Kurz und Knapp - The Dark Knight

Batman Joker Forever, jawoll. The Dark Knight ist die neueste Interpretation des schwarzen Rächers, zum zweiten mal unter der Regie von Wunderkind Christopher Nolan. Batman Begins, sein erster Versuch Bruce Wayne ins neue Jahrtausend zu hieven. Bemüht die Geschichte neu zu starten, einen realistischeren und dunkleren Anstrich zu geben, aber weitestgehend inhaltsleer. Ja, ja, die Fanboys fressen alles. Und so war auch klar, daß sich um The Dark Knight im Vorfeld ein gigantischer Hype aufbauen wird. Ungefähr 36.000.000 Treffer meldet Google, ungesehen mußte der neue Batman schon als bester Film aller Zeiten herhalten. Gestern war ich im Kino um mir selbst ein Bild zu machen.

Eines vorweg, der Kinogang ist keine Enttäuschung. The Dark Knight erfüllt alle Wünsche des durchschnittlichen Kinogängers an einem Sommerblockbuster, kann sogar, ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger, ein wenig Epic-Feeling aufbauen. Endlich wieder ein echter Kampf zwischen Held und charismatischen Schurken im Kino. Das hat mir schon seit langem im Popcornkino gefehlt. Gegen Ledgers Darstellung des Jokers stinkt so ziemlich jeder Bösewicht der vergangenen Jahre einfach ab. Das macht Spaß, man wird im Laufe des Films fast süchtig nach den Monologen des Terroristen.

Und da sind wir auch schon an der viel zitierten und gelobten Metaebene des Filmes angelangt. Zur Handlung möchte ich nichts schreiben, da sie eigentlich unerheblich für die Wirkung des Filmes ist. Es ensteht mir der Eindruck als ginge es in The Dark Knight nur um eine Sache. Welcher Mittel muß sich ein Rechtsstaat bedienen um einer Bedrohung Herr zu werden. Es geht weniger um das Darf sondern lediglich um das Muß. Und hier enttäuscht mich Nolan auf ganzer Linie. Er rechtfertigt, vielleicht unbewußt in jedem Fall aber blauäugig, so ziemlich jedes Vorgehen seines Heimatlandes seit dem 9/11, auch wenn die Mittel im Rahmen der Dramaturgie grundsätzlich ersteinmal in Frage gestellt werden. Als erstes fällt mir da natürlich der schnell gebrochene Protest Luxio Fox gegen die Überwachung von 30.000.000 Menschen ein. Er bedient sich letzten Endes des Mittels und der Erfolg steht außer Frage. Der Zweck heiligt die Mittel, das ist die einzige Aussage des Filmes. In dem Moment in dem der Staat gegen das Unberechenbare unter Einhaltung der Regeln vorgeht kann er nur verlieren. Jetzt könnte man es Nolan zu Gute halten, daß die Verhaftung des Jokers den Tod Rachels nicht verhindern konnte und er damit aufzeigen möchte, daß Guantanamo, Folter und harte Verhörmethoden keineswegs von Erfolg gekrönt sind. Ich kann diese Sichtweise aber auch völlig umkehren indem ich behaupte der eine Anruf, der dem Joker schließlich nicht ganz freiwillig gewährt wird, der jedem Gefangenen in einem Rechtsstaat zusteht, führt erst zur Katastrophe. Hätte Batman den Joker sofort zur Strecke gebracht, hätte man ihm keine rechtsstaatliche Behandlung zukommen lassen, dann wäre das Thema schnell erledigt. Diese Angriffsfläche hätte sich Nolan durch eine stringentere und konzentriertere Inszenierung ersparen können. So vermittelt sich mir jedoch in erster Linie eine sehr zersetzende Sichtweise. Dieser Kritikpunkt paßt aber gut zum Rest des Filmes.

Denn der ist keinesfalls richtungsweisend oder die Neuerfindung des Kinos, ganz im Gegenteil. Bedient sich Nolan doch einfach nur aus dem großen Pott des schon da gewesenen. Aber nicht im Stile eines zitierenden Tarantinos, eher im Stile gut geklaut ist besser als... Bond, Matrix, Ghost in the Shell und und und. Viele Szenen konnte ich wiedererkennen, dazu die bisweilen auf Architektonik fixierte Kamera eines Michael Mann, die mittlerweile so beliebte hektische Handkamera und die schnellen Schnitte um der Action ein wenig Dynamik einzuhauchen. Neu ist das alles nicht, auch nicht frei von Fehlern und Logiklöchern. Da wird z.B. für den nächsten Tag ein Attentat auf Gothams Bürgermeister angekündigt und der hat nichts anderes zu tun als just an diesem Tage einen Trauerzug anzuführen, inmitten einer Straßenschlucht, ich schreibe hier nicht weiter. Jeder sollte wissen was gemeint ist. Auch ist der Film nicht frei von unfreiwillig komischen Dialogen, da geht es oft heftig cheesy ab. Allen voran der letzte Dialog zwischen Rachel und Harvey Dent. Mein Gott, wie kann man seine Protagonisten in solch einer Szene nur so einen Müll quatschen lassen, das erinnert eher an Soupopera als an tiefgründiges Actionkino. Und das will The Dark Knight definitiv sein. Da kann man sich nicht hinstellen und behaupten, hey das ist doch einfach nur Unterhaltungskino. Das lasse ich mir vielleicht bei einem 300 gefallen, der so gar keinen offensichtlichen Bezug zum aktuellen Weltgeschehen mit sich bringt. The Dark Knight meldet da schon andere Ansprüche an, unübersehbar.

Daß The Dark Knight wesentlich besser unterhalten kann als sein Vorgänger und so einige andere Blockbuster der letzten Jahre liegt einzig und allein am Joker. Der ist dann auch für mich der einzige Grund Nolans Gotham City Version im Kino anzuschauen. Zusätzlich hier und da ein Auge zugekniffen, das Gehirn auf Durchzug gestellt und man kann seinen Spaß haben. Um zum Schluß noch einmal auf die Metaebene zurückzukommen. Batmans Abgang zum Ende des Filmes, ja der erinnert mich stark an den Anfang nächsten Jahres kommenden Abgang eines anderen Mannes. Auch er wird nicht als Held gefeiert werden. Puuuhhh, Herr Nolan, wenn das mal kein Griff ins Klo war. Aber egal, die Fanboys fressen alles...

7,25/10 Joker

[edit]
Ich habe den Text leicht abgeändert, da es doch zu ein paar Mißverständnissen gekommen ist.

30 Kommentare:

C.H. hat gesagt…

Schön provokant geschrieben, dass muss ich schon sagen.

lediglich als Reflexion der aktuellen Lage zu verharmlosen

Eine Refelxion ist nicht gleichbedeutend mit einer Verharmlosung.

In dem Moment in dem der Staat gegen das Unberechenbare unter Einhaltung der Regeln vorgeht kann er nur verlieren.

Diese Erkenntnis mag man mit Sicherheit nicht gerne hören, aber wenn man es sich mal recht Überlegt, dann ist es doch genauso (Das soll jetzt bitte nicht als Plädoyer für die Aufhebung rechtsstatlicher Grundsätze verstanden werden).

Der eine Anruf, der dem Joker schließlich nicht ganz freiwillig gewährt wird, der jedem Gefangenen in einem Rechtsstaat zusteht, führt erst zur Katastrophe.

Für die Unmöglichkeit der Rettung von Rachel/Dent war dieser Anrunf aber völlig unerheblich. Die Katastrophe wäre auf jeden Fall eingetreten. Aber ja: Durch den Anruf kommt er wieder frei. Womit wir wieder dabei wären, dass der Staat gegen so einen Opponenten nur verlieren kann.

Batmans Abgang zum Ende des Filmes, ja der erinnert mich stark an den Anfang nächsten Jahres kommenden Abgang eines anderen Mannes.

Mit allem, was du schreibst, kann man ja noch halbwegs leben, aber Nolans Batman mit Bush gleichzusetzen "stinkt". Immerhin, wenn man schon dieses Faß aufmachen will, ist Batman während des ganzen Films von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen geplagt. Bush ist das sicher nicht und denkt alles richtig gemacht zu haben. ;-)

Also, ich bleibe dabei. "The Dark Knight" thematisert all diese Dinge, hinterfragt diese, auch wenn sie im Fall der Überwachung in der Tat zum gewünschten Erfolg führen. Aber daraus eine umfassende Absolution der Regierung Bush abzulesen, finde ich dann doch ein wenig übertrieben.

tumulder hat gesagt…

Diese Erkenntnis mag man mit Sicherheit nicht gerne hören, aber wenn man es sich mal recht Überlegt, dann ist es doch genauso

Die Propaganda scheint schon zu wirken. Gerade Du als Historiker solltest doch wissen, daß dies hanebüchener Unfug ist. Gerade die Rechtsstaatlichkeit entzieht dem Terror die Grundlagen. Das hat doch die Vergangenheit in Deutschland gezeigt. Hat Deutschland den Kampf gegen die RAF verloren? Ich glaube eher das Gegenteil ist der Fall. Was haben die USA mit ihrem Krieg gegen den Terror erreicht? Sie haben zwei Kriege vom Zaun gebrochen deren weltpolitische Ausmaße für die Zukunft noch nicht abzusehen sind. Verbessert hat sich die Situation dadurch jedoch in keinem Fall. Im Gegenteil, sie nähren damit den Boden für neuen Terror.

Aber ja: Durch den Anruf kommt er wieder frei. Womit wir wieder dabei wären, dass der Staat gegen so einen Opponenten nur verlieren kann.

Zum Glück befinden wir uns im Kino wo die Dinge halt ein wenig einfacher sind als in der Realität.

Mit allem, was du schreibst, kann man ja noch halbwegs leben, aber Nolans Batman mit Bush gleichzusetzen "stinkt".

Naja, ich setze ihn ja nicht mit Bush gleich. Aber der Hinweis auf eine Konnotation darf doch wohl mal erlaubt sein. Batman nimmt alle Schuld auf sich, damit ist der Weg für eine neue Zukunft Gothams frei. Wenn die Bushadministration die Segel streicht wird sie auch viel Schuld auf sich nehmen um den Weg für die neue Regierung frei zu machen. Die USA sind reingewaschen. Ich finde diesen Zusammenhang nicht aus der Luft gegriffen.

Immerhin, wenn man schon dieses Faß aufmachen will, ist Batman während des ganzen Films von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen geplagt. Bush ist das sicher nicht und denkt alles richtig gemacht zu haben.

In beiden Fällen wäre ich mir nicht so sicher.

C.H. hat gesagt…

Gerade die Rechtsstaatlichkeit entzieht dem Terror die Grundlagen. Das hat doch die Vergangenheit in Deutschland gezeigt. Hat Deutschland den Kampf gegen die RAF verloren?

Als ob man einem Terroristen, der die BRD per se ablehnt mit dem Rechtsstaat kommen könnte. Der Rechtstaat hat den RAF-Terroristen nicht interessiert, weil er die BRD als Solches abgelehnt hat

Nun ist es aber auch so, dass in der Hochzeit des deutschen Herbst, die Rechtstaatlichkeit mal eben vor dem Hintergund der aktuellen Bedrohung neu definiert (eingeschränkt) worden ist. Mit dem "Kontaktsperregesetz" hat man mal eben den Zugang der Häftlinge und ihren Anwälten unterbunden. Das ging schneller als man gucken konnte...

Hat Deutschland den Kampf gegen die RAF verloren?

Aber hat die BRD den Kampf im Umkehrschluss gewonnen? Ich weiß ja nicht.

Und nochmal: Gerade die Rechtsstaatlichkeit entzieht dem Terror die Grundlagen.

Du Idealist. ;-) Im Zweifelsfall ist es ein voller Bauch und ein gesichertes Einkommen, der den Einzelnen im Irak oder Afghanistan davon abhält, mit Terroristen zu symphatisieren, oder gar zu einem zu werden, und nicht irgendwelche rechtsstaatliche Prinzipien, für die er sich nichts kaufen kann... ;-)

probek hat gesagt…

Na, wieder unter deinem Niveau amüsiert? Es geht nur um eine Sache

Es kann nur einen geben: der Verschwender erklärt uns die Welt. Und das Weltbild des Films. Und seine Überlegenheit über die, pfui, Fanboys, die die Propaganda nicht durchschauen und und und …

So und nicht anders wird und muss es sein, du hast den Film, den Filmemacher, die Absicht hinter dem Projekt und die Verwickelung in die Weltpolitik aber sowas von durchschaut. Ok, nicht nur du alleine, ich zitiere mal aus einem ähnlichen Kommentar bei den Fünf Filmfreunden:

Batman war George W. Bush, der Joker stand für Bin Laden und Harvey Dent verkörperte den Weg der Demokraten. Dazu muss man kein Genie sein, nur hin und wieder Zeitungen lesen. 'The Dark Knight' ist anwendbar als reaktionäre Gehirnwäsche, damit verkauft er sich. Und Filme ohne eingeschaltetes Hirn zu sehen, das funktionierte auch bei uns prächtig. Ist ca. 70 Jahre her …

'Tschuldigung, aber (und das bekommst du jetzt auch ab): gequirlte Scheiße. Ein Film ist ein Film ist ein Film. Ein Big-Budget-Popcornfilm ist ein Big-Budget-Popcornfilm, nicht mehr und nicht weniger. Der soll Geld machen.

Dass er dabei - für einen Mainstreamfilm - durchaus Tiefgang besitzt und außerdem für Interpretationen offen ist (auch wenn du das negierst), hebt ihn aus der Masse raus. Er ist sicherlich kein Meisterwerk, dafür ist er zu lang und zu feige (er hätte meiner bescheidenen Meinung nach einfach mit dem Auftritt von Two-Face enden sollen), aber er ist immer noch großes Kino. Und als solches kann man ihn auch genießen - und anerkennen.

PS: und warum dann immer noch 7 1/4 Punkte bzw. Joker (wofür gab's eigentlich den Vierteljoker) verleihen? Wenn das enttäuschendes, reaktionäres Propagandakino sein soll, solltest du auch die Eier haben, dem Film fünf oder weniger Punkte zu geben.

tumulder hat gesagt…

Ach Probek, wo habe ich denn etwas von Propagandafilm geschrieben? Wo habe ich denn geschrieben, daß allein meine bescheidene Meinung Gültigkeit besitzt? Also manchmal schießt Du über Dein Ziel hinaus, komme mir ja vor als hätte ich das Münchener U-Bahnsystem kritisiert;)

Eines vorweg, der Kinogang ist keine Enttäuschung. The Dark Knight erfüllt alle Wünsche des durchschnittlichen Kinogängers an einem Sommerblockbuster, kann sogar, ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger, ein wenig Epic-Feeling aufbauen. Endlich wieder ein echter Kampf zwischen Held und charismatischen Schurken im Kino. Das hat mir schon seit langem im Popcornkino gefehlt. Gegen Ledgers Darstellung des Jokers stinkt so ziemlich jeder Bösewicht der vergangenen Jahre einfach ab. Das macht Spaß, man wird im Laufe des Films fast süchtig nach den Monologen des Terroristen.


Hätte ich den Code, ich würde es noch blinken lassen. Aber, wenn der Film schon überall für seine Metaebene gelobt wird, dann mußt Du mir auch zugestehen zu diesem Punkt meine Meinung äußern zu dürfen. Auch wenn sie Dir vielleicht nicht gefällt. Du kannst sie gerne kritisieren, meine Argumente entkräften. Dafür ist die Kommentarfunktion ja auch gedacht. Ich habe im übrigen nirgends geschrieben, der Film hätte kein Niveau. Ich weiß nicht wie Du darauf kommst. Lehn Dich mal einfach zurück und sinniere ein wenig darüber wie Dein Kommentar wohl auf mich wirken könnte.

tumulder hat gesagt…

@c.h.
Als ob man einem Terroristen, der die BRD per se ablehnt mit dem Rechtsstaat kommen könnte. Der Rechtstaat hat den RAF-Terroristen nicht interessiert, weil er die BRD als Solches abgelehnt hat

Stimmt, den Terroristen interessiert das nicht. Aber seinem potentiellen Nachwuchs in der Bevölkerung.

Nun ist es aber auch so, dass in der Hochzeit des deutschen Herbst, die Rechtstaatlichkeit mal eben vor dem Hintergund der aktuellen Bedrohung neu definiert (eingeschränkt) worden ist. Mit dem "Kontaktsperregesetz" hat man mal eben den Zugang der Häftlinge und ihren Anwälten unterbunden. Das ging schneller als man gucken konnte...

Und dafür hat der Staat auch viel Kritik einstecken müssen. Ist ja nicht so, daß die damalige Regierung alles Richtig gemacht hätte.

Aber hat die BRD den Kampf im Umkehrschluss gewonnen? Ich weiß ja nicht.

Gibt es die RAF noch? Gibt es noch einen bewaffneten Widerstand in Deutschland?

Du Idealist. ;-) Im Zweifelsfall ist es ein voller Bauch und ein gesichertes Einkommen, der den Einzelnen im Irak oder Afghanistan davon abhält, mit Terroristen zu symphatisieren, oder gar zu einem zu werden, und nicht irgendwelche rechtsstaatliche Prinzipien, für die er sich nichts kaufen kann... ;-)

Sind der Irak oder Afghanistan schon Rechtsstaaten? Reicht eine Verfassung allein schon aus? Oder muß sie auch erst gelebt werden? Weißt Du wie es vielleicht einmal 50 oder 60 Jahren dort aussieht? Natürlich, ein repressiver Staat hat es immer leichter seine Bevölkerung unter Kontrolle zu halten. Aber ist es das was man möchte?

C.H. hat gesagt…

Gibt es die RAF noch?

Nun, die RAF hat sich selbst ausfgelöst, und es bleibt in der Tat die Frage zurück in wie weit das, dass konkrete Verdienst des Saates BRD gewesen ist (Ich sag es gleich: Die Frage kann ich nicht beantworten)


Aber ist es das was man möchte?

Nein, das wollte ich damit auch nicht sagen. Aber ich denke schon, dass da schon ein wenig aus der (vllt. sogar überheblichen) Sicht der westlichen Demokratien argumentiert wird, die dieses Model per se als das absolute Beste preisen (Ich gehöre dazu).

Und meine ganz ehrliche Meinung ist: Demokratische Strukturen werden sich in Afghanisten und Irak nur dauerhaft durchsetzen können, wenn es den Leuten dort materiell gut geht, bzw. die Lebensbedingungen sich verbessern.

Schau doch mal in unser Land. Gerade in Regionen mit hoher Arbeitslosogkeit und wenig Perspektiven bekommen relativ schnell die extremen Parteien zulauf. Selbes Phänomen.

probek hat gesagt…

Wenn ich mich zurückgelehnt hätte, hätte ich den Kommentar so nicht geschrieben.

(Pause)

Du (und andere) sind mir mit ihrer Deutungshoheit halt über die Leber gelaufen. Wie soll denn mein Kommentar auf dich wirken? Beleidigend? So empfindlich? Und wer beleidigt hier wen, wenn man ein hirnloser Fanboy sein muss, um den Film goutieren zu dürfen?

Meine (vermeintlichen) Übertreibungen sind nicht böse gemeint, ich schätze trotzdem die Lektüre hier (und gebe dir immer noch das Bier aus). Der Film lässt sich eben nicht nur einfach erklären, allein diese Diskussion zeigt das doch schon (zugegeben, eher die Diskussion mit C.H. …).

Bei mir blinkt(e) halt nicht die von dir zitierte Passage, sondern

die Fanboys fressen alles
… war klar


und die (schon zitierte) Hybris, zu behaupten:

es geht nur um eine Sache (…) DAS ist die Aussage des Films.

Nein, das ist es bzw. sie nicht. Man kann es auch anders sehen, auf nichts anderes wollte ich hinweisen.

Und als alter Reaktionär und Liebhaber simpler US-amerikanischer Propagandafilme wie BLACK HAWK DOWN bin ich dann geradezu gezwungen, auch diesen Film gegen eine Kritik zu verteidigen, die ihm nicht gerecht wird. Bei dem (blinkenden) Rest deines Textes mag ich dir ja gerne zustimmen … aber darüber brauchen wir nicht diskutieren, das wäre doch irgendwie … langweilig. Wozu haben wir denn die Kommentarspalte?

Und gegen das Münchner U-Bahnsystem darf man natürlich nur dann was sagen, wenn man es mit der Attitüde dessen, der schon alles gesehen hat, kritisieren kann ("heh, ich als alter New Yorker sage euch, bei UNS ist das alles viel größer, toller, besser und sooo einfach mit dem U-Bahnfahren").

Bleibt die Frage: warum hat THE DARK KNIGHT trotzdem 3/4 aller möglichen Punkte bekommen? Ich lese bei dir (wie bei Johannes) eine Enttäuschung über den Film heraus, die sich dann in der Wertung eben nicht wiederfindet. So als müsste man doch zugegeben, dass der Film als das funktioniert, was er in erster Linie ist: ein ziemlich gutes Stück Unterhaltung.

probek hat gesagt…

Gerade blinkt bei mir noch was ganz anderes:

"Denn hier rechtfertigt der Film Guatanamo und Co." (Quelle)

Aua, das tut mir als Fanboy weh. Als Fanboy des Verschwenders.

tumulder hat gesagt…

@probek
Na, das ist ja schon wieder der Ton den ich auf meinem Blog gerne haben möchte.

Du (und andere) sind mir mit ihrer Deutungshoheit halt über die Leber gelaufen.

Ich bitte Dich, wer hat den hier wohl die Deutungshoheit inne? Und wer reklamiert sie für sich? Ich schreibe aus dem Bauch heraus, so wie der Film auf mich gewirkt hat und dazu stehe ich. Ich weiß gar nicht wie viele Filme ich in meinem Leben schon gesehen habe und da traue ich mir bei der Interpretation des Gesehenen schon eine Menge zu. Ich habe ja auch gar nicht geschrieben, das meine Deutung mit der Intention Nolans übereinstimmen muß. Das wäre doch schon zu putzig. Nicht umsonst benutze ich das Adjektiv blauäugig in der Einführung. Wenn ich schreibe der Film hat lediglich eine Aussage, dann beschreibt das lediglich die Wirkung des Filmes auf mich. Ich bin erfahren genug um zu wissen, daß die Dinge nicht einfach nur Weiß oder Schwarz sind.

Ich weiß allerdings nicht was Dich auf den Trichter bringt ich würde mich Fanboys überlegen fühlen. Ich bin ja selber Fan von so einigen Filmen, Regisseuren, Musikern etc. Aber selbst als Fan muß ich doch auch ein Maß an kritischen Denken mitbringen. Du schreibst ja selbst, daß The Dark Knight kein Meisterwerk ist. Ich kann ja selbst noch eine Bewertung von 90% nachvollziehen, vor allem, wenn man frisch aus dem Kino kommt. Der Joker, der Joker, der Joker. Der ist schon verdammt vereinnahmend. Aber wenn ich mir der Fehler im Film bewußt werde, den Kontext beachte, die teils cheesy Dialoge dazunehme, dann kann ich doch selbst als Fanboy dem Film keine 100% geben. Wenn ich aber sehe, daß dies auf der imdb weltweit an die 150.000 User getan haben, muß ich leider bei einem Großteil dieser Leute davon ausgehen, daß da mehr als Begeisterung für Batman hinter steckt. Denn welch eine Bewertung gebe ich dann einem wirklichen Meisterwerk? Das frei von den von uns bemängelten filmischen und dramaturgischen Fehlern ist.

Warum ich auf eine so krumme Wertung komme? Warum sie nicht schlechter ausfällt? Der Film macht trotz allem Laune. Die 0,25 Punkte sind als Bonus für den Joker zu verstehen.

Gerade blinkt bei mir noch was ganz anderes:

Ja aber das sollte doch eigentlich schon geklärt sein. Oder? C.H. konterte mit der Metaebene, und da kackt der Film bei einfach ab.

tumulder hat gesagt…

C.H. konterte mit der Metaebene, und da kackt der Film bei mir einfach ab.

Was Nolan wirklich will spielt da keine Rolle.

Mr. Vincent Vega hat gesagt…

Geile Diskussion.

Nur: Was du unter "kurz und knapp" verstehst...

Ach so, und kriech mir nicht immer so in' Arsch.



;)

tumulder hat gesagt…

@MVV

LOL:)

tumulder hat gesagt…

@c.h.
Schau doch mal in unser Land. Gerade in Regionen mit hoher Arbeitslosogkeit und wenig Perspektiven bekommen relativ schnell die extremen Parteien zulauf. Selbes Phänomen.

Hmm, könnte aber vielleicht auch damit zusammenhängen, daß die Leute in diesen Regionen noch nicht soviel Erfahrung mit der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit haben.

Wenn ich mich hier im Ruhrgebiet umschaue entdecke Arbeitslosigkeitszahlen, die denen in den neuen Bundesländern sehr ähnlich sind. Gemeinden die einfach schon so pleite sind, daß sie die Schlaglöcher auf den Straßen nicht im Frühjahr reparieren sondern erst ein Jahr später und bis dahin ein Höchstgeschwindigkeit 30 km/h Schild aufstellen. Wenn es diese Theorie stimmen würde, müßten doch eigentlich sämtliche Rathäuser hier im Ruhrgebiet vom braunen Mob durchsetzt sein. Sind sie aber nicht.

JMK hat gesagt…

dass sich ein Rechtsstaat seit deren Anbeginn mit der Frage beschäftigt wie weit er gehen kann, wenn er sich von innen oder aussen bedroht sieht ist ein altes universales Thema, die 9/11 Keule auszupacken ist einfach nicht gerechtfertigt, da der Film dafür keinerlei Behauptungen aufstellt.
Dass Nolan genau auf dieser Schiene versagt wundert nun nicht, somit bleibt TDK solides Actionkino, nicht mehr nicht weniger, bzw. es wäre ohne den Joker um einiges weniger.

tumulder hat gesagt…

Hey, es scheint ja doch noch Menschen mit Verstand zu geben:)

C.H. hat gesagt…

@ tumulder:

Das:

C.H. konterte mit der Metaebene, und da kackt der Film bei mir einfach ab. - Was Nolan wirklich will spielt da keine Rolle.

und das:

Ich habe ja auch gar nicht geschrieben, das meine Deutung mit der Intention Nolans übereinstimmen muß

passt aber leider gar nicht zu:

Und hier enttäuscht mich Nolan auf ganzer Linie. Er rechtfertigt ziemlich blauäugig so ziemlich jedes Vorgehen seines Heimatlandes seit dem 9/11

Zumindest suggerierst du mit diesem Satz, dass Nolan diese Intention im Sinn hatte, und diese Sichtweise nicht nur deiner Meinung entspringt.

Hmm, könnte aber vielleicht auch damit zusammenhängen, daß die Leute in diesen Regionen noch nicht soviel Erfahrung mit der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit haben.

Touché!

@jmk:

die 9/11 Keule auszupacken ist einfach nicht gerechtfertigt, da der Film dafür keinerlei Behauptungen aufstellt.

Doch, unabhängig ob man die Sache so interpretiert wie ich, oder aber so wie tumulder, ist "The Dark Knight" ohne Zweifel Refelxion der Gesellschaft nach 9/11, dafür sind die Bezüge zu offensichtlich. Das die Frage nach der Reichweite des Rechtsstaates ein Thema ist, dass wesentlich älter ist, ist natürlich aber richtig.

@ Beide: Aber das ist ja auch das worauf ich eigentlich die ganze Zeit hinauswill. Der Joker ist nicht einfach nur Al-Qaida, sondern die Unfassbarkeit des Terror im Allgemeinen, Batman ist nich einfach nur Bush, sondern Abbild einer Diskussion (mit all ihren Schwierigkeiten), die in den USA, aber auch in den Ländern nunmehr aktueller denn jeh geführt wird.

Und vielleicht ist "The Dark Knight" sogar mit der Szene der gleichzeitigen Überwachung von 30 Millionen Menschen Dsytopie die zeigt, wo dieser Weg hinführen kann, wenn man nicht aufpasst.
Eine Option, die kurzfristig vielleicht sogar Erfolg hat (Joker ist für den Moment gefangen), langfristig aber unschöne Konsequenzen nach sich ziehen wird (Alllegorisch im Film: Der Prinzipienverrat von Batman)

PS: Ja, ich weiß. Wir drehen uns im Kreis. Macht aber Spaß... :)

tumulder hat gesagt…

Da es ja doch zu einigen Mißverständnissen gekommen ist habe ich nun den Text leicht abgeändert. Ich hoffe das erleichtert die Diskussion.

JMK hat gesagt…

mir geht diese Interpratitionswut zuweit.
Der Joker steht nur gewiss nicht für Al Qaida, noch für andere Terrororganisationen. Wie Alfred (Caine) doch richtig bemerkt: es gibt eben Schurken die verfolgen kein Ziel, "they just want to watch the world burn". Und dass Terrororganisationen immer ein Ziel haben, ist hoffentlich unbestritten. Die Darstellung des Jokers ähnelt soch vielmehr einem kleinen Kind, das zuviel Sprengstoff in die Hand bekommt. Stellvertrend dafür steht die Szene in der Ledger als Krankenschwester verkleidet vor Freude staksenden das Gebäude verlässt und auf den Auslöser drückt. Der Joker zeigt höchstens die Irrationalität des "universell Bösen".
Btw. hätte ich doch gerne Belege für einen 9/11 Bezug. Und jetzt kommt mir nicht mit der Gesprächsortungsgag.

TheRudi hat gesagt…

Der ist dann auch für mich der einzige Grund Nolans Gotham City Version im Kino anzuschauen.

WORD!

TheRudi hat gesagt…

Btw. hätte ich doch gerne Belege für einen 9/11 Bezug.

Die Feuerwehrmänner löschen in Slow-Mo das brennende Lagerhaus in dem Rachel gegrillt wurde und Batman steht mit wehendem Umhang am "Ground Zero".

JMK hat gesagt…

sowas dachte ich mir. Wird jetzt jedes Feuerwehrauto, jeder Flugzeugabsturz, jede verbrannte Festplatte mit 9/11 gleichgesetzt?!
Das ist nun wirklich zu kurzsichtig. Ground Zero ist inzwischen eine "Sehenswürdigkeit" wie das Empire State Building. Da mag sogar ein wenig Symbolik mitspielen, aber singuläre Orte rauszupicken ist ein wenig dürftig. Um einen direkten Bezug herzustellen bedarf es ein wenig mehr, abgesehen davon ist bleibt die Frage inwieweit die aktuelle (innenpolitische) Gemengelage in den USA auch noch auf 9/11 zurückzuführen ist, da wird m.E. vieles überschätzt. Politische Initialzündung und kein Urknall.

TheRudi hat gesagt…

Wird jetzt jedes Feuerwehrauto, jeder Flugzeugabsturz, jede verbrannte Festplatte mit 9/11 gleichgesetzt?!

Come on, also die Szene war jetzt wirklich eindeutig totally 9/11. Ich sag nicht, dass TDK ein Abziehbild unsere heutigen Gesellschaft darstellt, aber der Film hätte im Sommer 2000 niemals so ausgesehen, da sind wir uns doch wohl alle einig.

C.H. hat gesagt…

@ jmk:

Der Joker steht nur gewiss nicht für Al Qaida, noch für andere Terrororganisationen.

Der Joker zeigt höchstens die Irrationalität des "universell Bösen".

Ich sage es ja. Meine Rede seit... Um mich mal selber zu zitieren:

Nein, der Joker steht nicht in erster Linie für den heutigen Terrorismus im Sinne der konkreten Handlung, sondern für die Furcht vor dem Terrorismus und für die Ohnmächtigkeit diesem wirkungsvolle Mittel entgegen zusetzen. Der Joker ist ein Spiegel, der der heutigen Gesellschaft seine ureigensten Ängste in Form einer hässlichen und höhnischen Fratze vor Augen führt. „The Dark Knight“ transzendiert die reine Comic-Verfilmung an dieser Stelle zu einem Abbild des gesellschaftlichen Status Quo.

Btw. hätte ich doch gerne Belege für einen 9/11 Bezug.

Ach komm, dass der 9/11 die Welt in einem Maße verändert hat, das noch gar nicht abzusehen ist, steht ja wohl völlig außer Frage. Und von daher ist "The Dark Knight" in seiner Konzeption ohne jeden Zweifel Abbild des gesellschaftlichen Zustandes - Künstlich stiliserte Bilder in "The Dark Knight" hin oder her.

Mal nebenbei: Das Jahr 1789 steht mit der fran. Rev. für eine Epochenscheide, die das Ende der frühen Neuzeit markiert. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass auch der 11.9, in 100-150 Jahren zu einer ähnlichen Epochenscheide werden kann. Es sei denn natürlich die Russen und die Amis reaktivieren, den kalten Krieg endgültig, haha... :)

TheRudi hat gesagt…

Das Jahr 1789 steht mit der fran. Rev. für eine Epochenscheide, die das Ende der frühen Neuzeit markiert.

Das hat dir der Teufel gesagt! Das steht meiner Bildung nach nirgends geschrieben, das entscheidet somit jeder Historiker für sich selbst. Gibt genug Leute, die Luthers Thesenschlag als das Ende ansehen. Aber hier ereifern sich zwei Historiker über für Nicht-Historiker langweilige Themen.

Versteh immer noch nicht, wieso alle den Joker mit dem heutigen Terrorismus gleichsetzen. Der Joker hat doch gar keine Agenda, sein Handeln ist vollkommen irrational, während man zumindest den Zweck bei Al Quaeda nachvollziehen kann, auch wenn die Mittel KEINESFALLS (mal schauen ob es auch alle verstanden haben) zu billigen sind.

C.H. hat gesagt…

Dann nimm von mir aus den Thesenanschlag :) Brauchte ein schnelles Bsp. für ein Epochenende...

Der Joker hat doch gar keine Agenda, sein Handeln ist vollkommen irrational

Eben und Trotzdem: Al-Quaida z.B. mag in ihrem Selbstverständnis ein Ziel/einen Zweck haben. Aber dies ist trotzdem für einen Großteil der (westlichen) Gesellschaften nicht greifbar, da es eben vordergründig nicht um Geld geht, sondern zutiefts ideologisch ist. Das sich jmd. für einen Gottesstaat selber in die Luft sprengt, ist doch für die Meisten völlig unbegreiflich (Mich eingeschlossen), und dem ist mit staatlichen Handeln auch schwer beizukommen - Für diese Unfassbarkeit steht imho der Joker.

TheRudi hat gesagt…

Aber dies ist trotzdem für einen Großteil der (westlichen) Gesellschaften nicht greifbar, da es eben vordergründig nicht um Geld geht, sondern zutiefts ideologisch ist.

Natürlich ist das für die nicht greifbar, das richtet sich ja gegen sie, bzw. das Treiben ihrer Regierung. Für mich stellen Joker und Batman einfach nur zwei Seiten der menschlichen Medaille dar.

tumulder hat gesagt…

Aber hier ereifern sich zwei Historiker über für Nicht-Historiker langweilige Themen.

Hehe, unterschätzt nicht die Leser meines Blogs;) Ich werde nie vergessen wie ich für mein Referat über die französische Revolution eine 1 vom Politiklehrer spendiert bekam. Also Wissen ist vorhanden. Aber egal, es kommt gar nicht so sehr darauf wen der Joker direkt symbolisieren soll. Er symbolisiert aber definitiv die Bedrohung des Terrorismus, der nicht erst seit dem 9/11 neues Feindbild im Kino ist. Überhaupt nutzt Nolan ja die üblichen konservativen aktuellen Feindbilder der amerikanischen Gesellschaft. China, Rußland etc.. Hätte er Eier in den Hosen gehabt würde sich Gothams Mafia aus Bankenchefs, Waffenherstellern und Ölbaronen zusammenstellen und nicht aus ausländischen Kleinkriminellen. Ich freue mich schon auf die DVD Veröffentlichung, und dann gibt es eine umfassende Review:) Das hat nichts mit Interpretationswut zu tun.

C.H. hat gesagt…

@ Rudi:

Gestern wars dann doch schon spät, und wo ich ich jetzt ne Nacht drüber geschlafen habe: Kann es sein, dass du dich verlesen hast? Der Thesenanschlag von Luther kann unmöglich das ENDE der FRÜHEN NEUZEIT markieren, oder???

TheRudi hat gesagt…

Der Thesenanschlag von Luther kann unmöglich das ENDE der FRÜHEN NEUZEIT markieren, oder???

Hehe, sorry, meinte den BEGINN *uups* - kommt davon wenn man den ganzen Tag so eine Scheiße arbeiten muss wie ich. Das Ende sieht man meist in der franz. Revolution, wobei auch das kein fester Fixpunkt ist. Ist aber, wie wir bereits festgestellt haben, auch egal ;) (Oller Streber, liest sich alles 5x durch *g*)

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