtung! JMKs Senf ist dunkelgrün formatiert, was schon mal eine schlechte Idee von mir war, da dunkelgrün von schwarz anscheinend auf manchem Display kaum zu unterscheiden ist. Leider kann ich JMKs Beiträge jetzt nicht mehr in Pink umformatieren - weiß auch nicht, Blogger zickt gerade wieder ein wenig rum -, also einfach den Kontrast und die Farbe an euren Monitoren voll aufdrehen.

So, da JMK diese Woche, vielleicht ganz unbewußt, die Rolle des bösen Cops bei den TV-Tipps übernommen hat (naja, so wirklich nur in zwei Fällen), werde ich mich in dieser Ausgabe definitiv handzahm geben. Versuche ich zumindest. Mal gucken was so kommt.

Samstag, 15. August

20:15 Uhr Drei Engel für Charlie (Pro7)
Ach nee, ich wollte ja nicht …

Samstag, 15.08.09, 20.15 Uhr, Comedy Central: My blue Heaven
Menschen die ein wenig Sinn für Humor haben, lassen die dämlichen Engel links liegen und biegen rechts ab zu My Blue Heaven. Das dürfte so ungefähr der letzte vernünftige Steve Martin Film gewesen sein, bevor er in die Untiefen der seichten-dümmlichen Unterhaltung abtauchte. Hier mimt er einen Mafia Aussteiger der eine Kleinstadt aufmischt. Herb Ross inszenierte eine kleine, manchmal fiese Persiflage auf das Kleinstadt-Leben mit eben Steve Martin, Rick Moranis und der wunderbaren Joan Cusack. Ein wirklicher Spass.


Den kenne ich noch gar nicht, aber bei diesem Cast kann eigentlich gar nichts schief gehen.

Samstag, 15.08.09, 22.10 Uhr, SuperRTL: Tin Men
Die kleinen Sender scheinen heute ein gutes Händchen zu haben. In Tin Men bekriegen sich Danny DeVito und Richard Dreyfuss als Aluminium-Fassaden Verkäufer in den 60er Jahren. Das ist in erster Linie natürlich komisch, doch bleibt einem oft genug das Lachen im Halse stecken, zu böse und zu rücksichtslos agieren die zwei in ihrem Hass. Barry Levinson wagte den Versuch die Obsessionen zweier Männer und das Streben nach einem materiellen Vorteil zu überspitzen, was ihm durchaus gelingt und wenn man dabei noch ein wenig unterhalten wird, umso besser.

Hehe, uns Barry Levinson. Wird garantiert niemanden weh tun.

23:35 Uhr Catacombs (RTL)
Och, na klar ist das jetzt nicht der Horrorweisheit letzter Schluß. Wissen wir doch, daß das Monster Pink (hat die schon mal jemals jemand live singen hören, und wenn ja, hat er es ohne ernstere Langzeitschäden im Kopf und Gehör überlebt?) nicht ausreicht, um über 12 Jährige länger als 5 Minuten bei der Stange zu halten. Klaro, aber daneben bietet Catacombs, wenn erst einmal der Kulturschock europäischer Undergroundpartys aus der Sicht bibeltreuer Überseelandbevölkerung überstanden ist, einige wirklich gelungene und screepige Szenen. Am Ende bekommt Pink auch noch eins mit Schmackes über die Birne gezogen. Kann man machen, also im Film …

Samstag, 15.08.09, 23.45 Uhr, ZDF: Andromeda
Grandiose Verfilmung des Michael Eichtonnen Bestseller. Noch nie wurden Viren so plastisch und so furchteinflössend dargestellt. Robert Wise nahm sich nicht nur das Buch, auch die Technik Crichton zum Vorbild und versuchte sich an einer realistischen Ausarbeitung und Darstellung einer möglichen Bedrohung aus dem All. Gerade diese Reduktion und Realitätsnähe macht Andromeda mehr als sehenswert. Pflicht.

Ja, ja, ja, ja, ja. Eine wirklich obercoole Hard-Sci-Fi Obersause. Vorsicht, könnte heutigen Sehgewohnheiten entgegenstehen. Gerade die erste halbe Stunde gehört mit zum Besten des 70er Jahre Kinos. Ach was, zum Besten der Kinogeschichte überhaupt.

00:05 Uhr Woodstock: Three Days of Peace & Music – The Directors Cut (WDR)
Ich kenne nur die normale Schnittfassung mit schrecklichem deutschen Kommentar. Hier also, der vor 14 Jahren zum 25. Jubiläum neu geschnittene und wesentliche längere DC OmU. Für Musikbegeisterte wie mich wohl das Highlight des Wochenendes. Allein schon wegen Jimi Hendrix und seiner Version des Star-Spangled Banners und natürlich des Purple Haze … Vorsicht 215! Minuten.

01:35 Uhr Kap der Angst (ARD)
Ich kann ja gar nicht oft genug betonen, welch kleines Meisterwerk Scorcese hier abgeliefert hat. An Atmosphäre aus nicht nur unterschwellig, sondern geradezu fühlbaren Ungemach kaum zu toppen. Ich weiß gar nicht was ich an diesem Film besonders herausstellen sollte, Score, Cast, Inszenierung, alles einfach nur stark. Eine der wenigen Neuverfilmungen, die ihr schon kaum zu stellendes Vorbild überflügeln können. Ein absolutes Kinohighlight. 11 von 10 Punkten.

Sonntag, 16. August

Sonntag, 16.08.09, 22.20 Uhr, Pro7: Lucky Number Slevin
Der erste Film in dem Joch Hartnett nicht nervt oder nicht nur Beiwerk darstellt. Gibt sich cleverer als er ist, der vermeintliche Twist ist nach 20 Minuten offensichtlich und so dümpelt das Thrillerchen so vor sich hin. Alles ganz nett und schön fotografiert, aber dennoch für all jene unbefriedigend die schon mal mehr als drei Filme in ihrem Leben sahen.


Immerhin ist dem Cast unbedingte Spielfreude anzumerken. Gefällt sich aber wirklich ein wenig zu sehr in seiner Plottwist Ausstellung. Naja, ist halt so ein netter Post-Pulp Fiction Flick, wenn auch einer der besseren …

Sonntag, 16.08.09, 23.35 Uhr, ARD: Nach der Hochzeit
Na klar, dass das im ÖR läuft. Vollschrott! Scheisse aus dem Dogma Universum. Uninspiriert, artsy farty Müll. Da darf man dann Kameraeinstellunge von verdorrten Blumen anschauen, die den Tod verdeutlichen sollen. Ja klasse. Macht sowas ein Schüler an der Filmhochschule fliegt er doch hochkant raus. Und das zurecht. Wer das schaut hält auch Jarmusch für Kunst. Da schrieb ich mal was zu: Nun gut, nur mit dem Sender lag ich falsch.


[edit] Jarmusch hat schon allein aufgrund der Helsinki Episode in Night on Earth bei mir ein Stein im Brett.

01:35 Uhr Natural Born Killers (ARD)
Es ist schon ein wenig komisch anzusehen, wie sehr Oliver Stones Skandalfilm mittlerweile an Arterienverkalkung zu leiden hat. Obwohl sein Thema bestimmt nicht an Aktualität verloren hat, eher hat es dazugewonnen. Egal, der Film wirkt heute einfach nur noch auf Messers Schneide rutschend, anstatt daß er auf ihr zu balancieren versucht. Immerhin, auch hier ein guter Cast.

Montag, 17. August

Montag, 17.08.09, 10.00 Uhr, Pro7: Mondscheintarif
Montag morgens? Na gut, dann guck ich den zum Frühstück. Wunderbar gespielte Liebeskomödie über Frau die will aber nicht und dann nicht soll oder darf. Hätte vielleicht ein wenig mehr Tempo vertragen können, die gut aufgelegten Darsteller, vor allem Gruschenka Stevens, und das Spiel mit Klischees, retten der Film aber locker.


Ich schaue heute überhaupt nicht in die Glotze, habe nämlich genug damit zu tun, meinen Geburtstagsgästen ordentliche Steaks zu grillen. Aber das soll hier keinen weiter stören.

Dienstag, 18. August

21:00 Uhr Ein mörderischer Sommer (ARTE)
Auch wenn die Rückblenden ein wenig stören, Jean Becker ist mit seinem von der Sommerkomödie ins Psychodrama wegkippenden Klassiker ganz Großes gelungen. Isabelle Adjani wird man nicht gefährlicher und gleichzeitig unschuldiger zu Gesicht bekommen. Was Becker und Adjani hier mit den Gefühlen des Zuschauers treiben, gehört eindeutig in die Kategorie Extrem Gemein. Wahrscheinlich wird dem Film deswegen auch nicht mehr das Wohlwollen entgegengebracht, das er eindeutig verdient hätte. Auf keinen Fall den Plot googlen, auf keinen Fall. Das ist mein voller Ernst. Ich hoffe Arte versendet den Film in einer ansprechenden Bildqualität, die ist nämlich auch auf der DVD nicht die allerbeste.

22:00 Uhr The Replacement Killers (K1)
Durchaus bespaßendes Action Fast Food mit dem leicht onkelhaften aber grundsoliden Chow Yun-Fat und der überaus niedlichen aber alles andere als naiven Mira Sorvino (Was macht die heute eigentlich?). Kann man weggucken wie sich eine Tüte Chips wegfuttert. Ach ja, uns Hollywood Star Til darf auch schnell wegsterben. Sehr ordentlich, wie die bisherige TV-Woche.

Mittwoch, 19. August

23:20 Uhr Hitfabrik Motown (BR)
Motown wird oft als Musikgenre wahrgenommen. Mehr kann ein Plattenlabel eigentlich nicht erreichen, und wenn die Funk Brothers eben jenes Plattenlabels aus dem Nähkästchen plaudern und dabei ihre alten Hits spielen, dann ist das schon ein Grund einzuschalten. Keine Ahnung, ob die Versprechungen eingehalten werden.

Donnerstag, 20. August

21:00 Uhr Top Secret (ARTE)
Keine Frage, Top Secret war wohl der absolute Durchbruch für Abrahams und die Zuckers. Ich habe den Film schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und traue mich daher gar nicht meine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen. Val Kilmer in blutjung, Peter Cushing in schon etwas älter und jede Menge alberne Gags den Agentenfilm betreffend. Naja, Zucker und Abrahams, da weiß man eigentlich was man zu erwarten hat. Dürfte nicht unspaßig sein, wenn man sich noch an die Blaue Lagune erinnern kann.

Donnerstag, 20.08.09, 22.45 Uhr, ARD: Ein Chef zum Verlieben
Für die eine Hälfte der Menschheit ist das wohl die Hölle, für die andere der Himmel. König und Königin der Romantic Comedy in einem Film. Hugh Grant und Sandra Bullock als böser Firmenchef und aufrechte Anwältin, die sich bekriegen und dann kriegen. Das ist natürlich banal und eigentlich nicht der Rede wert, aber die zwei harmonieren wunderbar, das Timing stimmt und die Mischung aus eben Liebesgeschichte und Komödie stimmt auch. Somit eine klare Empfehlung.

Haha, noch einmal Luft holen für das was gleich von dir kommen wird. Wa? Da ich eigentlich keine Zeit habe (was man an den vielen von mir nicht erwähnten guten Filmen diese Woche merkt, die aber bestimmt noch von meinen Kollegen erwähnt werden), ich aber dennoch meinen Sermon zu einigen Freitagsfilmen nicht auslassen möchte, der

Freitag, 21. August

nun in ganz kurzer Form. Danach überlasse ich JMK das Feld.

20:15 Uhr Wing Commander (DAS4.)
Spieleentwickler sind keine Regisseure, schon gar nicht wenn sie überhaupt keine Knete für ihre Träume aufbringen können. Bemitleidenswert dämlich.

20:15 Uhr National Security (Pro7)
Billigst abgedrehte Buddy Klamotte mit nervigen Martin Lawrence und einen nicht mehr in meiner Erinnerung stattfindenden Steve Zahn. Dürfte noch nicht mal denen gefallen, die sich den Diamanten Cop als BluRay (wird doch so geschrieben, oder?) zulegen möchten.

22:25 Uhr Intermission (3Sat)
Chaos in Dublin. Keine Ahnung, aber Colin Farell, Cillian Murphy und das Bild mit dem toten Schaf auf der Motorhaube machen mich neugierig. Wird aufgenommen.

22:35 Uhr Scoop (ZDF)
Bin ich auch noch nicht zu gekommen. Nein, bei Woodys Londonfilmen werde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen und hier irgendetwas vermuten.

23:45 Uhr Suspect Zero (Pro7)
Und noch so ein Akte X trifft in Nolans Memento Look auf Finchers Sieben Depressionen Videotheken Einschnarcher. Ach, Tom Cruise hat produziert und seinen Namen anschließend aus den Vorspann entfernen lassen? Dafür habe ich Verständnis.

00:05 Uhr Shocker (Tele5)
Ich weiß, kommt vierteljährlich. Aber wenn meine TV-Zeitung nicht lügt, zum ersten Mal ungeschnitten. Craven hat es drauf. Bunt, schrill und vor allem alles andere als unernst.

02:20 Uhr Haus der Vergessenen (RTLII)
Noch ein Craven und schon wieder angeblich ungeschnitten. Den habe ich leider noch nie wirklich vollständig gesehen. Versuch macht klug.

Freitag, 21.08.09, 22.15 Tele5: Alone in the Dark Der dümmste Film der Welt. Natürlich nur echt mit dem Dr. Boll Idiotie-Siegel. Das dürfte auch der erste Film sein, dem ein Recut fürs TV nicht weiter verstümmelt oder die Handlung ad absurdum führt. Alone in the Dark hat keine, also wirklich keine, da tauchen Amulette auf und verschwinden wieder, da stöckelt Tara Reid kopf- und hirnlos durch die Gegend und Slater faselt irdengwas von Tor zur Hölle oder so ähnlich. Das ist alles so unfassbar dumm.

Ich weiß gar nicht was du hast (das las sich alles irgendwie in deiner e-Mail viel böser, aber meine Einleitung werde ich jetzt nicht mehr ändern). Boll folgt halt einfach nur den neuen Regeln des Kinos, einfach Gehirn abschalten und gut is', ist halt Popcorn Blockbustertum (o.k., mit den beschränkten bollschen Produktionsmitteln).;)

Die anderen wissen (hoffentlich) wie immer noch mehr ...
Blockbuster Entertainment, Kino, TV & Co und immer wieder ab samstags. Und sonntags gibts den ultimativen Filmtipp der Woche von Kaiser_Soze.