Downloaden, sofort!

Der Songbird ist vor kurzem endlich geschlüpft und sogar schon um ein paar Updates gewachsen. Ich habe die aktuelle Version 1.1.1 jetzt ein paar Tage getestet. Tja, was soll ich schreiben... Ich bin begeistert. O.K., schnell ist er nicht gerade auf meinem Low Cost Rechner, der aber immerhin über 2 GB RAM und einen für tägliche Arbeiten völlig ausreichenden Zweikernprozessor aus dem Hause AMD verfügt. Das kann dann wohl nur an der Größe meiner Musiksammlung (sie wächst immerhin schon seit 10 Jahren) liegen, wie mir die Supportseite verrät. Aber immerhin, der Vogel hat sich nicht wie in früheren Versionen beim Einlesen selbiger aufgehängt, war dabei auch deutlich schneller als iTunes. Dennoch kann die Datenbankperformance nicht mit der des - meiner Meinung nach - immer noch besten Mediaplayers, dem Media Monkey, mithalten, was aber bei kleineren Mp3 Sammlungen nicht so schwer ins Gewicht fallen dürfte. Das besondere am Songbird ist natürlich seine Webanbindung mit integriertem Browser auf Mozillabasis (Firefox). Zusammen mit Mashtape ist man schneller auf Youtube, Flickr und der Google Blog Search als man glauben mag. Toll, aber natürlich nicht mehr als ein netter Gag. Interessanter ist da schon die direkte Einbindung von SeeqPod, Skreemer und der Music Search Engine, da hat man fast schon ein universelles Musikarchiv zur Hand. Was man in der eigenen Musiksammlung nicht findet, liegt garantiert auf irgend einen Server im Netz zum streamen bereit. Fragt mich jetzt nicht nach der Legalität dieser Features. Letzten Endes garantiert das iTunes Totschlagargument für die große LastFM Gemeinde dürfte die Integration eben dieses Dienstes sein. Heftig, was das kleine Stück Opensource Software alles kann. Fast könnte man meinen der Songbird wäre perfekt. Doch irgendwie fehlen da noch ein paar wichtige Eigenschaften, die mich noch von der Deinstallation des Media Monkeys abhalten. Und zwar alle, die etwas mit der schnellen Verwaltung meiner Musiksammlung zu tun haben. Ich wünschte mir auch für den Songbird die Möglichkeit per rechtem Mausklick aus der Playliste heraus Ordner, das komplette Album oder einfach die restlichen Songs des Interpreten anzeigen zu lassen. Aber was nicht ist kann ja noch werden, vielleicht steht das dafür benötigte Addon schon zum Download bereit. Von den ganzen Addons, die es bereits gibt, gefällt mir eines besonders gut. Recommended Playlists erstellt fantastische und ausgewogene Playlisten, einfach einen Song in der aktuellen Playlist markieren und auf den Button rechts neben der Search Box klicken. Ich habe schon oft mit automatisierten Playlisten herumgespielt, aber niemals kamen so gute dabei herum. Schneller kann man keinen Mp3Player zum Joggen etc. befüllen oder eine Mp3 CD für die nächste Autofahrt zusammenstellen. Wirklich große Klasse. Recommended Playlists greift hierfür auf LastFM zu, was die guten Ergebnisse erklären sollte. Alles in allem gefällt Songbird schon jetzt außerordentlich gut. Also sofort downloaden!

5 Kommentare:

Rajko Burchardt hat gesagt…

Ich nutze seit Jahren Musicmatch Jukebox, die kennt glaube ich kein Mensch. Ist für mich Noob aber so schön simpel strukturiert. ;)

C.H. hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
C.H. hat gesagt…

Musicmatch Jukebox

Ich kenne die schon, hat mich aber nicht überzeugt.

Ansonsten nutze ich persönlich als Linux-Nutzer "Amarok", wobei ich sagen muss, dass seit Last.fm (Endgeile Erfindung) meine lokale Musiksammlung doch stark an Atraktivität eingebüßt hat...

tumulder hat gesagt…

Musicmatch kenne ich natürlich auch, habe es aber nie wirklich benutzt, da ich damals wie wohl die meisten noch Winamp nutzte. Aber das ist ja schon seit ein paar Jahren nicht mehr erste Wahl. Installiert mal Songbird, läuft ja auf jedem System.:D

Matthias hat gesagt…

Media Monkey? Amarok? Songbird? Musicmatch? Und ich dachte immer, ich sei ein fürchterlicher Geek, weil ich meine mp3 von Winamp und nicht vom WMP abspielen lasse... Diese ganze Player-Entwicklung ist in den letzten Jahren aber sowas von an mir vorbeigelaufen, dass ich genauso gut ins Wachkoma hätte fallen können. Danke für den Tipp. Ich werd's mal ausprobieren.

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