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Selbsterkenntnis

"Das Spiel hat mich sehr enttäuscht. Es kann mal sein, dass ein, zwei Spieler nicht richtig auf dem Platz sind, aber acht oder neun sind zuviel."

"Im Moment mache ich mir Sorgen, wenn ich auf die Tabelle schaue. Wenn wir so spielen, auch mit so einer Abwehrleistung, dann hat man überhaupt keinen Anspruch darauf, zu den Top-Mannschaften zu gehören."

Fred Rutten/sport1.de

Leverkusen - Schalke - Schalke - Leverkusen

Jens Lehmann fährt mit der Straßenbahn - Mike Büskens steht im Tor - Leverkusen über 60 Minuten in derber Unterzahl, ab der 63. Minute nur noch mit 7 Feldspielern und trotzdem der erlösende Ausgleich zum 1:1 für Schalke erst in der 90. Minute - Ulf Kirsten bricht Thomas Linke den Unterkiefer – 7:4 - Mike Hanke trifft ins leere Tor während Butt sich feiern läßt - Manuel Friedrich will flanken, trifft aber ins Tor - Rene Adler hält alles - die erste Begegnung in der Arena endet 3:3 obwohl man zur Halbzeit schon 2:0 führte - Sonst noch was? Ach ja, morgen dann das Schicksalsspiel. Kein Sieg und alles ist aus und vorbei, für immer. Wie in jeder Saison.

Glück Auf!

Mit dem Abstand von einem Tag gesehen

ist es auch nicht leichter zu ertragen.

Bittere Pille

Eine ganz bittere Pille mußte man als Schalker gestern schlucken. Da sieht man ein Spiel, daß grottiger von beiden Mannschaften nicht geführt werden kann. Fehlpässe, Unvermögen vorm gegnerischen Tor. Keine Kreativität, Einwechselungen, die kein Mensch so richtig versteht. Auswechselungen, die bitter nötig sind. Kampf und Krampf. In der 85. Minute schalte ich ab, in der sicheren Gewißheit, daß da in Leverkusen nichts mehr passiert. Dann doch noch ein verstohlener Blick auf die Ergebnisse. Schock, Resignation, Verzweifelung. Im Spielbericht lese ich später, daß Manuel Friedrich versuchte auf Schneider zu flanken, seine Flanke jedoch im Tor der Schalker landete weil Torwart Neuer zu spät reagierte. Egal. Die Schalker hatten vorher einige Chancen, die sie wieder einmal nicht nutzen konnten. Ich habe 85 Minuten vom Spiel gesehen, in denen konnte nur Bordon einigermaßen überzeugen. Und das in einem Spiel, in dem Leverkusens Mannschaft mindestens so harmlos war, wie die der Schalker. Auch wenn Leverkusen sich eine optische Überlegenheit erspielen konnte wie man so schön sagt. Der in den letzten Spielen der Hinrunde gelöschte Baum brennt wieder...