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Fast Forward >> Dead Snow

1000 und 1 Horrorfilm. Heutiges Thema: Zombie-Nazis in Norwegen. Tommy Wirkola hat sie alle gesehen, alle Klassiker und noch ein paar Unbekanntere dazu. Denn Ken Wiederhorns Shock Waves, der hier als offensichtlicher Unterbau der Chose dient, ist garantiert einer der Unbekannteren. Soviel ist klar, wenn dann am Ende der Abspann seiner Splatter Komödie zur mittlerweile auch schon wieder anachronistisch wirkenden Metalkonserve die Stoptaste am Player drücken läßt. Dabei eröffnet Dead Snow doch so schön mit Edward Griegs In the Hall of the Mountain King und einer Flucht durch die vom Vollmond erhellte Schneelandschaft irgendwo in den Bergen Norwegens. Ich weiß gar nicht warum sich Wirkola dazu entschieden hat den weiteren Verlauf seines Films so sehr seiner eigenen Zitatwut zum Opfer fallen zu lassen, hinter der sich überhaupt nichts, aber auch gar nichts anderes als weitere Genrezitate verbergen. Sicherlich, den Nerds und Gorekids wird das erst in der zweiten Hälfte wirklich zur Splattergranate mutierende Genrepanoptikum gefallen. Wer jedoch mehr als einen gefühlt in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren schon 1000 und 1 Mal gesehenen Filmquiz erwartet, was bei dem Grundthema Dead Snows gar nicht so abwegig ist, wird ebenso sicherlich enttäuscht werden. Das was von Dead Snow in Erinnerung bleibt, reduziert sich auf die sehr wenigen gelungenen Gags in einem den üblichen Teen-Horror Konventionen verschriebenem Korsett. Das ist schon verdammt wenig, gerade da sich Wirkolas Arbeit offensichtlich als Partyfilm verstanden wissen möchte, zu dem ihm jedoch die nötige Mentalität fehlt. Viel zu lasch geben sich die Monströsitäten zwischen den krampfhaften Versuchen so etwas wie einen Spannungsaufbau herzuleiten. Alles, aber auch wirklich alles in Dead Snow ist zu vorhersehbar oder versagt einfach an einem schlechten Timing. Einzig in dieser Hinsicht kommt Wirkolas Exploitation Revue einem großem Teil seiner hier gehuldigten Lieblinge sehr nah.

5,5/10 Punkte