Fast Forward >> kleiner Schwachsinn, großer Schwachsinn

Frankenfish
CGI macht so vieles leichter. Der Killerfisch, oder besser … ach lassen wir das, heute mal keine Spoiler, die Südstaaten Sümpfe, ein Gerichtsmediziner und die jovial bis voodooeske Bevölkerung einer Hausbootsiedlung. Fertig ist das Grundszenario und Feuer frei für die herzerfrischende Jagd nach der dümmsten Dialogzeile. „Das Haus hat sie erschossen.“ Ja, vielleicht geht dieser Satz wirklich einmal in die Annalen der C-Movie Geschichte ein. Viel mehr kann da ja eigentlich nicht kommen. Ansonsten erschreckt Frankenfish vor allem mit dem defekten Kurzzeitgedächtnis seiner Protagonisten. Ist in der einen Szene der im Sujet unvermeidliche Abgang des nächsten Angehörigen zu beklagen, dürfen Tochter, Bruder und der Rest der Familie samt Besuch in der Szene darauf schon wieder heiter lachen. Lebbe geht weider, oder so ähnlich. Die Frage nach der Atmosphäre oder echtem Horror stellt sich da erst gar nicht, auch wenn Mark A.Z. Dippé (Spawn, sagt eigentlich schon alles) dann doch in einigen Szenen sichtlich um diese grundlegenden Elemente des Genres bemüht scheint. Die Betonung liegt auf bemüht.
4,5/10 Punkte

Der letzte Countdown
Stell dir mal vor die USS Nimitz, also 1980 der modernste Flugzeugträger der Welt, gerät in so eine Zeitdingsbums und taucht kurz vor dem 7. Dezember 1941 vor Pearl Habor auf. Die Japsen hätten keine Chance gehabt, die Nimitz hätte die komplette japanische Flotte zu Schrott geschossen. Aber da das ja gefährlich für die Zukunft sein könnte, man kennt sich mit den Auswirkungen von Zeitreisen ja heutzutage noch nicht so richtig aus, streitet man sich erst ein wenig an Bord der Nimitz darüber ob man das auch wirklich machen sollte. Der Captain schickt dennoch all seine Bomber und Abfangjäger in die Luft, wer weiß ob man jemals wieder in die Gegenwart zurückkehren wird. Zum Glück fährt die Nimitz kurz vor der Schlacht aber doch noch mal durch so eine Zeitdingensbums und am Ende ist nichts geschehen. Der eine, den man in der Vergangenheit lassen mußte taucht aber am Ende in der Gegenwart nochmal auf und hat die aus der Vergangenheit geheiratet. Da kann man den Bootsmann der Nimitz verstehen, „"Oh Teufel, bei dem Versuch über diesen Quatsch nachzudenken kann man ja überschnappen."
5,5/10 Punkte

9 Kommentare:

JMK hat gesagt…

Dass Frankenfish eine Komödie und kein ernster Horrofilm sein will und mit den Genrekonventionen spielt weisst du schon?

Aber was red ich mit einem der nicht mal 3D Brillen hatte:-) Abendbrot gestrichen!

tumulder hat gesagt…

Hehe, dem bleibt ja auch gar nichts anderes übrig als Comedy sein zu wollen. Aber selbst das schafft er ja nicht wirklich.;) Und woher willst du eigentlich wissen ob ich eine 3D Brille hatte oder nicht.:P

JMK hat gesagt…

tja das Weltnetz vergisst nichts, vor allem keine Beiträge die gerade mal ein paar Stunden als sind:-)

tumulder hat gesagt…

Ist mir schon klar, da steht aber nirgends geschrieben, daß ich keine 3D Brille hatte.*gg*

HappyHarryMitDemHarten hat gesagt…

Für mich hat "Frankenfish" als Komödie nicht funktioniert, auch wenn natürlich klar ersichtlich ist, das er sich nicht ernst nimmt. Aber das macht einen Film ja noch lange nicht gut, man denke nur an "Snakes on a Plane"... ;)

Und wie genau der jetzt mit den Konventionen des Genres spielt, ist mir leider entfallen oder aber gar nicht erst aufgefallen...

JMK hat gesagt…

wenn man halt so ein ungeholberter Klotz ist, dann fällt das einem natürlich nicht auf:-)

HappyHarryMitDemHarten hat gesagt…

Stimmt, mir fehlt wohl die Feinsinnigkeit für einen Film wie "Frankenfish". Naja, ich geh mal Chuck Norris gucken... :)

tumulder hat gesagt…

Bei Tierhorror läßt der gute JMK gerne mal Milde walten.:D

Yuki hat gesagt…

Frankenfish ist harmloser Fun - fand den eigentlich ganz gut :D

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